Saint-Julien


St. Julien ist die kleineste (nur 3,5 km in Nord-Süd-Richtung) der drei Spitzenappellationen des Médoc und steht vor allem deswegen im Schatten der Nachbarn Pauillac und Margaux, weil sich hier kein Premier Cru befindet. Dennoch sind die Weine von ebenfalls überragender Qualität und zumindest Léoville Las Cases ist heute auf dem Niveau eines Premier Cru.



Hohe Qualität und hohe Beständigkeit zeichnen dieses 900 ha große Anbaugebiet aus. 80 % der Fläche ist klassifiziert und verteilt sich auf 11 Châteaux, davon alleine 5 Zweitgewächse. Das Gebiet wird dominiert von dem Gut Léoville, einst das größte im Médoc, das heute in die drei berühmten 2ème Crus Güter Barton, Las Cases und Poyferré aufgeteilt ist. Das Terrior besteht aus Kiesplateaus am Ufer der Gironde die gut entwässert und damit ideal für Cabernet Sauvignon sind.

Die Weine aus St. Julien sind nicht ganz so mächtig und fruchtbetont wie die aus Pauillac, dafür aber elegant, weicher und auch sehr langlebig.