Kurzmeldungen

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Auch Château Angélus verlässt die St.-Emilion Klassifikation
Der Streit um die Klassifikation von St.-Emilion geht in die nächste Runde. Château Angélus hat nun ebenfalls angekündigt, die Bewerbung um die Neubewertung der Klassifikation zurückzuziehen. Damit verbleibt in der höchsten Kategorie nur noch Château Pavie übrig. Doch was ist das dann noch wert und wen interessiert es noch?
(12. Januar 2022)
Lieferprobleme auch in der Weinbranche
Die aktuellen Lieferprobleme haben längst auch die Weinbranche erreicht. Es fehlen Glasflaschen, Etiketten, Kleber, Kartonagen, Holzkisten, Paletten, Transportoptionen und zahllose andere Dinge. Die Betroffenheit ist regional stark unterschiedlich, dennoch drohen die Release-Termine durcheinander zu geraten. Dazu kommen deutliche Preissteigerungen.
(02. November 2021)
Herbst Releases Weinhandelsplatz Bordeaux
Der Weinhandelsplatz Bordeaux ("La Place") wird immer bedeutender. Während im Frühjahr eher Bordeaux en primeur gehandelt wird, kommen im Herbst verstärkt andere Weine auf den Markt. Neben wichtigen Rotweinen u.a. aus Italien (Masseto, Solaia) und den USA (Opus One) auch Champagner (Clos des Goisses). La Place ist wegen des guten Zugangs zu den asiatischen Märkten attraktiv.
(27. September 2021)
Château Cheval Blanc und Château Ausone verlassen die Klassifikation in St. Émilion
Es ist ein Paukenschlag für die berühmte Appellation von St. Émilion: Cheval Blanc und Ausone (sowie indirekt auch Haut Brion) verlassen die Klassifikation, die alle 10 Jahre neu erstellt wird. Alle drei Châteaus haben die Unterlagen für die Bewerbung für 2022 nicht abgegeben. Eine Klassifikation ohne die beiden besten Weine ist faktisch mehr oder weniger wertlos. Man kann dies als jahrelange Unzufriedenheit mit den Kriterien der Klassifikation interpretieren, die sich zu wenig an der Qualität der Weine orientiert. Wegen der enormen Bedeutung der Klassifikation für die Preise der Weine dürften aber auch handfeste wirtschaftliche Interessen eine große Rolle gespielt haben.
(29. Juli 2021)
Primeur-Kampagne Bordeaux 2020 eröffnet
Mit einem Paukenschlag beginnt die Primeur-Kampagne des Bordeaux-Jahrgangs 2020: das Top-Château Cheval Blanc bringt seinen Wein für 380.- €/Fl (netto, ex Bordeaux) auf den Markt. Das sind 10 € mehr als für den Jahrgang 2019, ein durchaus bescheidener Aufschlag angesichts der grandiosen Qualität.
(11. Mai 2021)
Pio Boffa, Alba, an Covid gestorben
Pio Boffa ist im Alter von 66 Jahren an Covid gestorben. Er repräsentierte das berühmte Weingut Pio Cesare aus Alba in der 4. Generation. Mit ca. 70 ha Rebfläche und einem hohen Exportanteil in über 50 Länder steht das weiß/schwarze Etikett mit ganz oben auf der Liste der berühmten Barolo und Barbaresco Produzenten.
(19. April 2021)
Beauséjour Duffau-Lagarrosse verkauft
Der Wine Spectator berichtet über einen spektakulären Weingut-Verkauf in Saint-Emilion. Château Beauséjour Duffau-Lagarrosse geht im Rahmen eines buy-out für 75 Mio. € an das Familienmitglied Josephine Duffau-Lagarrosse und die Industriellenfamilie Clarins. Angeblich standen mehrere potente Käufer aus der Nachbarschaft bereit, die knapp 7 ha Premier Grand Cru Classé B Rebfläche zu übernehmen.
(08. April 2021)
Scharfer Frost mit Schäden in Frankreich
In den Nächten vom 05. - 08. April waren in einigen Teilen Frankreichs und auch des Mittelmeerraums Temperaturen bis -9 °C zu verzeichnen. Da die Triebe durch die sehr milden Vorwochen bereits stark entwickelt waren, sind große Schäden zu befürchten. Besonders betroffen war das Burgund und die Champagne. Wieder einmal ...
(08. April 2021)
Steven Spurrier gestorben
Mit Steven Spurrier hat ein Mann die Weinwelt verlassen, der mit seinem Tasting of Paris 1976 Weingeschichte geschrieben hat. Damals besorgte er die besten Weine aus Kalifornien und die besten Weine aus Bordeaux und bat namhafte Experten in Paris um ihr blind verkostetes Urteil. Es war der epochaler Sieg für die kalifornischen Weine und der Durchbruch für Steven Spurrier, der zuletzt lange Jahre für den Decanter geschrieben hat.
(09. März 2021)
Zölle für Weinexport ausgesetzt
Die auf viele europäischen Weine erhobenen Zölle von 25% bei Exporten in die USA wurden jetzt für 4 Monate ausgesetzt. Das Moratorium ist Teil der revidierten Europapolitik der neuen US-Regierung und lässt hoffen, dass die Zölle danach auf Dauer wegfallen.
(07. März 2021)
La Revue du Vin de France übernimmt 100 Punkte System
Die Zeitschrift "La Revue du Vin de France" ist neben dem "Decanter" die letzte Referenz von Bedeutung unten den europäischen Weinjournalen. Die Entscheidung, von der 20 Punkte auf die 100 Punkte Skala zu wechseln, kann man als Paukenschlag bewerten. Das November-Heft 2020 liefert die Begründung: man stemmt sich gegen die Bedeutungslosigkeit, da 20 Punkte international nicht vermittelbar sind. Und was nicht verstanden wird ist nichts wert und wird nicht zitiert.
(10. November 2020)
Michael Broadbent gestorben (1927-2020)
Mit Michael Broadbent verliert die Weinszene einen ihrer berühmtesten Vertreter und einen Pionier der modernen Weinkritik. Sein Berufsweg: seit 1952 Ausbildung zum Weinhändler, bereits 1960 Master of Wine und von 1966-1990 Senior Director der Weinabteilung des Auktionshauses Christie's. Berühmt wurde er mit seinen weit über 100 Notizbüchern mit fast 100.000 Weinkommentaren, die er in Büchern publizierte. Darunter befinden sich viele historische Jahrgänge großer Weine, die man wohl nicht mehr verkosten kann. Ein Gentleman, eine Institution und heute schon eine Legende.
(26. März 2020)
ProWein 2020 wird verschoben
Die Messe Düsseldorf GmbH verschiebt die ProWein 2020. Damit folgt man der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus.
(29. Februar 2020)
Kauft LVMH das Brunello-Weingut Castello Banfi?
Die italienische Presse berichtet über starke Gerüchte, dass der Kauf des renommierten Castello Banfi aus Montalcino, bislang in amerikanischer Hand, durch die LVMH Gruppe bevorsteht. Es wäre die erste Investition im Weinbereich in Italien. Interessanterweise gehören zu Banfi auch Rebflächen in Bolgheri.
(02. Februar 2020)
Smith Haut Lafitte investiert im Napa Valley
Château Smith Haut Lafitte expandiert erstmals außerhalb Frankreichs durch den Erwerb von 100 ha im Napa Valley, davon 25 ha Rebfläche am Fuße der Mayacamas Berge. Das neue Weingut wird unter dem Namen Cathiard Family Estate firmieren.
(24. Januar 2020)
Michelin übernimmt "The Wine Advocate" zu 100%
Seit 2017 ist der Michelin Konzern zu 40% an Robert Parkers The Wine Advocate beteiligt. Jetzt hat man bekannt gegeben, dass Michelin die Publikation komplett übernommen hat. Die Ankündigung folgt der Mitteilung über den vollständigen Rückzug von Robert Parker.
(25. November 2019)
Albiera Antinori neue Präsidentin der DOC Bolgheri
Direkt nach der grandiosen Feier des 25. Bestehens der DOC Bolgheri überrascht das Konsortium mit einem Wechsel an der Spitze. Albiera Antinori übernimmt das Amt der Präsidentin von Federico Zileri Dal Verme, der die DOC seit 2013 geleitet hatte. Vize-Präsidentinnen sind Priscilla Incisa della Rocchetta (Sassicaia) und Cinzia Merli (Le Macchiole).
(14. Oktober 2019)
Fritz Keller neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes
Fritz Keller, einer der renommiertesten Winzer am Kaiserstuhl, soll neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes werden. Keller ist seit Jahren Präsident des Bundesliga Clubs SC Freiburg. Die Wahl ohne Gegenkandidaten wird am 27. September 2019 in Frankfurt erfolgen. Glück hat ihm dieses Amt nicht gebracht.
(17. August 2019)
DOCG Barolo für drei Jahre geschlossen
Das Consortium der DOCG Barolo hat beschlossen, Neupflanzungen innerhalb der DOCG für drei Jahre nicht mehr zu gestatten. Damit möchte man eine weitere Mengensteigerung vermeiden und folgt dem Trend anderer, prestigeträchtiger Appellationen. Die Maßnahme dient dem Schutz der bestehenden Produzenten und stellt letztlich eine Preispflege dar. Jüngst gingen wohl auch die Barolo-Exporte zurück.
(10. August 2019)
Massetino ist neuer Zweitwein des Masseto
Im Oktober wird mit dem Massetino 2017 erstmals ein Zweitwein des Masseto in den Markt gebracht. Der Massetino enthält den Wein, der bei der Selektion für den Blend des Masseto nicht verwendet wurde. Der Preis dürfte etwa bei 40% des Masseto und damit immer noch über dem Ornellaia liegen. Nur wenige Weingüter produzieren sehr gute Zweitweine. Ob der Massetino dazu gehört wird sich zeigen.
(29. Juni 2019)
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