Kurzmeldungen

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Artémis Domaines übernimmt Champagne Jacquesson
Nur wenige Monate nach der Integration der Domaines Henriot in ein von Artémis Domaines geführtes Joint Venture übernimmt die Gruppe Artémis von François-Henri Pinault auch das Champagnerhaus Jacquesson. Neben den neuen Zukäufen gehören zu Artémis u.a. Château Latour, Clos de Tart (Burgund) und Eisele (Napa). Die Sammlung an herausragenden Wein- und Champagnerproduzenten wächst mit hohem Tempo.
(23. Dezember 2022)
Moët Hennessy und die Campari Gruppe übernehmen Onlinehändler Tannico
Die Campari Gruppe (u.a. Aperol) und Moët Hennessy übernehmen alle Anteile an dem italienischen Online Weinhändler Tannico in ein Gemeinschaftsunternehmen beider Gruppen. Zu der Aktivität gehört auch ein Mehrheitsanteil an dem französischen Onlinehändler ventealapropriete.com. Zumindest Tannico ist aktuell auch in Deutschland sehr aktiv.
(04. Dezember 2022)
Moët Hennessy kauft Joseph Phelps Vineyards
Einen weiteren Baustein in der Konsolidierung der Weinbranche setzt Moët Hennessy mit der Akquisition von Joseph Phelps Vineyards im Napa Valley. Einen legendären Ruf genießt der Topwein Insignia, ein klassischer Bordeauxblend mit einem markanten, fast schwarzen Etikett und goldener Schrift. Der Insignia hat bisher vier Mal die magischen 100 Parker Punkte erhalten.
(05. November 2022)
Zusammenschluss von Artémis Domaines und Maisons & Domaines Henriot
Die Gruppe Artémis Domaines, im Besitz der Familie François Pinault, bildet ein Joint Venture mit der Gruppe Maisons & Domaines Henriot unter der mehrheitlichen Führung von Artémis. Zu Artémis gehören u.a. Château Latour, Clos de Tart (Burgund) und Eisele (Napa). Henriot bringt u.a. die Häuser Bouchard (Burgund), William Fèvre (Chablis) und das Champagnerhaus Henriot ein. Eine Mega-Fusion, die in Frankreich die Konzentration im Luxus-Segment des Weins vorantreibt.
(05. Oktober 2022)
Château Figeac steigt auf zum Premier Grand Cru Classé A
Mit der, wieder einmal, umstrittenen 2022er Revision der Klassifikation von St. Emilion steigt Château Figeac in den Rang eines Premier Grand Cru Classé A auf. Ob dieser lange erarbeitete Aufstieg nach dem Verlassen der Klassifikation durch Cheval Blanc und Ausone wirklich etwas wert ist, muss die Zukunft zeigen. An der Spitze bleibt somit nur noch Château Pavie und jetzt eben neu Figeac.
(09. September 2022)
Release Masseto 2019 und Solaia 2019
Am Place Bordeaux wurden in dieser Woche zwei bedeutende Weine aus Italien in den Markt gebracht. Der Masseto 2019 kostet ex Negoçiant 425.- € und der Solaia 2019 210.- € (beide Preise netto). Der Aufschlag liegt damit beim Masseto bei 7,6% und beim Solaia bei 11,7%. Beide Weine aus dem großen Jahrgang 2019 wurden sehr hoch bewertet.
(09. September 2022)
Tenuta San Guido mit neuem Präsidenten
Zum 01. September 2022 erfolgt ein historischer Wechsel an der Spitze der Tenuta San Guido. Über 50 Jahre hat Niccolò Incisa della Rocchetta mit dem Sassicaia Weingeschichte geschrieben. Jetzt übernimmt mit Alessandro Berlingieri ein Manager und Freund der Familie das Amt des Präsidenten. Damit wird die Verantwortung auch auf die fünf Vertreter die nächsten Generation der Familie übertragen. Die operative Führung der Tenuta San Guido als Generaldirektor bleibt bei Carlo Paoli.
(01. September 2022)
Wasserrationierungen in Italien
Das schon früh heiße und extrem trockene 1. Halbjahr 2022 in Italien führte ab Mitte Juni zu strengen Wasserrationierungen vieler Gemeinden. Eine Ausweitung auf ganz Italien ist zu erwarten. Wasser aus dem Trinkwassernetz darf nur noch für Nahrung und Hygiene entnommen werden. Auch aus Flüssen darf kaum noch Wasser entnommen werden. Die Auswirkungen auf den Weinbau sind - noch - eher gering.
(03. Juli 2022)
Bordeaux Primeur-Preise für 2021 stabil
Es zeichnet sich ab, dass in der Bordeaux Primeurkampagne für den schwierigen Jahrgang 2021 die Preise im Vergleich zum Jahrgang 2020 weitgehend stabil bleiben. Die herausragende Qualität des 2020ers erreicht der neue Jahrgang aber nicht.
(27. Mai 2022)
Release Château Latour 2014
Château Latour hat nach 7 Jahren den Jahrgang 2014 für den Verkauf freigegeben. Ex Negoçiant und ohne MWSt. wird der Wein für 430.- € angeboten. Zum Vergleich kostete der Lafite Rothschild 2014 zur Primeur 2015 nur 288.- € (ex). Qualitativ war der Latour 2014 eine sehr positive Überraschung. Es scheint, dass sich der Ausstieg aus dem Primeur-System für Château Latour doch lohnt.
(20. März 2022)
Weiterer Preissprung bei Clos des Lambrays
Mit dem Release des Jahrgangs 2020 erfolgt ein weiterer Preissprung für den Grand Cru Clos des Lambrays. 2014 übernahm die LVMH Gruppe diese fast-Monopollage im Herzen des Burgunds und seitdem sind die Preise vervielfacht worden. Der neue Jahrgang 2020 wird wohl deutlich über 500 € kosten - pro Flasche.
(11. März 2022)
Auch Château Angélus verlässt die St.-Emilion Klassifikation
Der Streit um die Klassifikation von St.-Emilion geht in die nächste Runde. Château Angélus hat nun ebenfalls angekündigt, die Bewerbung um die Neubewertung der Klassifikation zurückzuziehen. Damit verbleibt in der höchsten Kategorie nur noch Château Pavie übrig. Doch was ist das dann noch wert und wen interessiert es noch?
(12. Januar 2022)
Lieferprobleme auch in der Weinbranche
Die aktuellen Lieferprobleme haben längst auch die Weinbranche erreicht. Es fehlen Glasflaschen, Etiketten, Kleber, Kartonagen, Holzkisten, Paletten, Transportoptionen und zahllose andere Dinge. Die Betroffenheit ist regional stark unterschiedlich, dennoch drohen die Release-Termine durcheinander zu geraten. Dazu kommen deutliche Preissteigerungen.
(02. November 2021)
Herbst Releases Weinhandelsplatz Bordeaux
Der Weinhandelsplatz Bordeaux ("La Place") wird immer bedeutender. Während im Frühjahr eher Bordeaux en primeur gehandelt wird, kommen im Herbst verstärkt andere Weine auf den Markt. Neben wichtigen Rotweinen u.a. aus Italien (Masseto, Solaia) und den USA (Opus One) auch Champagner (Clos des Goisses). La Place ist wegen des guten Zugangs zu den asiatischen Märkten attraktiv.
(27. September 2021)
Château Cheval Blanc und Château Ausone verlassen die Klassifikation in St. Émilion
Es ist ein Paukenschlag für die berühmte Appellation von St. Émilion: Cheval Blanc und Ausone (sowie indirekt auch Haut Brion) verlassen die Klassifikation, die alle 10 Jahre neu erstellt wird. Alle drei Châteaus haben die Unterlagen für die Bewerbung für 2022 nicht abgegeben. Eine Klassifikation ohne die beiden besten Weine ist faktisch mehr oder weniger wertlos. Man kann dies als jahrelange Unzufriedenheit mit den Kriterien der Klassifikation interpretieren, die sich zu wenig an der Qualität der Weine orientiert. Wegen der enormen Bedeutung der Klassifikation für die Preise der Weine dürften aber auch handfeste wirtschaftliche Interessen eine große Rolle gespielt haben.
(29. Juli 2021)
Primeur-Kampagne Bordeaux 2020 eröffnet
Mit einem Paukenschlag beginnt die Primeur-Kampagne des Bordeaux-Jahrgangs 2020: das Top-Château Cheval Blanc bringt seinen Wein für 380.- €/Fl (netto, ex Bordeaux) auf den Markt. Das sind 10 € mehr als für den Jahrgang 2019, ein durchaus bescheidener Aufschlag angesichts der grandiosen Qualität.
(11. Mai 2021)
Pio Boffa, Alba, an Covid gestorben
Pio Boffa ist im Alter von 66 Jahren an Covid gestorben. Er repräsentierte das berühmte Weingut Pio Cesare aus Alba in der 4. Generation. Mit ca. 70 ha Rebfläche und einem hohen Exportanteil in über 50 Länder steht das weiß/schwarze Etikett mit ganz oben auf der Liste der berühmten Barolo und Barbaresco Produzenten.
(19. April 2021)
Beauséjour Duffau-Lagarrosse verkauft
Der Wine Spectator berichtet über einen spektakulären Weingut-Verkauf in Saint-Emilion. Château Beauséjour Duffau-Lagarrosse geht im Rahmen eines buy-out für 75 Mio. € an das Familienmitglied Josephine Duffau-Lagarrosse und die Industriellenfamilie Clarins. Angeblich standen mehrere potente Käufer aus der Nachbarschaft bereit, die knapp 7 ha Premier Grand Cru Classé B Rebfläche zu übernehmen.
(08. April 2021)
Scharfer Frost mit Schäden in Frankreich
In den Nächten vom 05. - 08. April waren in einigen Teilen Frankreichs und auch des Mittelmeerraums Temperaturen bis -9 °C zu verzeichnen. Da die Triebe durch die sehr milden Vorwochen bereits stark entwickelt waren, sind große Schäden zu befürchten. Besonders betroffen war das Burgund und die Champagne. Wieder einmal ...
(08. April 2021)
Steven Spurrier gestorben
Mit Steven Spurrier hat ein Mann die Weinwelt verlassen, der mit seinem Tasting of Paris 1976 Weingeschichte geschrieben hat. Damals besorgte er die besten Weine aus Kalifornien und die besten Weine aus Bordeaux und bat namhafte Experten in Paris um ihr blind verkostetes Urteil. Es war der epochaler Sieg für die kalifornischen Weine und der Durchbruch für Steven Spurrier, der zuletzt lange Jahre für den Decanter geschrieben hat.
(09. März 2021)
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