Château Léoville Las Cases

F-33250 St-Julien Beychevelle
Frankreich

Tel. +33-(0)556-732526
Fax. +33-(0)556-591833

leoville-las-cases@wandoo.fr
www.leoville-las-cases.com
Grands Crus Classés du Médoc en 1855



Voilà, Monsieur Rolland! Nicht DER Michel Rolland aus Libourne, sondern der geniale Kellermeister von Léoville Las Cases Bruno Rolland (im Bild links), der dieses Amt in Familientradition inne hat. Gemeinsam mit seinem Vater (im Bild rechts) repräsentieren die Herren rund ein halbes Jahrhundert vinifizierter Jahrgänge! Das Steben nach Perfektion in diesem Gut ist überall spürbar, der Grand Vin von 2006 dürfte nicht nur einer der besten Las Cases Weine überhaupt sondern auch einer der besten des Jahrgangs 2006 im gesamten Médoc sein (2005 bekommt vom Wine Spectator 100 Punkte!). Das gleiche gilt für den schwachen Jahrgang 2007, hier konnte Las Cases die Premiers sogar überholen. Damit hat Las Cases eindrucksvoll seinen Ruf als Super 2ème Cru bestätigt, was nichts anderes heisst, als dass es Premier Cru Qualität erreicht hat, was im Médoc kaum noch jemand bestreitet.


Zwei Generationen der Familie Rolland, verantwortlich für fast 50 Jahrgänge auf Las Cases.

Léoville Las Cases verfügt im Norden von Saint-Julien in direkter Nachbarschaft von Latour und den beiden Pichon-Longueville-Gütern über 40 ha der allerbesten Lagen zwischen der berühmten D2 und der Gironde, die dem Grand Vin vorbehalten sind (Clos Léoville Las Cases). Für die perfekte Entwässerung der Kiesböden sorgt ein kleiner Bach, der die Appellationsgrenze zu Pauillac markiert. Auf der gegenüber liegenden Strassenseite befindet sich das gut 50 ha große Terrior des Zweitweins, des "Clos du Marquis".


Das Château liegt mitten im Ort St.-Julien auf beiden Seiten der Hauptstrasse.

Léoville Las Cases ist eines der drei Léoville Güter (neben Barton und Poyferré), die alle drei als 2éme Crus klassifiziert sind. Allerdings ragt Las Cases bei der Qualität gegenüber den anderen beiden Châteaus heute heraus. Die Aufteilung des einstmals im Besitz des Alexandre de Gascq, Seigneur de Léoville, befindlichen Gutes geht in das 18. Jahrhundert zurück. Als einer der Erben emigrierte, wurde sein Anteil verstaatlicht und anschließend mehrmals weiterverkauft. Schließlich erwarb die irische Familie Barton diesen Besitz, der heute Léoville Barton heißt und sich immer noch im Familienbesitz befindet. 1840 wurde das verbliebene Erbe aufgeteilt, der Teil, den der älteste Sohn erhielt wurde zu Léoville Las Cases, die Schwester heiratete den Baron de Poyferré und gründete ebenfalls ein Weingut.


Es gibt im Médoc sicher schönere Chais, aber nicht viele, in denen besserer Wein liegt.

Bis in die heutige Zeit hinein zieht sich das Streben und der Wettbewerb um die besten Qualitäten der unterschiedlichen Besitzer. Kurioserweise teilen sich Las Cases und Poyferré in der Ortschaft Saint Julien auf beiden Seiten der Dorfstrasse den Gutsbesitz. Als Folge dessen liegen beide Châteaus über Kreuz verteilt ebenfalls auf beiden Strassenseiten. Nur gut, dass diese kleine Strasse wenig befahren ist.

Léoville Las Cases befindet sich heute im Besitz der Familie Delon und wurde geprägt von dem erst vor wenigen Jahren verstorbenen Michel Delon. Heute führt sein Sohn Jean-Hubert Delon das Gut mit der gleichen Hingabe und dem gleichen Hang zur Perfektion wie sein Vater.