Château Beychevelle

F-33250 Saint-Julien-Beychevelle
Tel. +33-(0)556-732070
Fax +33-(0)556-732071

mdv@beychevelle.com
www.beychevelle.com
Grands Crus Classés du Médoc en 1855



Viele Weinliebhaber, die das erste Mal das Médoc besucht haben, werden an Château Beychevelle ganz besondere Erinnerungen haben. Wenn man von Bordeaux kommend in berühmte D2 nach Norden fährt und sich Saint-Julien nähert, führt die Strasse einen kleinen steilen Hügel nach oben und knickt nach links ab. Und plötzlich steht man vor dem Château Beychevelle und befindet sich wie in einer anderen Welt. Weinberge wohin man blickt, ein wirklich wunderschönes und sehr gepflegtes Château mit einer traumhaften Parkanlage. An der Strassenseite ist mit kleinen Buchsbäumchen der Name "Beychevelle" geschrieben. Alles sieht perfekt aus, ein Hauch von Disney-Land. Und keine Sorge, wenn Sie der D2 weiter folgen, werden Sie die nächsten knapp 20 km auch nicht wieder aufwachen...auf der gegenüberliegenden Strassenseite wartet schon das nächste Château.

Château Beychevelle ist ein sehr altes Weingut, das schon im Mittelalter bestand. Der Name stammt aus den Wörtern "baisse-voile" und nimmt Bezug auf die Legende, dass vorbei fahrende Schiffe zum Gruß des Besitzers Großadmiral Jean-Louis Nogaret de la Valette die Segel auf Halbmast nehmen mußten ("die Segel streichen"). Diese Szene prangt bis heute als Emblem auf den Etiketten des Châteaus. Das Schloß wurde im 17. Jahrhundert errichtet, mehrmals um- und ausgebaut und erst vor wenigen Jahren restauriert. Der prächtige barocke Stil macht das Schloß zu einem der schönsten des Bordelais und ist zusammen mit den herrlichen Blumengärten eine Reise alleine wert. Berühmt ist auch die große Libanonzeder im Innenhof zur Strassenseite. Wie alt sie wohl sein mag?



Château Beychevelle ist ein 4ème Cru Classé und steht etwas im Schatten des berühmteren nördlichen Nachbarn Château Ducru Beaucaillou. Dafür ist es ein besonders besucherfreundliches Château, ein eigener kleiner Pavillon empfängt die Gäste auch ohne Voranmeldung, was sonst im Médoc kaum möglich ist.

Von einer Gesamtfläche von 250 ha stehen 90 ha unter Reben, davon in 2006 71,7 ha in der A.O.C. Saint-Julien. Mit einer Produktionsmenge von 50.000 Kisten gehört Beychevelle zu den großen Gütern. 62 % der Rebflächen sind mit Cabernet Sauvignon, 31 % mit Merlot, 5 % mit Cabernet Franc und 2 % mit Petit Verdot bestockt. Die Weine können zwar qualitativ nicht mit den Spitzenweinen von Saint-Julien mithalten, sind dafür aber besonders preiswert. Auch gesuchte ältere Jahrgänge bleiben bezahlbar und bereiten viel Trinkvergnügen - auch weil man nicht allzu lange lagern muß. Die besten Jahrgänge der jüngsten Vergangenheit sind 2000 (91 RP), 1989 (89 RP), 1986 (92 RP) und 1982 (95 RP).