Château Figeac - 2017 (Saint-Émilion)

Château Figeac
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...zum Bericht der Subskription 2017


Die Geschichte des Figeac 2017 ist schon fast als dramatisch zu bezeichnen. Der Frost im April 2017 hatte schwere Schäden verursacht. In einem beispiellosen Kraftakt hat das gesamte Team um diesen Jahrgang gekämpft. Und dann diesen wunderbaren Wein gemacht. Er hat genau die Frucht, die vielen Nachbarn in 2017 fehlte. Schöne Balance, bereits gut eingebundene, seidenweiche Tannine und ein eindrucksvolles Finish. Eine Legende ist er wegen der herausragenden Leistung des Figeac-Teams.



Château Figeac wurde von dem April-Frost schwer getroffen. Rund die Hälfte der Rebstöcke war erfroren, vom Cabernet Franc blieben nur etwa 10% übrig. Das Team von Figeac war wie gelähmt. Direktor Frédéric Faye rief am Morgen die Mannschaft zusammen und erklärte, 1961 hätte es ebenfalls einen verheerenden Frost gegeben und dann wurde es ein Jahrhundertjahrgang. Man hätte aber nur wenige Tage Zeit. Erstmals halfen bis zur Sekretärin alle Mitarbeiter mit und beschnitten in nur 10 Tagen 20.000 Rebstöcke. Eine Leistung, auf die man zu Recht immer noch extrem stolz ist.

Bei sehr guten Wetterbedingungen bildeten sich rasch Trauben der 2. Generation, die eine Wachstumsverzögerung von anfangs fast vier Wochen bis zur Ernte auf 18 Tage verkürzten. Diese Trauben wurden mit größter Sorgfalt in mehreren Durchläufen gelesen und komplett separat vinifiziert. Am Ende verwendete man die Trauben mit etwa 10% der Merlot-Komponente. Verkostungen hatten ergeben, dass diese Blendbeimischung den Merlot deutlich verbesserte. Einige Zeit war man durchaus der Meinung, dass man in 2017 überhaupt keinen Cabernet Franc haben würde.

Was für Figeac den Jahrgang aber wirklich rettete, war der Cabernet Sauvignon. Unbestritten war 2017 ein Jahr des Cabernet Sauvignons und das ist nunmal auf diesem besonderen Terroir die Paradetraube, auf die man sich fokussiert hat. Die hohen Kieshügel ohne Lehmanteile sind ideal für Cabernet Sauvignon. Am Ende resultierte ein Blend von 47% Cabernet Sauvignon, 43% Merlot und 10% Cabernet Franc. Mit einem Ernteertrag von nur 22 hl/ha erreichte man nicht einmal die Hälfte eines durchschnittlichen Jahres.

Château Figeac 2017
Madame Blandine Manoncourt präsentiert stolz den Jahrgang 2017, Ergebnis eines der arbeitsreichsten Jahrgänge überhaupt.

Der Wein ist angesichts der Probleme mit dem Jahrgang unglaublich gut. Die tiefe, aber funkelnde Farbe signalisiert Konzentration und gesunde Trauben. In der Nase ist der Figeac 2017 noch ziemlich zurückhaltend, es zeigen sich jedoch schon feine Aromen schwarzer Früchte und etwas Tabak. Der Wein von mittlerem Körper hat eine sehr schöne, samtweiche Textur mit gut eingebundenen Tanninen. Während einige Weine in der Nähe von Figeac starke Parfümnoten zeigen, ergänzen hier deutliche Fruchtaromen das Spektrum auf perfekte Weise. Der Wein bleibt in Balance bis in den delikaten Abgang mit schöner Lange.

Ein richtiger schöner Figeac ist das trotz der Schwierigkeiten geworden. Zu den ganz großen Weinen der Jahrgänge zuvor ist der Abstand unübersehbar. Dennoch ein tolles Ergebnis. Eine Legende wird dieser Wein alleine durch den Kampf eines großartigen Teams werden.

Château Figeac
Die Entscheidung für den Neubau ist direkt vor der Primeurs 2018 gefallen. Das Modell zeigt schon, wie der Neubau aussehen soll.

Blandine Manoncourt erlaubte uns nach der Verkostung noch einen Blick in die Zukunft von Château Figeac. Nach einigen Querelen hat man sich entschlossen, in einen kompletten Kellerei-Neubau zu investieren. In einem Nebenraum stand ein Modell der neuen, weitgehend unterirdischen Anlage, das wenige Tage später der Presse vorgestellt wurde. Und wir dürfen natürlich nun auch unser Bild veröffentlichen. Auf 1600 qm pro Ebene hofft man, bereits den Jahrgang 2019 vinifizieren zu können. Hauptziel ist es, die Präzision der Assemblage durch noch kleinteiligere Vinifikation zu erhöhen.


Weintyp:
Rotwein
Rebsorten:
Cabernet Sauvignon 47%
Merlot 43%
Cabernet Franc 10%
Alkohol:
13,5%
Barrique:
18 Monate
Weinlese:
Die Weinlese gestaltete sich in 2017 als sehr komplex. Bis zu vier Durchläufe pro Parzelle waren notwendig. Die Ernte zog sich über die Periode vom 07. September bis zum 02. Oktober fast einen ganzen Monat lang hin.