Der LODOVICO 2018


Weinbewertung 4 Sterne von 5


Der Lodovico 2018 ist ein Wein von großer Finesse, den man eher in Pomerol suchen würde.

Dass sich beim Wein ein großes Terroir letztlich immer gegen die Jahrgangscharakteristik durchsetzt ist eines der großen Geheimnisse der Oenologie. Der Lodovico 2018 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Das satte Rubinrot mit leicht bräunlichen Reflexen am Rand ist ungewöhnlich transparent. Die kraftvolle Nase zeigt die für den Lodovico typischen Aromen von reifen Kirschen, etwas Holz, ganz dezente Schokolade und eine kräftige Würze mit deutlicher mediterraner Kräuteraromatik. Das feine Bukett entwickelt sich über Minuten im Glas immer intensiver und belegt, dass der noch sehr junge Wein sein ganzes Potenzial noch nicht offenlegt.

Am Gaumen entfaltet sich sofort die seidenweiche Textur mit schön integrierten Tanninen. Alles wirkt sehr elegant, rund und mit einer feinen Säurespur unterlegt, die die saftige Kirschfrucht präzise hervorhebt. Der Lodovico 2018 ist insbesondere am Gaumen nicht so wuchtig wie der Jahrgang 2017, aber immer noch mit viel Kraft, Dichte und Frucht beladen. Dunkle Beeren treten immer deutlicher hervor, genauso wie der mineralische Touch (nasser Stein) und immer wieder die feine Kräuteraromatik.

Der Abgang startet mit einem kräftigen Schuss Würze, der die sehr präzise Kirschnote noch einmal betont. Bei aller Eleganz erstaunt immer noch die für den Jahrgang unglaubliche Dichte und Persistenz. Jetzt zeigt der Lodovico doch noch seine Gene als Toskaner, seine Trauben waren in 2018 einfach so vielen schönen Sonnenstunden ausgesetzt.

Diesen ausgesprochenen Finessewein mit Anleihen an einen Pomerol, würde man nicht in der Toskana ansiedeln, wenn es diese wunderbare Kräuteraromatik nicht gäbe. Der Lodovico 2018 wirkt leichter und vor allem eleganter als die Vorjahre. Die Kräuternoten erinnern übrigens an einen Ornellaia, aber der wächst ja nur wenige Meter entfernt direkt im Nachbargrundstück, das schon zu Bolgheri gehört. Das Terroir können eben beide Weine nicht verleugnen.

Fassprobe des finalen Blends, verkostet im Juni 2021

Die Tenuta di Biserno




Die Tenuta di Biserno wurde bereits 1995 von den Brüdern Piero und Lodovico Antinori gepachtet, aber eigentlich ist sie Lodovicos Projekt, der sich mit Biserno Erweiterungsflächen für Ornellaia sichern wollte. Doch dann kam es mit Ornellaia bekanntlich anders und Biserno wurde eigenständig.

Biserno liegt zwar in Bibbona, grenzt mit ihren Rebflächen aber direkt an die DOC Bolgheri an. Anders als bei Ornellaia setzte Lodovico Antinori diesmal auf den spät reifenden Cabernet Franc, der in den Hügellagen von Bibbona und auch im benachbarten Bolgheri perfekte Bedingungen findet. Und das war eine goldrichtige Entscheidung. Die Weinpalette um den wichtigsten Wein, den Biserno, wird ergänzt durch den Zweitwein "Il Pino" und eine Cabernet Franc Selektion in kleinen Auflagen und nur in den besten Jahren mit dem Namen "Lodovico" an der Spitze. Der kräftige Rosé "SOF" und der auf Syrah basierende "Insoglio" runden das Weinangebot nach unten ab.

Seit dem Jahrgang 2011 kann man bei Biserno von einem Durchbruch sprechen und seit dem Jahrgang 2013 gehört die Tenuta di Biserno zu den ganz großen Produzenten in und um Bolgheri. Mit den großen Weinen aus 2015 und 2016 mit unglaublich hohen Bewertungen konnte man sich sogar in der Elite Italiens ganz oben verankern.

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Der Jahrgang 2018 in Bibbona/Bolgheri


Jahrgangsbewertung 3 Sterne von 5

Weinreben haben ein langes Gedächtnis und sind damit auch geprägt vom Wetterlauf des Vorjahres. 2017 war in Bolgheri extrem heiß und noch extremer trocken. Lange nach der Ernte kam dann der ersehnte Regen und idealerweise immer mit leichten Schauern ohne Starkregen. Die Wasserreservoire konnten sich so langsam und vollständig über viele Wochen hinweg füllen. Ein an der Küste sehr seltener leichter Frost bedeckte die Weinberge im Winter eine Nacht mit etwas Schnee, ein Ereignis, das höchstens alle 20 Jahre einmal auftritt.

Der Regen setzte sich im Frühjahr fort und sowohl im April als auch im Juli regnete es an mehr als 15 Tagen. Der Feuchtedruck war enorm und viele Winzer mussten eingreifen. Nach einer guten Blüte kam ein schöner und trockener Sommer mit einigen Hitzespitzen, die aber nicht ungewöhnlich waren. Nach einer schwülen und heißen Periode mit weniger Sonne als im Durchschnitt kühlte es in der letzten Augustwoche ab und in schönem Spätsommerwetter mit viel Sonne und Wärme sowie schon richtig kühlen Nächten konnten die Trauben optimal ausreifen. Die Ernte begann, unterbrochen durch einige Regentage, in der letzten Augustwoche mit den frühreifen Merlotparzellen und endete im Oktober mit Cabernet und Petit Verdot. Wenn man rechtzeitig erntete, konnte auch der Ende Oktober einsetzende Regen keinen Schaden mehr anrichten. Insgesamt ein eher kühler, sehr später Jahrgang mit viel Regen, aber nicht zur falschen Zeit.

zum Jahrgangsbericht 2018

Weinbeschreibung


Weinbewertung 4 Sterne von 5


Der Lodovico 2018 ist ein Wein von großer Finesse, den man eher in Pomerol suchen würde.

Dass sich beim Wein ein großes Terroir letztlich immer gegen die Jahrgangscharakteristik durchsetzt ist eines der großen Geheimnisse der Oenologie. Der Lodovico 2018 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Das satte Rubinrot mit leicht bräunlichen Reflexen am Rand ist ungewöhnlich transparent. Die kraftvolle Nase zeigt die für den Lodovico typischen Aromen von reifen Kirschen, etwas Holz, ganz dezente Schokolade und eine kräftige Würze mit deutlicher mediterraner Kräuteraromatik. Das feine Bukett entwickelt sich über Minuten im Glas immer intensiver und belegt, dass der noch sehr junge Wein sein ganzes Potenzial noch nicht offenlegt.

Am Gaumen entfaltet sich sofort die seidenweiche Textur mit schön integrierten Tanninen. Alles wirkt sehr elegant, rund und mit einer feinen Säurespur unterlegt, die die saftige Kirschfrucht präzise hervorhebt. Der Lodovico 2018 ist insbesondere am Gaumen nicht so wuchtig wie der Jahrgang 2017, aber immer noch mit viel Kraft, Dichte und Frucht beladen. Dunkle Beeren treten immer deutlicher hervor, genauso wie der mineralische Touch (nasser Stein) und immer wieder die feine Kräuteraromatik.

Der Abgang startet mit einem kräftigen Schuss Würze, der die sehr präzise Kirschnote noch einmal betont. Bei aller Eleganz erstaunt immer noch die für den Jahrgang unglaubliche Dichte und Persistenz. Jetzt zeigt der Lodovico doch noch seine Gene als Toskaner, seine Trauben waren in 2018 einfach so vielen schönen Sonnenstunden ausgesetzt.

Diesen ausgesprochenen Finessewein mit Anleihen an einen Pomerol, würde man nicht in der Toskana ansiedeln, wenn es diese wunderbare Kräuteraromatik nicht gäbe. Der Lodovico 2018 wirkt leichter und vor allem eleganter als die Vorjahre. Die Kräuternoten erinnern übrigens an einen Ornellaia, aber der wächst ja nur wenige Meter entfernt direkt im Nachbargrundstück, das schon zu Bolgheri gehört. Das Terroir können eben beide Weine nicht verleugnen.

Fassprobe des finalen Blends, verkostet im Juni 2021

Über das Weingut




Die Tenuta di Biserno

Die Tenuta di Biserno wurde bereits 1995 von den Brüdern Piero und Lodovico Antinori gepachtet, aber eigentlich ist sie Lodovicos Projekt, der sich mit Biserno Erweiterungsflächen für Ornellaia sichern wollte. Doch dann kam es mit Ornellaia bekanntlich anders und Biserno wurde eigenständig.

Biserno liegt zwar in Bibbona, grenzt mit ihren Rebflächen aber direkt an die DOC Bolgheri an. Anders als bei Ornellaia setzte Lodovico Antinori diesmal auf den spät reifenden Cabernet Franc, der in den Hügellagen von Bibbona und auch im benachbarten Bolgheri perfekte Bedingungen findet. Und das war eine goldrichtige Entscheidung. Die Weinpalette um den wichtigsten Wein, den Biserno, wird ergänzt durch den Zweitwein "Il Pino" und eine Cabernet Franc Selektion in kleinen Auflagen und nur in den besten Jahren mit dem Namen "Lodovico" an der Spitze. Der kräftige Rosé "SOF" und der auf Syrah basierende "Insoglio" runden das Weinangebot nach unten ab.

Seit dem Jahrgang 2011 kann man bei Biserno von einem Durchbruch sprechen und seit dem Jahrgang 2013 gehört die Tenuta di Biserno zu den ganz großen Produzenten in und um Bolgheri. Mit den großen Weinen aus 2015 und 2016 mit unglaublich hohen Bewertungen konnte man sich sogar in der Elite Italiens ganz oben verankern.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2018 in Bibbona/Bolgheri

Jahrgangsbewertung 3 Sterne von 5

Weinreben haben ein langes Gedächtnis und sind damit auch geprägt vom Wetterlauf des Vorjahres. 2017 war in Bolgheri extrem heiß und noch extremer trocken. Lange nach der Ernte kam dann der ersehnte Regen und idealerweise immer mit leichten Schauern ohne Starkregen. Die Wasserreservoire konnten sich so langsam und vollständig über viele Wochen hinweg füllen. Ein an der Küste sehr seltener leichter Frost bedeckte die Weinberge im Winter eine Nacht mit etwas Schnee, ein Ereignis, das höchstens alle 20 Jahre einmal auftritt.

Der Regen setzte sich im Frühjahr fort und sowohl im April als auch im Juli regnete es an mehr als 15 Tagen. Der Feuchtedruck war enorm und viele Winzer mussten eingreifen. Nach einer guten Blüte kam ein schöner und trockener Sommer mit einigen Hitzespitzen, die aber nicht ungewöhnlich waren. Nach einer schwülen und heißen Periode mit weniger Sonne als im Durchschnitt kühlte es in der letzten Augustwoche ab und in schönem Spätsommerwetter mit viel Sonne und Wärme sowie schon richtig kühlen Nächten konnten die Trauben optimal ausreifen. Die Ernte begann, unterbrochen durch einige Regentage, in der letzten Augustwoche mit den frühreifen Merlotparzellen und endete im Oktober mit Cabernet und Petit Verdot. Wenn man rechtzeitig erntete, konnte auch der Ende Oktober einsetzende Regen keinen Schaden mehr anrichten. Insgesamt ein eher kühler, sehr später Jahrgang mit viel Regen, aber nicht zur falschen Zeit.

Datenblatt


Rotwein
14,5% Alkohol
Cabernet Franc
Merlot
Petit Verdot
Die Trauben werden rigoros auf einem vibrierenden Band aussortiert, entrappt und schonend zerstoßen. Die anschließende Fermentation erfolgt über drei bis vier Wochen in Edelstahltanks bei max. 28°C. 80% des frischen Weins durchläuft die malolaktische Gärung in Eichenfässern, der Rest verbleibt im Stahltank, um die Frische des Weins zu erhalten.
Oenologin: Helena Lindberg; Berater: Michel Rolland
18 Monate
Erzeuger / Abfüller
Tenuta di Biserno | Tenuta di Biserno Soc. Agr. a r.l | Palazzo Gardini | Piazza Gramsci, 9 | I-57020 Bibbona (LI) | Italien
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße

Datenblatt


Rotwein
14,5% Alkohol
Cabernet Franc
Merlot
Petit Verdot
Die Trauben werden rigoros auf einem vibrierenden Band aussortiert, entrappt und schonend zerstoßen. Die anschließende Fermentation erfolgt über drei bis vier Wochen in Edelstahltanks bei max. 28°C. 80% des frischen Weins durchläuft die malolaktische Gärung in Eichenfässern, der Rest verbleibt im Stahltank, um die Frische des Weins zu erhalten.
Oenologin: Helena Lindberg; Berater: Michel Rolland
18 Monate
Erzeuger / Abfüller
Tenuta di Biserno | Tenuta di Biserno Soc. Agr. a r.l | Palazzo Gardini | Piazza Gramsci, 9 | I-57020 Bibbona (LI) | Italien
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
LODOVICO 2018

469,00 €
0,75 l (625,33 €/l)

Tenuta di Biserno

16 Jahrgänge / Weine



SOF Rosé
0,75 l
20,90 €
(27,87 €/l)
SOF Rosé
0,75 l
20,90 €

(27,87 €/l)
49,90 €
(33,27 €/l)
SOF Rosé - MAGNUM
1,50 l
49,90 €

(33,27 €/l)
Biserno
0,75 l
159,00 €
(212,00 €/l)
Biserno
0,75 l
159,00 €

(212,00 €/l)
349,00 €
(232,67 €/l)
Biserno - MAGNUM
1,50 l
349,00 €

(232,67 €/l)
Il Pino
0,75 l
44,90 €
(59,87 €/l)
Il Pino
0,75 l
44,90 €

(59,87 €/l)
Biserno
0,75 l
169,00 €
(225,33 €/l)
Biserno
0,75 l
169,00 €

(225,33 €/l)
24,90 €
(33,20 €/l)
Insoglio del Cinghiale
0,75 l
24,90 €

(33,20 €/l)
LODOVICO
0,75 l
469,00 €
(625,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
469,00 €

(625,33 €/l)
Biserno
0,75 l
169,00 €
(225,33 €/l)
Biserno
0,75 l
169,00 €

(225,33 €/l)
Il Pino
0,75 l
49,00 €
(65,33 €/l)
Il Pino
0,75 l
49,00 €

(65,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
469,00 €
(625,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
469,00 €

(625,33 €/l)
Biserno
0,75 l
199,00 €
(265,33 €/l)
Biserno
0,75 l
199,00 €

(265,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
559,00 €
(745,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
559,00 €

(745,33 €/l)
Biserno
0,75 l
229,00 €
(305,33 €/l)
Biserno
0,75 l
229,00 €

(305,33 €/l)
LODOVICO
0,75 l
489,00 €
(652,00 €/l)
LODOVICO
0,75 l
489,00 €

(652,00 €/l)
LODOVICO
0,75 l
489,00 €
(652,00 €/l)
LODOVICO
0,75 l
489,00 €

(652,00 €/l)

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