Château Ausone

Château Ausone
F-33330 Saint Émilion
Frankreich


www.chateau-ausone-saint-emilion.com

Über Château Ausone


Château Ausone ist der einzige der Super-8 Premiers des Bordelais, bei dem man die Extraklasse des Terroirs unmittelbar sieht. Die 7,3 ha Rebflächen liegen direkt an der Abrißkante des Kalkstein-Hochplateaus von Saint-Émilion mit Blick hinunter auf das Kiesbett der Dordogne. Direkt darunter befinden sich die Rebhänge von La Gaffelière. Die Rebzeilen zeichnen in perfekter Südlage die Form eines Amphittheaters nach. Die durchschnittlich 50 Jahre alten Rebstöcke bestehen zu 50 % aus Merlot und zu 50 % aus Cabernet Franc, also für die Region ein eher geringerer Merlotanteil, ähnlich der Bestockung von Cheval Blanc, dem zweiten Premier Grand Cru Classé A der berühmten Appellation.


Ausone ist noch ein sehr traditionelles Château, kein moderner Prachtbau.

Auf Grund der besonders kleinen Rebfläche (selbst Pétrus umfasst über 11 ha) sind die Weine extrem rar und dem entsprechend gesucht und teuer. Der hohe Cabernet Franc Anteil verleiht den Weinen eine typische Würze. Seit Michel Rolland 1995 die Beratung übernahm haben die Weine auch noch an Konzentration zugelegt und sind ungemein aromatisch und verführerisch. Das war allerdings nicht immer so. Bei den allgemein als Spitzenjahrgang anerkannten Topweinen klafft zwischen 1929 und 1982 eine lange Lücke, die insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren eklatant war. Die jüngsten Jahrgänge sind jedoch stets unter den besten Weinen des Bordelais. Château Ausone produziert zusätzlich noch einen Zweitwein Chapelle d`Ausone.


Alain Vaulthier am Eingang in den berühmten Felsenkeller outet sich als Fan von weinrouten

Man kann die Geschichte dieses Châteaus nicht beschreiben, ohne vom dem Namensgeber Ausonius zu sprechen, der bereits im 4. Jahrhundert geboren wurde und als römischer Lehrmeister u.a. von Gratian wirkte. Später kehrte er wieder nach Bordeaux zurück und verfasst auch Schriften über Weinbau. Ob er aber tatsächlich Rebflächen auf dem heutigen Gut Ausone besaß ist nicht überliefert, allerdings befand sich auf dem Gelände eine römische Villa. Die moderne Geschichte beginnt im 18. Jahrhundert, als Ausone in das Eigentum der Familie Cantenat überging. Seit dieser Zeit verblieb Ausone in Familienbesitz, der um das Nachbargut Belair erweitert wurde. Nach einem erbitterten Kampf um das Erbe zwischen zwei Familienstämmen, der bis vor Gericht ging, siegte schließlich Alain Vauthier, dem Château Ausone heute komplett gehört. Beflügelt durch eine schon fast historisch zu bezeichnende Serie von sehr guten Jahrgängen, die auf einen hochliquiden, aufnahmebereiten Markt trifft, konnte auch Ausone zuletzt enorm hohe Preise für seine Weine verlangen. Der dadurch erzielte Wohlstand drückt sich nun in höchst aufwändigen Neubauten aus und auch Château Ausone macht da keine Ausnahme. So gilt derzeit: keine Besucher (als Premier finden sich sowieso nigends Schilder, die den Weg weisen würden) und hoch in den Himmel ragende, mächtige Baukräne.