Veuve Clicquot La Grande Dame 2008

Veuve Clicquot
1, place des Droits de l'Homme
F-51100 Reims
Frankreich

www.veuve-clicquot.com
92% Pinot Noir und nur 8% Chardonnay sind ein absoluter Rekord bei der Grande Dame von Veuve Clicquot und machen einen bemerkenswerten Champagner aus, der kaum in alte Muster passt. Unglaublich süß und weich präsentiert sich dieser große Jahrgang, geprägt von extrem reifen Hollunderaromen. Etwas mehr Säure hätte ihm aber gut getan.

Weinbewertung 2 Sterne von 5

Der Jahrgang 2008 in der Champagne


Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Große Champagner-Jahrgänge leben von einer großartigen Balance von Reife, Frucht und Säure. Diese Kombination ist so selten, da im Herbst oft Mehltau die gesunden Trauben bedroht. Die Champagner-Winzer wünschen sich daher im September und Oktober stets trockene Winde und sonniges Wetter. War in früheren Jahren mangelnde Reife oft ein Problem, so gibt mit der allgemeinen Klimaerwärmung hier nur noch selten Grund zur Klage. Wärme in Verbindung mit feuchtem Wetter vor und während der Ernte ist aber fast immer ein Problem, denn dann können die Winzer die Erntezeitpunkte nicht nach der Ausreifung optimal bestimmen und werden zu früh zum Ernten gezwungen.

Der Wetterverlauf in 2008 entsprach ab Anfang September so ziemlich genau dem Ideal der Champagner-Winzer. Es war durchgehend schönes Wetter, tagsüber warm genug für die perfekte Ausreifung und nachts kühl genug, um die frische Säure zu konservieren. Das stabile Wetter nahm den Druck von den Erntezeitpunkten, jede Parzelle konnte zum optimalen Zeitpunkt abgeerntet werden. In dem eher ungünstigen Wetterverlauf die Monate vorher wuchsen die Beeren zu einer überschaubaren Größe mit dicken Schalen heran, was für die aromatische Intensität von großem Vorteil war. Lange Zeit hatte es nach einem schwachen Jahrgang ausgesehen. Es war zuerst zu feucht, später trocken, aber fast immer zu kühl. Ein kühler März verzögerte die Knospung und eisige Temperaturen beeinträchtigten die Blüte. Der Juli war noch heiß und stürmisch, doch im August kühlte es merklich ab. Zudem fehlte im August zunächst die Sonne, die Reifung verlief sehr langsam. Später aber drehte das Wetter doch noch zum Guten und die Sonne blieb ebenso wie die frischen Winde bis über den gesamten Erntezeitraum.

Die Champagner aus dem Jahrgang 2008 zeichnen sich durch eine ausgeprägte Terroir-Charakteristik aus. Da keine spezielle Region in der Champagne im Vor- oder Nachteil war, gerieten alle drei Rebsorten gleichermaßen gut. Als eher kühler Jahrgang sind die Champagner stahlig mineralisch, elegant und säurebetont. Jahrgangsvergleiche sind immer sehr schwierig, aber 1988 war einigermaßen ähnlich.

Jahrgangsbericht 2008

Die Veuve Clicquot Grande Dame 2008




Die Cuvée "La Grande Dame" wurde erstmals 1972 anläßlich des 200-jährigen Bestehens des Hauses mit dem Jahrgang 1962 präsentiert, ist immer ein Jahrgangschampanger, wird nur in sehr guten Jahren deklariert und meist als Blanc und als Rosé aufgelegt. Die Trauben stammen aus acht der besten Grands Crus Parzellen, die jeweils einzeln vinifiziert werden. Die Champagner werden in handgeblasenen Flaschen mindestens acht Jahre auf der Hefe gereift, bevor sie vermarktet werden. Die Mengen sind sehr klein, der Preis reicht in die Liga der anderen Prestige-Cuvées. Zielmarkt ist eindeutig die Spitzengastronomie, der Anspruch auf dem Niveau eines Grand Cru Weißweins.

Der Wetterverlauf in 2008 war eher kühl, die Vegetation aber entwickelte sich ohne größere negative Einflüsse über einen langen Zeitraum. Das waren perfekte Bedingungen für den Pinot Noir und damit eine Steilvorlage für den ausgesprochenen Pinot Fan, Kellermeister Dominique Demarville. Und so finden sich 92% Pinot Noir im Blend, ein absoluter Rekord für eine Grande Dame, fast ein Stilwechsel. Sein Ziel war es, die Eleganz des Pinot Noir in diesem Champagner herauszustellen. Leider ist das nach unserer Ansicht nicht optimal gelungen.

In der Nase wirkt der strohgelbe Champagner sehr zurückhaltend, ja fast zart. Die Perlage ist fein und wenig lebhaft. Am Gaumen entwickelt der Champagner eine weiche, süße und reife Frucht mit dominanten Holunder-Aromen ohne markanten Druck. Nach rund neun Jahren Hefelagerung zeigen sich leichte Briochenoten. Die Grande Dame 2008 wirkt sehr zurückhaltend, fast überreif in der Frucht. Im Abgang wieder deutliche Holundernoten und eine füllige, seidenweiche Textur. Irgendwie aber fehlt dem Champagner eine stützende Säurestruktur, die 8 % Chardonnay haben keine Chance, der reichen Frucht etwas entgegenzusetzen.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2008 in der Champagne

Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Große Champagner-Jahrgänge leben von einer großartigen Balance von Reife, Frucht und Säure. Diese Kombination ist so selten, da im Herbst oft Mehltau die gesunden Trauben bedroht. Die Champagner-Winzer wünschen sich daher im September und Oktober stets trockene Winde und sonniges Wetter. War in früheren Jahren mangelnde Reife oft ein Problem, so gibt mit der allgemeinen Klimaerwärmung hier nur noch selten Grund zur Klage. Wärme in Verbindung mit feuchtem Wetter vor und während der Ernte ist aber fast immer ein Problem, denn dann können die Winzer die Erntezeitpunkte nicht nach der Ausreifung optimal bestimmen und werden zu früh zum Ernten gezwungen.

Der Wetterverlauf in 2008 entsprach ab Anfang September so ziemlich genau dem Ideal der Champagner-Winzer. Es war durchgehend schönes Wetter, tagsüber warm genug für die perfekte Ausreifung und nachts kühl genug, um die frische Säure zu konservieren. Das stabile Wetter nahm den Druck von den Erntezeitpunkten, jede Parzelle konnte zum optimalen Zeitpunkt abgeerntet werden. In dem eher ungünstigen Wetterverlauf die Monate vorher wuchsen die Beeren zu einer überschaubaren Größe mit dicken Schalen heran, was für die aromatische Intensität von großem Vorteil war. Lange Zeit hatte es nach einem schwachen Jahrgang ausgesehen. Es war zuerst zu feucht, später trocken, aber fast immer zu kühl. Ein kühler März verzögerte die Knospung und eisige Temperaturen beeinträchtigten die Blüte. Der Juli war noch heiß und stürmisch, doch im August kühlte es merklich ab. Zudem fehlte im August zunächst die Sonne, die Reifung verlief sehr langsam. Später aber drehte das Wetter doch noch zum Guten und die Sonne blieb ebenso wie die frischen Winde bis über den gesamten Erntezeitraum.

Die Champagner aus dem Jahrgang 2008 zeichnen sich durch eine ausgeprägte Terroir-Charakteristik aus. Da keine spezielle Region in der Champagne im Vor- oder Nachteil war, gerieten alle drei Rebsorten gleichermaßen gut. Als eher kühler Jahrgang sind die Champagner stahlig mineralisch, elegant und säurebetont. Jahrgangsvergleiche sind immer sehr schwierig, aber 1988 war einigermaßen ähnlich.

Weinbeschreibung




Die Cuvée "La Grande Dame" wurde erstmals 1972 anläßlich des 200-jährigen Bestehens des Hauses mit dem Jahrgang 1962 präsentiert, ist immer ein Jahrgangschampanger, wird nur in sehr guten Jahren deklariert und meist als Blanc und als Rosé aufgelegt. Die Trauben stammen aus acht der besten Grands Crus Parzellen, die jeweils einzeln vinifiziert werden. Die Champagner werden in handgeblasenen Flaschen mindestens acht Jahre auf der Hefe gereift, bevor sie vermarktet werden. Die Mengen sind sehr klein, der Preis reicht in die Liga der anderen Prestige-Cuvées. Zielmarkt ist eindeutig die Spitzengastronomie, der Anspruch auf dem Niveau eines Grand Cru Weißweins.

Der Wetterverlauf in 2008 war eher kühl, die Vegetation aber entwickelte sich ohne größere negative Einflüsse über einen langen Zeitraum. Das waren perfekte Bedingungen für den Pinot Noir und damit eine Steilvorlage für den ausgesprochenen Pinot Fan, Kellermeister Dominique Demarville. Und so finden sich 92% Pinot Noir im Blend, ein absoluter Rekord für eine Grande Dame, fast ein Stilwechsel. Sein Ziel war es, die Eleganz des Pinot Noir in diesem Champagner herauszustellen. Leider ist das nach unserer Ansicht nicht optimal gelungen.

In der Nase wirkt der strohgelbe Champagner sehr zurückhaltend, ja fast zart. Die Perlage ist fein und wenig lebhaft. Am Gaumen entwickelt der Champagner eine weiche, süße und reife Frucht mit dominanten Holunder-Aromen ohne markanten Druck. Nach rund neun Jahren Hefelagerung zeigen sich leichte Briochenoten. Die Grande Dame 2008 wirkt sehr zurückhaltend, fast überreif in der Frucht. Im Abgang wieder deutliche Holundernoten und eine füllige, seidenweiche Textur. Irgendwie aber fehlt dem Champagner eine stützende Säurestruktur, die 8 % Chardonnay haben keine Chance, der reichen Frucht etwas entgegenzusetzen.

Datenblatt


Champagner
12,5% Alkohol
Pinot Noir 92%
Chardonnay 8%

Datenblatt


Champagner
12,5% Alkohol
Pinot Noir 92%
Chardonnay 8%