Château Mouton-Rothschild 2016

Château Mouton-Rothschild
Baron Philippe de Rothschild SA
Rue de Grassi
F-33250 Pauillac
Frankreich

www.chateau-mouton-rothschild.com

...zum Bericht der Primeur 2016
Klassischer geht Mouton Rothschild nicht. Ein maskuliner Powerwein mit toller Finesse, großer Präzision und vielleicht der besten Balance der letzten Jahre(zehnte). Die Mouton-typischen Kräuteraromen waren lange nicht so sauber und delikat mit süßer Frucht verpackt. Und trotz aller Kraft und Dichte kein Ansatz von Fett oder Breite. Für Mouton-Fans ist das ein all-time Klassiker.

Weinbewertung 5 Sterne von 5
Château Mouton-Rothschild 2016

1.100,00 €

0,75 l (1.466,67 €/l)
sofort lieferbar


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Der Jahrgang 2016 in Bordeaux


Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Nicht nur in Zentraleuropa waren Frühjahr und Frühsommer verregnet, auch im Bordelais war der Feuchtedruck sehr hoch. In den ersten Monaten fiel der gesamte durchschnittliche Niederschlag eines ganzen Jahres. Die damit verbundenen großen Befürchtungen lösten sich aber am 23. Juni auf, dem Tag des letzten Regenfalls in der Region. Es setzte eine lange Periode extrem trockenen Wetters ein, die bis zum 23. September dauerte. So trocken war es im Bordelais seit Menschengedenken nicht mehr, der Niederschlag fiel auf nicht einmal ein Zehntel der üblichen Menge. Der stürmische Regen an diesem Tag drohte mit Hagel, glücklicherweise aber wurde kaum Schaden angerichtet. Die Trockenperiode schadete den Reben aber nicht, da die Wasserreservoirs sehr gut gefüllt waren. Die Ernte konnte dann wieder bei sehr guten Wetterbedingungen erfolgen ohne die gefürchtete Fäulnisproblematik - die Hoffnungen auf einen sehr guten Jahrgang sind berechtigt. Und auch mit den Ernteerträgen zeigen sich die Winzer zufrieden, besonders der Merlot zeigte eine sehr reichhaltige Ernte bis über 5000 l/ha.

2016 wird sicherlich ein Terroir-Jahrgang, denn es zeichnet die besten Terroirs eben aus, dass sie die Wetterextreme sehr gut puffern können. So sorgt eine perfekte Drainage der Kiesböden dafür, auch bei viel Regen den Feuchtedruck zu reduzieren, gleichzeitig helfen Lehmanteile, das Wasser für die Trockenperioden zu speichern.

Durch die große Trockenheit blieben die Beeren klein, die Tanninwerte erreichten teilweise Rekordhöhen. Im Gegensatz zu 2010 aber lag der Alkoholgehalt etwas niedriger, dazu kommt eine feine Säure. Im Ansatz ist dieser Jahrgang kein "hedonistischer" wie 2009, eher klassisch, aromatisch. Man wird sehen, welche Böden am besten mit der Trockenheit zurechtkamen. Dort, wo dies der Fall war, werden große Weine erwartet. Erste Stimmen sprechen von einem Finesse-Jahrgang, 2010 nicht unähnlich. Setzt sich die Parallele zu den 1990er Jahrgängen fort mit drei schlechten (1991, 1992, 1993), einem sehr ordentlichen (1994) und einem großen Jahrgang (1995)? 1996 war dann bei vielen Weingütern sogar noch besser als 1995. Alles eben nur 20 Jahre zeitversetzt. Das Bordelais ist ja so zahlenverliebt...

zum Jahrgangsbericht 2016

Der Château Mouton Rothschild 2016



Nach dem großen, opulenten 2015er noch ein herausragender Mouton-Jahrgang mit Power und Finesse und so Mouton.

Der 2. Tag der Primeurs hatte sehr gut angefangen. Gleich mit der ersten Runde konnten wir einen herausragenden Château Lafite verkosten. Der Nachbar Mouton Rothschild war nur wenige Minuten später angesetzt und die Erwartungen waren entsprechend hoch. Wie immer zelebriert man auf Mouton die Fahrt mit dem Golf-Car über die Strasse entlang des großen Chai zum Verkostungsraum, der zwar das Ambiente eines Schlosses würdig widerspiegelt für eine Primeurverkostung aber nicht optimal ist. Philippe Sereys de Rothschild war an diesem Morgen ebenso anwesend wie sein Führungsteam um Direktor Philippe Dhalluin und alle machten einen ausgesprochen gelösten Eindruck. Kein Wunder, denn der Wein, den sie präsentierten gehört zu den größten Jahrgängen dieses prestigeträchtigen Hauses. Seit Philippe Dhalluin 2004 die Leitung übernommen hat und nicht zuletzt durch die Großinvestition in eine völlig neue Weinguttechnik mit viel selektiverer Arbeitsweise hat sich die Qualität der Weine signifikant gesteigert.
Klassischer geht Mouton Rothschild nicht. Ein maskuliner Powerwein mit toller Finesse, großer Präzision und vielleicht der besten Balance der letzten Jahre(zehnte).
Die extremen Wetterbedingungen hat man auch hier gut weggesteckt. Dennoch sind die Tanninlevel extrem hoch, sogar höher als 2010, der Jahrgang, mit dem 2016 immer wieder verglichen wird. Was besonders verblüfft, ist die schiere Eleganz und Balance, gepaart mit einer unglaublichen Kraft und Dichte. Philippe Dhalluin betont, dass erstmals wieder Petit Verdot (1%) im Blend enthalten sei, eine Parzelle, die er 2011 neu anlegen lies. Und gerade in 2016 konnte der Petit Verdot perfekt ausreifen und im Wein die würzigen, pfeffrigen Noten noch verstärken. Das merkt man sofort in der Nase mit den intensiven Aromen einer würzigen und fruchtigen Kräutermasse. Zusammen mit den typischen floralen Noten verströmt der tiefviolette und undurchsichtige Wein das klassische Mouton-Bukett in reinster und feinster Form.

Am Gaumen entwickelt der Wein enormen Druck mit zupackenden Tanninen, die die reife Frucht und delikate Säure sofort in Seidenpapier einpacken. Der Abgang ist lang und intensiv und wiederholt mehrmals die angenehmen Kräuteraromen. Der Vergleich eines großen Bordeaux mit einer Eisenfaust im Samthandschuh ist abgedroschen, hier aber muss man ihn zitieren. Ein Hammerwein für harte Zeitgenossen und schwere Speisen, dabei unglaublich fein und duftig. Wer diesen Mouton-Stil liebt, der wird schwerlich einen besseren Jahrgang finden.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2016 in Bordeaux

Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Nicht nur in Zentraleuropa waren Frühjahr und Frühsommer verregnet, auch im Bordelais war der Feuchtedruck sehr hoch. In den ersten Monaten fiel der gesamte durchschnittliche Niederschlag eines ganzen Jahres. Die damit verbundenen großen Befürchtungen lösten sich aber am 23. Juni auf, dem Tag des letzten Regenfalls in der Region. Es setzte eine lange Periode extrem trockenen Wetters ein, die bis zum 23. September dauerte. So trocken war es im Bordelais seit Menschengedenken nicht mehr, der Niederschlag fiel auf nicht einmal ein Zehntel der üblichen Menge. Der stürmische Regen an diesem Tag drohte mit Hagel, glücklicherweise aber wurde kaum Schaden angerichtet. Die Trockenperiode schadete den Reben aber nicht, da die Wasserreservoirs sehr gut gefüllt waren. Die Ernte konnte dann wieder bei sehr guten Wetterbedingungen erfolgen ohne die gefürchtete Fäulnisproblematik - die Hoffnungen auf einen sehr guten Jahrgang sind berechtigt. Und auch mit den Ernteerträgen zeigen sich die Winzer zufrieden, besonders der Merlot zeigte eine sehr reichhaltige Ernte bis über 5000 l/ha.

2016 wird sicherlich ein Terroir-Jahrgang, denn es zeichnet die besten Terroirs eben aus, dass sie die Wetterextreme sehr gut puffern können. So sorgt eine perfekte Drainage der Kiesböden dafür, auch bei viel Regen den Feuchtedruck zu reduzieren, gleichzeitig helfen Lehmanteile, das Wasser für die Trockenperioden zu speichern.

Durch die große Trockenheit blieben die Beeren klein, die Tanninwerte erreichten teilweise Rekordhöhen. Im Gegensatz zu 2010 aber lag der Alkoholgehalt etwas niedriger, dazu kommt eine feine Säure. Im Ansatz ist dieser Jahrgang kein "hedonistischer" wie 2009, eher klassisch, aromatisch. Man wird sehen, welche Böden am besten mit der Trockenheit zurechtkamen. Dort, wo dies der Fall war, werden große Weine erwartet. Erste Stimmen sprechen von einem Finesse-Jahrgang, 2010 nicht unähnlich. Setzt sich die Parallele zu den 1990er Jahrgängen fort mit drei schlechten (1991, 1992, 1993), einem sehr ordentlichen (1994) und einem großen Jahrgang (1995)? 1996 war dann bei vielen Weingütern sogar noch besser als 1995. Alles eben nur 20 Jahre zeitversetzt. Das Bordelais ist ja so zahlenverliebt...

Weinbeschreibung



Nach dem großen, opulenten 2015er noch ein herausragender Mouton-Jahrgang mit Power und Finesse und so Mouton.

Der 2. Tag der Primeurs hatte sehr gut angefangen. Gleich mit der ersten Runde konnten wir einen herausragenden Château Lafite verkosten. Der Nachbar Mouton Rothschild war nur wenige Minuten später angesetzt und die Erwartungen waren entsprechend hoch. Wie immer zelebriert man auf Mouton die Fahrt mit dem Golf-Car über die Strasse entlang des großen Chai zum Verkostungsraum, der zwar das Ambiente eines Schlosses würdig widerspiegelt für eine Primeurverkostung aber nicht optimal ist. Philippe Sereys de Rothschild war an diesem Morgen ebenso anwesend wie sein Führungsteam um Direktor Philippe Dhalluin und alle machten einen ausgesprochen gelösten Eindruck. Kein Wunder, denn der Wein, den sie präsentierten gehört zu den größten Jahrgängen dieses prestigeträchtigen Hauses. Seit Philippe Dhalluin 2004 die Leitung übernommen hat und nicht zuletzt durch die Großinvestition in eine völlig neue Weinguttechnik mit viel selektiverer Arbeitsweise hat sich die Qualität der Weine signifikant gesteigert.
Klassischer geht Mouton Rothschild nicht. Ein maskuliner Powerwein mit toller Finesse, großer Präzision und vielleicht der besten Balance der letzten Jahre(zehnte).
Die extremen Wetterbedingungen hat man auch hier gut weggesteckt. Dennoch sind die Tanninlevel extrem hoch, sogar höher als 2010, der Jahrgang, mit dem 2016 immer wieder verglichen wird. Was besonders verblüfft, ist die schiere Eleganz und Balance, gepaart mit einer unglaublichen Kraft und Dichte. Philippe Dhalluin betont, dass erstmals wieder Petit Verdot (1%) im Blend enthalten sei, eine Parzelle, die er 2011 neu anlegen lies. Und gerade in 2016 konnte der Petit Verdot perfekt ausreifen und im Wein die würzigen, pfeffrigen Noten noch verstärken. Das merkt man sofort in der Nase mit den intensiven Aromen einer würzigen und fruchtigen Kräutermasse. Zusammen mit den typischen floralen Noten verströmt der tiefviolette und undurchsichtige Wein das klassische Mouton-Bukett in reinster und feinster Form.

Am Gaumen entwickelt der Wein enormen Druck mit zupackenden Tanninen, die die reife Frucht und delikate Säure sofort in Seidenpapier einpacken. Der Abgang ist lang und intensiv und wiederholt mehrmals die angenehmen Kräuteraromen. Der Vergleich eines großen Bordeaux mit einer Eisenfaust im Samthandschuh ist abgedroschen, hier aber muss man ihn zitieren. Ein Hammerwein für harte Zeitgenossen und schwere Speisen, dabei unglaublich fein und duftig. Wer diesen Mouton-Stil liebt, der wird schwerlich einen besseren Jahrgang finden.

Datenblatt


Rotwein
83% Cabernet Sauvignon
15% Merlot
1% Cabernet Franc
15 Petit Verdot
Die Weinlese fand auf Mouton Rothschild vom 26. September bis zum 14. Oktober statt.
18 Monate

Datenblatt


Rotwein
83% Cabernet Sauvignon
15% Merlot
1% Cabernet Franc
15 Petit Verdot
Die Weinlese fand auf Mouton Rothschild vom 26. September bis zum 14. Oktober statt.
18 Monate