Insoglio del Cinghiale 2024
Tenuta di Biserno
Tenuta di Biserno Soc. Agr. a r.l
Via Bolgherese, 5
I-57020 Bibbona (LI)
Italien
www.biserno.it
Tenuta di Biserno Soc. Agr. a r.l
Via Bolgherese, 5
I-57020 Bibbona (LI)
Italien
www.biserno.it

Der Jahrgang 2024 in Bibbona/Bolgheri
Das Jahr 2024 startete mit einem ausgesprochen milden Januar und Februar mit sonnigen und regnerischen Perioden im Wechsel mit Tagestemperaturen von 13 bis 17 Grad. In der zweiten Märzwoche brachte ein Tiefdruckgebiet tagelangen Starkregen an die Mittelmeerküste, aber es blieb für die Jahreszeit zu warm. Wind, immer wieder kräftige Regenschauer und warme, sehr sonnige Abschnitte trieben auch im April das Wachstum in den Weinbergen an. Im Mai kühlte es, wie in großen Teilen Europas auch, deutlich ab und ergiebiger Regen ergoss sich über Wochen über Bolgheri, was zu intensiver Mehltau-Prävention durch Einsatz von Kupfersulfat führte.
Wie so oft brachte die erste Juli-Woche die Wende hin zu stabilem, trockenem und heißem Hochsommerwetter bis weit in den August. Extreme Hitzespitzen über 35°C blieben dabei allerdings aus, perfekt für ein gleichmäßiges und ungestörtes Ausreifen der Trauben. Kurz nach ferragosto (15. Aug.) stellten sich die üblichen Regenfälle ein, die in Bolgheri moderat ausfielen und für die optimale Ausreifung der Trauben ausgesprochen förderlich waren. Im August bis zum einsetzenden Regen Anfang September beschleunigte die immer noch beträchtliche Hitze die rasche Ausbildung hoher Zuckerwerte in den Trauben.
Am 23. September gegen 22 Uhr entlud sich über Bolgheri ein Sintflut ähnlicher Regen mit 220 mm Niederschlag in nur einer Stunde. Das aus den Bergen ablaufende Wasser führte in der Ebene lokal zu massiven Überschwemmungen und Schäden bis in die Olivenhaine und Weinberge, die Via Bolgherese war zeitweise überschwemmt und unpassierbar. Doch bereits am nächsten Mittag melden praktisch alle Weingüter mit Lagen in den Hügeln, dass keine größeren Schäden aufgetreten waren. Dabei profitierten die Reben sogar von den Regenfällen durch eine beschleunigte phenolische Reifephase. Danach kühlte es in einer dritten Phase ab, die nur gelegentlich von Regenfällen unterbrochen wurde.
Noch in der gleichen Woche beendeten die meisten Weingüter bei gutem Sonnenschein eine am Ende turbulente aber in Bezug auf Menge und Qualität zufrieden stellende Ernte 2024.
zum Jahrgangsbericht 2024
Der Insoglio 2024

Der Insoglio 2024 der Tenuta di Biserno ist ein feiner, fast behutsamer Wein, der sehr gut gemacht ist, aber auch mit kräftigen Speisen gut mithalten kann.
Die Tenuta di Biserno besteht eigentlich aus zwei Weingütern, die die Brüder Lodovico und Piero Antinori in den späten 1990er Jahren gepachtet haben. Neben Biserno ist das die Campo di Sasso, deren 46 ha Rebfläche auf drei Parzellen im Südwesten von Bibbona mit einem großen Anteil an Syrah bestockt waren. Der Lehmanteil ist hier geringer als in Biserno, die Böden sind sandiger und damit wärmer, was ideal für den Syrah ist. Den Insoglio gibt es seit dem Jahrgang 2003 und er erhält traditionell rund ein Drittel Syrah, ergänzt um Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot aus dem Biserno-Areal. Grundsätzlich ist der Insoglio ein fleischiger, fruchtbetonter und vollmundiger Wein, der aber in Bezug auf seine Komplexität, Länge und Balance auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird.
2024 ist sicherlich kein großer Insoglio-Jahrgang, aber ein durchaus feiner, harmonischer Wein.
Im Glas dunkles, transparentes Rubinrot. In der Nase dezente dunkle Früchte unter würzig-pfeffrigen Aromen von mediterranen Kräutern und noch leichten Holznoten.
Am Gaumen mittleres Gewicht mit schöner Balance, jetzt eher rotfruchtig. Gut integrierte Tannine und angenehmes Spiel von Säure und Kirschen. Wirkt frisch und zieht mit guter Ausgewogenheit in den Abgang. Ein feiner, fast behutsamer Wein, der sehr gut gemacht ist, aber auch mit kräftigen Speisen gut mithalten kann.
Im Abgang geht der Insoglio 2024 noch einmal richtig auf mit kräftiger, reifer Sauerkirsche und guter Länge. Das ist sicherlich kein großer Insoglio-Jahrgang, aber ein durchaus feiner, harmonischer Wein. Druck und Tiefe könnten in der Mitte noch ausgeprägter sein. Im Abgang aber zeigt sich, dass der Insoglio durchaus Kraft besitzt. Fein und ausgewogen, aber für einen Wein aus der Maremma vielleicht einen Tick zu harmlos. Ein Gegenentwurf zum "lauten" und "punchy" Insoglio 2023. Das ist doch das spannende der Weinwelt.
Verkostet im Januar 2026
Jahrgangsbeschreibung
Der Jahrgang 2024 in Bibbona/Bolgheri
Das Jahr 2024 startete mit einem ausgesprochen milden Januar und Februar mit sonnigen und regnerischen Perioden im Wechsel mit Tagestemperaturen von 13 bis 17 Grad. In der zweiten Märzwoche brachte ein Tiefdruckgebiet tagelangen Starkregen an die Mittelmeerküste, aber es blieb für die Jahreszeit zu warm. Wind, immer wieder kräftige Regenschauer und warme, sehr sonnige Abschnitte trieben auch im April das Wachstum in den Weinbergen an. Im Mai kühlte es, wie in großen Teilen Europas auch, deutlich ab und ergiebiger Regen ergoss sich über Wochen über Bolgheri, was zu intensiver Mehltau-Prävention durch Einsatz von Kupfersulfat führte.
Wie so oft brachte die erste Juli-Woche die Wende hin zu stabilem, trockenem und heißem Hochsommerwetter bis weit in den August. Extreme Hitzespitzen über 35°C blieben dabei allerdings aus, perfekt für ein gleichmäßiges und ungestörtes Ausreifen der Trauben. Kurz nach ferragosto (15. Aug.) stellten sich die üblichen Regenfälle ein, die in Bolgheri moderat ausfielen und für die optimale Ausreifung der Trauben ausgesprochen förderlich waren. Im August bis zum einsetzenden Regen Anfang September beschleunigte die immer noch beträchtliche Hitze die rasche Ausbildung hoher Zuckerwerte in den Trauben.
Am 23. September gegen 22 Uhr entlud sich über Bolgheri ein Sintflut ähnlicher Regen mit 220 mm Niederschlag in nur einer Stunde. Das aus den Bergen ablaufende Wasser führte in der Ebene lokal zu massiven Überschwemmungen und Schäden bis in die Olivenhaine und Weinberge, die Via Bolgherese war zeitweise überschwemmt und unpassierbar. Doch bereits am nächsten Mittag melden praktisch alle Weingüter mit Lagen in den Hügeln, dass keine größeren Schäden aufgetreten waren. Dabei profitierten die Reben sogar von den Regenfällen durch eine beschleunigte phenolische Reifephase. Danach kühlte es in einer dritten Phase ab, die nur gelegentlich von Regenfällen unterbrochen wurde.
Noch in der gleichen Woche beendeten die meisten Weingüter bei gutem Sonnenschein eine am Ende turbulente aber in Bezug auf Menge und Qualität zufrieden stellende Ernte 2024.
Weinbeschreibung

Der Insoglio 2024 der Tenuta di Biserno ist ein feiner, fast behutsamer Wein, der sehr gut gemacht ist, aber auch mit kräftigen Speisen gut mithalten kann.
Die Tenuta di Biserno besteht eigentlich aus zwei Weingütern, die die Brüder Lodovico und Piero Antinori in den späten 1990er Jahren gepachtet haben. Neben Biserno ist das die Campo di Sasso, deren 46 ha Rebfläche auf drei Parzellen im Südwesten von Bibbona mit einem großen Anteil an Syrah bestockt waren. Der Lehmanteil ist hier geringer als in Biserno, die Böden sind sandiger und damit wärmer, was ideal für den Syrah ist. Den Insoglio gibt es seit dem Jahrgang 2003 und er erhält traditionell rund ein Drittel Syrah, ergänzt um Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot aus dem Biserno-Areal. Grundsätzlich ist der Insoglio ein fleischiger, fruchtbetonter und vollmundiger Wein, der aber in Bezug auf seine Komplexität, Länge und Balance auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird.
2024 ist sicherlich kein großer Insoglio-Jahrgang, aber ein durchaus feiner, harmonischer Wein.
Im Glas dunkles, transparentes Rubinrot. In der Nase dezente dunkle Früchte unter würzig-pfeffrigen Aromen von mediterranen Kräutern und noch leichten Holznoten.
Am Gaumen mittleres Gewicht mit schöner Balance, jetzt eher rotfruchtig. Gut integrierte Tannine und angenehmes Spiel von Säure und Kirschen. Wirkt frisch und zieht mit guter Ausgewogenheit in den Abgang. Ein feiner, fast behutsamer Wein, der sehr gut gemacht ist, aber auch mit kräftigen Speisen gut mithalten kann.
Im Abgang geht der Insoglio 2024 noch einmal richtig auf mit kräftiger, reifer Sauerkirsche und guter Länge. Das ist sicherlich kein großer Insoglio-Jahrgang, aber ein durchaus feiner, harmonischer Wein. Druck und Tiefe könnten in der Mitte noch ausgeprägter sein. Im Abgang aber zeigt sich, dass der Insoglio durchaus Kraft besitzt. Fein und ausgewogen, aber für einen Wein aus der Maremma vielleicht einen Tick zu harmlos. Ein Gegenentwurf zum "lauten" und "punchy" Insoglio 2023. Das ist doch das spannende der Weinwelt.
Verkostet im Januar 2026
Datenblatt
Rotwein
13,5% Alkohol
13,5% Alkohol
Syrah
Merlot
Cabernet Sauvignon
Petit Verdot
Cabernet Franc
andere rote Trauben
Merlot
Cabernet Sauvignon
Petit Verdot
Cabernet Franc
andere rote Trauben
Die Weinlese 2024 fand in den kühlsten Stunden des Tages statt und begann Anfang
September mit Syrah und Merlot. Sie setzte sich mit Petit Verdot Mitte September fort, gefolgt von Cabernet Franc, und endete mit Cabernet Sauvignon in der ersten Oktoberwoche. (Angaben des Weinguts).
Die Trauben werden zunächst auf dem Vibrationsband sorgfältig verlesen, dann
entrappt und schließlich gekeltert. Es wird darauf geachtet, die verschiedenen Rebsorten getrennt zu halten. Die alkoholische Gärung und die Mazeration erfolgen in temperaturkontrollierten Stahltanks bei maximal 28°C für 14 bis 21 Tage. Nach Abschluss der spontanen malolaktischen Gärung wird der Wein verschnitten und reift etwa 7 Monate lang teils in Stahl und teils in Holz, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. (Angaben des Weinguts).
pH 3,66; Gesamtsäure 5,7 g/l
teilweise 7 Monate in gebrauchten Fässern
Datenblatt
Rotwein
13,5% Alkohol
13,5% Alkohol
Syrah
Merlot
Cabernet Sauvignon
Petit Verdot
Cabernet Franc
andere rote Trauben
Merlot
Cabernet Sauvignon
Petit Verdot
Cabernet Franc
andere rote Trauben
Die Weinlese 2024 fand in den kühlsten Stunden des Tages statt und begann Anfang
September mit Syrah und Merlot. Sie setzte sich mit Petit Verdot Mitte September fort, gefolgt von Cabernet Franc, und endete mit Cabernet Sauvignon in der ersten Oktoberwoche. (Angaben des Weinguts).
Die Trauben werden zunächst auf dem Vibrationsband sorgfältig verlesen, dann
entrappt und schließlich gekeltert. Es wird darauf geachtet, die verschiedenen Rebsorten getrennt zu halten. Die alkoholische Gärung und die Mazeration erfolgen in temperaturkontrollierten Stahltanks bei maximal 28°C für 14 bis 21 Tage. Nach Abschluss der spontanen malolaktischen Gärung wird der Wein verschnitten und reift etwa 7 Monate lang teils in Stahl und teils in Holz, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. (Angaben des Weinguts).
pH 3,66; Gesamtsäure 5,7 g/l
teilweise 7 Monate in gebrauchten Fässern

