Campo alla Sughera - Masterclass

19. Oktober 2019




Nur einige wenige Orte der Toskana liegen direkt am Meer und sorgen mit ihrer salzigen Luft für einzigartige Aromen in den Weintrauben. Das Weingut Campo alla Sughera liegt an einem dieser gesegneten Orte, im Herzen von Bolgheri. Das Vorzeigeweingut feierte letztes Jahr 20-jähriges Bestehen und hat große Ambitionen. Auf dem Plan stehen der Zukauf von weiteren Rebflächen (ein fast unmögliches Vorhaben in der beliebten Weinregion), die Umsetzung eines neuen Flaschenetiketts und der Ausbau der Besichtigungen vor Ort. Letzteres sollte sich spielerisch ergeben, da sich ein Weintourist kaum einen malerischen Ort als das Weingut selbst wünschen könnte. Elisabeth Finkbeiner verantwortet das Weingut mit seinen elf Mitarbeitern und erklärt mit so viel Begeisterung jeden Schritt der Vinifikation, dass man sich quasi in die Weine verlieben muss. Mit deutscher Präzision und italienischer Leidenschaft werden hier Rotweine gezaubert, von denen man in den nächsten Jahren noch viel hören wird.




Wir waren am ersten Tag der Ernte vor Ort und durften die köstlich süßen Trauben verkosten. Während der Erntezeit kommt das Beraterteam des Önologen Stèphane Derenoncourt im zwei Wochen Takt. Nur einen Kilometer Luftlinie entfernt wächst der weltbekannte Masseto und die reichhaltige Lehmschicht im Boden zieht sich bis zu Campo alla Sughera. Mit dem Blick auf Elba dürfen wir nun einige Weine bis 2007 verkosten. Wir sind mächtig beeindruckt von der Qualität, auch wenn man bedenkt, dass dieses Weingut nicht auf eine jahrhundertlange Historie zurück blickt, sondern 1998 die ersten Rebstöcke pflanzte.




ADEO 2016: Der Entry Level Wine von Campo alla Sughera und gleichzeitig die Visitenkarte des Hauses. Dieser Wein ist herrlich frisch und beeindruckt durch eine schöne Säure und eine saftige Frucht. Ein sehr solider Wein für jeden Tag.

ADEO 2017: Dieser Wein ist wesentlich reifer, vollmundiger und tiefer als der 2016er, er zeigt eine schöne reife Frucht mit ausgeprägter Säure, die nicht im Vordergrund steht. Auch die Frische ist präsent bei einem langen und feinen Abgang.

ARNIONE 2014: In diesem verregneten Jahr wurden statt der üblichen 25.000 Flaschen lediglich 14.000 Flaschen abgefüllt. Der Wein profitierte von der herausragenden Bodenqualität, nur die besten Parzellen wurden in diesem Jahrgang erhalten. Die Nase zeigt sanfte Kirscharomen, der Wein ist präsent, aber verhalten.

ARNIONE 2015: Schon der erste Blick auf die Farbe des Weins verrät, dass es sich hier um einen tiefgründigen Rotwein handelt. Tiefe, Konstanz und schokoladenüberzogene Früchte zeichnen diesen wunderbaren Wein aus. Ein klassischer Bolgheriwein mit modernem Stil – welch eine interessante Mischung! Dieser Wein hat sicherlich großes Potential zum Altern.

ARNIONE 2013: Die Frucht springt schon beim Ausschenken aus dem Glas, dieser Wein ist nicht wie das Logo des Hauses die reinste Form des Gips, sondern die reinste Form der Frucht. Alles was ich an dieser Region liebe, trifft sich hier im Glas: mächtige Aromen mit einem saftigen Abgang, ein kräftiger Zug von Anfang bis zum Ende und ein minutenlanger, samtiger Abgang.

ARNIONE 2007: Weiche Tannine treffen hier auf perfekt gereifte Frucht, der Wein ist unglaublich rund hat trotz des Alters eine gute Statur. Die Farbe verbleicht bereits in rostfarbene Brauntöne, dieser Wein hat jetzt seine perfekte Trinkreife erreicht.




CAMPO IGT TOSCANA 2013: Dieser Wein ist gewissermaßen eine Spezialität, denn nur 2.000 Flaschen wurden von diesem extrem fruchtigen Wein abgefüllt. Er ist eine Hommage an den Petit Verdot, ein sehr klassischer, schwerer Tropfen – ein Wein zum Philosophieren.

Die Weine von Campo alla Sughera profitieren von der hohen Bio-Diversität der Region, die Landschaft am Meer ist gespickt mit Zypressen, Olivenhainen und Dünen, hinzu kommen die Kräuter und das Salz im Boden. Für uns ist „Campo“ ein echter hidden champion und wir wünschen Ihnen, dass Sie diese Faszination einmal selbst erleben – bei einem Besuch auf Campo alla Sughera.


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Wer der Meinung ist, die Weine aus Bolgheri bilden die Jahrgangscharakteristik nicht ab, der sollte diesen Jahrgang 2014 probieren. Der kühle und von verzögerter Ausreifung geprägte Jahrgang hinterlässt seine Spuren in diesem Wein. Aber wie man auf der Tenuta San Guido diese Herausforderung meistert ist großartig: ein leichter, ungemein feiner und von mineralischer Säure geprägter Guidalberto, der seine Klasse bewahrt und sich sehr gut in die Stilistik der Tentua San Guido fügt.

38,00 €

0,750 l (50,67 €/l)

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Den Jahrgang 2013 kennzeichnet seine besonders feine, elegante und aromatische Note. Ein schmeichelnder Jahrgang, der sich nicht anstrengen muss, um sofort zu gefallen. Angelo Gajas Produktpalette aus 2013 sticht mal wieder heraus, seine gesamte Weinpalette erzielte höchste Bewertungen. Der Barbaresco 2013 findet genau die richtige Balance aus Frucht, Kräuteraromen und einer würzigen Note von schwarzem Pfeffer. Ein Schmeichler eben, kein Prahler. Ultra-fein und so Gaja.

179,00 €

0,750 l (238,67 €/l)

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Ist das der beste Sperss bisher? Der Jahrgang ist sicherlich einer der größten Barolo-Jahrgänge der vergangenen Jahrzehnte und der Sperss immer einer der besten Vertreter. Auch wenn er kein DOCG Barolo ist, da er etwa 6% Barbera enthält. Die Konsumenten hat das noch nie aufgebracht, sie zahlen mit unglaublicher Begeisterung enorme Summen, um eine der raren Flaschen zu ergattern.

229,00 €

0,750 l (305,33 €/l)