Grattamacco

Podere Grattamacco
Loc.Lungagnano, 128
I-57022 Castagneto Carducci (LI)

Tel. +39 0565 765069
Cel. +39 347 2997649


grattomacco@collemassari.it
www.collemassari.it


Wenn ein Weingut in Bolgheri seinen 30. Jahrgang feiert, dann ist das etwas ganz Besonderes. Die Podere Grattamacco konnte dieses noch sehr seltene Jubiläum mit dem Jahrgang 2012 feiern, denn schon 1982 kam der erste Wein mit dem Grattamacco-Etikett auf den Markt. Bis heute liegen nur noch vier sorgsam gehütete Flaschen dieses Weins in der Schatzkammer des Weinguts.

Der Bauernhof mit dem Namen Grattamacco existiert schon sehr lange und umfasste früher einmal fast die gesamte letzte Hügelstufe nördlich der Stadt Castagneto Carducci. Aber erst nach Teilung und Übernahme des Landes 1977 durch den Weinhändler Piermario Meletti Cavallari begann die Nutzung für den Weinbau. Nur einen einzigen Hektar groß war die erste Parzelle in der Nähe der "Villa", die mit damals noch mit Sangiovese und Trebbiano bestockt wurde. Schon damals war mit dem aufkommenden Ruhm des Sassicaia aus der nahen Tenuta San Guido die Nachfrage nach Cuvées aus französischen Rebsorten aus der Toskana sprunghaft angestiegen und schon bald pflanzte man auch Cabernet Sauvignon an. Die Neugründung durch Piermario Meletti Cavallari markierte damit historisch das zweite Weingut in Bolgheri, noch vor der Gründung von Ornellaia, dessen jüngstes Jubiläumsetikett mit einer "25" versehen wurde.

Grattamacco winery
Der Verkostungsraum eröffnet einen spektakulären Blick über das Hinterland der Appellation Bolgheri.

Das Gelände wurde sehr sorgfältig ausgesucht, damals war das noch möglich. Das Plateau liegt auf etwa 100m Seehöhe direkt oberhalb der ins Meer abfallenden Ebene und im Herzen der DOG Bolgheri. Hier oben ist es nicht nur sehr trocken und steinig, sondern mit rund 300 Sonnentagen im Jahr auch lichtdurchflutet. Zudem wehen ständig kräftige Winde, was die biologische Bewirtschaftung enorm erleichtert, da Fäulnis hier oben so gut wie unbekannt ist. Zudem bieten die unterschiedlichen Bodentypen hier oben fast perfekte Voraussetzungen für große Weine, sie sind mager und sehr mineralisch mit einer dünnen Lehm-/Sandauflage.

Mit zunehmendem Erfolg wurde nicht nur die Rebfläche kontinuierlich vergrößert, es wurde auch ein nur wenige hundert Meter entferntes Kellereigebäude mit Barriquekeller und einigen Büros gebaut. Highlight dieses Komplexes ist ein Verkostungsraum mit wunderbarer Rundumsicht auf die Berge rund um den Castiglioncello in der Nähe von Bolgheri. Durch die großen Fensterscheiben sieht man auch die historischen Parzellen des Sassicaia und die Weinberge von Ornellaia und Masseto. 2002 schließlich verpachtete Piermario Meletti Cavallari das Weingut an den Unternehmer Claudio Tipa und seine Schwester Maria Iris, was ein weiteres erfolgreiches Kapitel in der Geschichte von Grattamacco einläutete.

Grattamacco winery
Nur noch vier Flaschen gibt es im Weingut von diesem ersten Jahrgang des Grattamacco.

Mit Claudio Tipa und Maria Iris übernahmen keine unerfahrenen Quereinsteiger das Weingut Grattamacco. Bereits 1998 initiierten sie das Maremma-Gut ColleMassari und kultivierten Weine auf der Basis von Sangiovese. 2002 kam dann der Schritt an die Küste mit der Übernahme von Grattamacco. Der vorläufig letzte Schritt erfolgte 2011 mit der Übernahme des Weingutes Poggio di Sotto in Montalcino. Mit Sangiovese, klassischen Brunellos und modernen französischen Cuvées decken sie fast das gesamte Weinspektrum der Toskana ab.

Auf Grattamacco arbeitet heute ein Team von 9 fest angestellten Mitarbeitern, angeführt vom Chefönologen Luca Marrone, der sich um alle Weingüter der ColleMassari Gruppe kümmert. Vier Mitarbeiter kümmern sich ständig um die Weinberge, die Rebfläche beträgt heute 25 ha, allerdings befindet sich etwa die Hälfte davon weiter entfernt an einem Berghang in 200 m Seehöhe, ebenfalls noch in der DOC Bolgheri.

Grattamacco winery
Der eher kleine Barrique-Keller von Grattamacco.



Grattamacco winery
Ein kleiner Blick ins Lager...