Wachau / Donautal


Westlich von Krems (ca. 70 km westlich von Wien) liegt im Donautal zwischen Spitz und Krems die Weinregion Wachau (Rebfläche 1.400 ha), ein von Naturschönheiten und hochqualitativen landwirtschaftlichen Produkten reich gesegneter Landstreifen. Zu beiden Seiten der teif eingeschnittenen Donau (insbesondere aber auf der Nordseite) wachsen mit die besten Weißweine Österreichs und zahlreiche Spitzenwinzer begleiten den malerischen Flußlauf über die rund 15 km zwischen Spitz im Westen und Krems im Osten. Die Wachau ist wegen ihrer Naturschönheiten zu Recht ein Tourismusmagnet in Österreich, und das nicht nur für Weinliebhaber aus aller Welt.

Die besondere Eignung für den Weinbau ergibt sich aus dem Boden aus Urgestein und einem einmaligen Mikroklima. Beide Grundbedingungen verändern sich jedoch auf nur wenigen Metern, sodaß alleine in der Wachau fast 1.000 verschiedene Lagen verzeichnet sind. In den Spitzenlagen reifen mit die weltbesten Grünen Veltliner und Rieslinge heran. Die Qualität der Weine ist jedoch nicht nur in der Spitze überzeugend, sondern auch in ihrer Breite. Ihre besonderen klimatischen Bedingungen erhält die Wachau durch das Zusammentreffen des kühlen Klimas aus dem nördlich gelegenen Waldviertel und dem warmen pannonischen Klima aus dem Osten (Ungarn). Dieser Wechsel aus warmen Tagen und kühlen Nächten ist geradezu optimal für die in der Wachau kultivierten Weißweinsorten.

Blick nach Südwesten über Joching und Wösendorf

Berühmte "Grand Cru" Lagen ("Rieden") befinden sich gleich am ersten Südhang kurz hinter Krems, dem Loibenberg. Wie überall in der Wachau beeindrucken die unzähligen Steinterrassen, die die Winzer buchstäblich über Jahrhunderte hinweg dem Berg abgerungen haben. Weitere Spitzenlagen auf der Dürnsteiner-Seite sind der Kellerberg und die Schütt. Unterhalb des Berghangs befinden sich die beiden berühmten Weinorte Unterloiben und Oberloiben, Winzerlegenden wie F.X. Pichler, Knoll oder Alzinger haben hier ihre Betriebe. Stromaufwärts kommen dann die Weinorte Dürnstein, Weißenkirchen, Joching, Wösendorf, St. Michael und schließlich Spitz.

1983 schlossen sich Wachauer Winzer zu einer eigenen Appellation, der "Vinea Wachau" zusammen. Ziel ist die Förderung der Bekanntheit und der Qualität der Weine der Wachau. Der Vinea Wachau gehören heute 200 Weinbaubetriebe an, die den Großteil der Anbaufläche repräsentieren. Am bekanntesten sind die vom Verein definierten Qualitätsstufen "Steinfeder" (max. 11 % Alkohol), "Federspiel" (Kabinett, 11,5-12,5 % Alkohol) und "Smaragd" (hochwertige, immer trocken ausgebaute Auslesen, über 12,5 % Alkohol), die sich heute durchgesetzt haben.