VINI d`Italia 2010

01. Februar 2010




Marco Sabellico, Redaktionsleiter Gambero Rosso (links) und Dorothee Seeliger, Verlagsleiterin Hallwag (rechts) im BMW-Museum

Präsentation des VINI d`Italia 2010

München, 01. Februar 2010. Das BMW-Museum in München bildete die großartige Kulisse für die diesjährige, traditionelle Präsentation der Neuauflage des VINI d`Italia aus dem Verlag Gambero Rosso in der deutschen Auflage aus dem Hallwag-Verlag. Das in mancher Hinsicht superlative Buch, oftmals zu Recht auch als "Bibel des italienischen Weins" bezeichnet umfasst fast genau 1.000 Seiten, beschreibt 2.250 Produzenten und vergab in diesem Jahr fast 400 Mal die begehrte Auszeichnung der "Drei Gläser".

Zum Winzer des Jahres wurde Gianfranco Fino aus Taranto, Apulien, gewählt, Kellerei des Jahres 2010 ist Bruno Giacosa, der Altmeister des piemontesischen Weinbaus. Während Fino eher ein "Shooting-Star" ist, wurde Giacosa insbesondere für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Den Preis für Bruno Giacosa nahm stellvertretend seine Tochter Bruna Giacosa in Empfang. Marco Sabellico, Redaktionsleiter des Gambero Rosso beschrieb den enormen Aufwand, den sein über 60-köpfiges Team treibt, um die Produzenten zu besuchen, die Weine zu verkosten und zu bewerten. In einer Endausscheidung werden dann die jahrgangsbesten Weine herausgefiltert und mit dem begehrten Prädikat der "Drei Gläser" ausgezeichnet.


Gianfranco Fino (links) und Bruna Giacosa (rechts)

In der Ausgabe 2010 des VINI d`Italia werden insgesamt 391 Weine mit dieser Auszeichnung geführt, bei einigen wenigen Produzenten waren es sogar mehrere Weine. Alle "Drei Gläser Produzenten" sind traditionell zur Verkostung anläßlich der Präsentation der deutschen Ausgabe geladen. In diesem Jahr sind über 210 Weingüter dieser Einladung gefolgt. Im Foyer des BMW-Museums präsentierten Sie auf engstem Raum aber dafür besonders stolz ihre Produkte, ist eine "Drei Gläser" Auszeichnung doch so etwas wie der Ritterschlag in der italienischen Weinszene.




Das dichte Drängen um die Stände der Winzer, ab dem späten Nachmittag ist die Ausstellung auch für das breite Publikum geöffnet, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die italienische Weinindustrie wirtschaftlich in Bedrängnis ist. Selten seit dem Krieg waren die Traubenpreise so niedrig. Die hier anwesenden Produzenten dürften diese Sorge jedoch kaum haben, liegen ihre Weinpreise für die Siegerweine nicht selten um oder über 50 Euro pro Flasche, trotz des hohen Aufwands ein sehr einträglicher Preis. Allerdings, so ist zu hören, verläuft auch in dieser Kategorie der Absatz nicht mehr so reibungslos, obwohl seit dem deklassifizierten Jahrgang 2002 nur noch sehr gute Jahrgänge geerntet werden konnten. Und vom 2009er schwärmen, wie in vielen anderen Regionen, alle heute schon.

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Ein großer Jahrgang in Italien und ein großer Ornellaia-Jahrgang. Der mächtige, mit dichter und reicher Frucht beladene Wein beeindruckt von der Nase bis zum Abgang mit einer unglaublich ausladenden und regelrecht hedonistischen Charakteristik. Süße und Reife von Frucht und Tanninen sind betörend. Der 97er ist sicher kein Finessewein aber in seiner komplexen, reichen Art kaum zu übertreffen. Ein MUSS-Jahrgang für jeden Ornellaia Fan.

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Nur wenige Meter vom Les Charmes entfernt zeigt der Les Amoureuses das ganze Profil des Les Charmes, nur eben noch intensiver und fokussierter. Die kraftvollen, intensiven Kirscharomen verbinden sich mit einer oft als ätherisch bezeichneten Leichtigkeit, die fasziniert. Es ist ein ganz eigener Weinstil, aber wer solche feinen, verführerischen Weine mag, findet hier den ultimativen Ausdruck ohne Vergleich in der Welt - wäre da nicht der wenige Meter weiter oben liegende Musigny, der mit noch mehr Muskeln bepackte Bruder des Les Amoureuses. Wären doch nur die Mengen in diesem schwierigen, aber sehr guten Jahrgang etwas größer gewesen!

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Ein ganz großer Champagner aus dem besten Jahrgang der ersten Dekade. Durch die 15% Pinot-Noir-Zugabe erhält er seine typische hellrote Farbe. In der Nase und am Gaumen eine Bombe von reifer und knackiger Erdbeere, eingepackt in eine herrliche Säure, die dem Champagner Finesse und Spannung verleiht. Ein großer Pol Roger mit sehr großem Lagerpotenzial.

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