Mouton Rothschild Künstleretikett 2006

06. Februar 2009



Wie jedes Jahr kurz vor der Auslieferung des neuen Jahrgangs präsentiert Mouton Rothschild das von vielen Sammlern schon erwartete neue Künstleretikett. Den vielfach sehr hoch bewerteten Mouton-Jahrgang 2006, in dem Mouton vermutlich den Wein des Jahres produziert hat, ziert ein Bild des britisch/deutschen Malers Lucian Freud (87), ein Enkel Sigmund Freuds und ein bedeutender Maler der Gegenwart.

Das Motiv zeigt eine Zimmerpalme und den Kopf eines Zebras, was die Freude am Weintrinken auf exotische Weise transportieren soll. Verwechslungen mit dem allgegenwärtigen Widder-Motiv sind nicht nur nicht beabsichtigt, sondern auch unmöglich. Sicher wird dieses Motiv die Anhänger in unversöhnliche Lager spalten, denn über Geschmack läßt sich bekanntlich prima streiten. Bezüglich des Geschmackserlebnisses des Weins wird weniger gestritten, alle Kritiker loben den Wein und bewerten ihn sehr hoch. Parker gibt 96-100 Punkte und öffnet die Skala damit bis zur magischen Grenze. Dem Preis dieser wertvollen Flüssigkeit hat dies wahrlich geholfen, der 2006er war schon in der Subskription mit knapp 500 € teurer als der 2005er, der bislang teuerste Jahrgang. Doch in 2006 hat Mouton die Premier-Konkurrenz hinter sich gelassen. Allerdings trifft der Wein per Erscheinen auf einen starken angeschlagenen Markt für Spitzenweine. Das trifft den Produzenten weniger, da die Subskription schon vor zwei Jahren lief und damals war die Finanzwelt noch in Ordnung.

Der Jahrgang 2006 wurde insgesamt im Médoc zunächst eher schwach bewertet. Allerdings steigt das Ansehen dieses Jahrgangs stetig, auch angesichts der schwachen Qualitäten in 2007 und vermutlich auch 2008. Und bislang hatten es die Schattenjahrgänge (das Jahr nach einem sehr großen Jahrgang) immer schwer. Wirklich eigenartig ist dabei, dass gerade die Güter, die in den Top-Jahrgängen das Potenzial ihrer Weine nicht ausschöpfen können, in schwächeren Jahrgängen immer wieder alle anderen überholen können. Dies gilt neben Mouton auch für Pichon Lalande. Beide haben den 1990er "vergeigt" und den 2005er wohl auch (zumindest Lalande). Und beide haben in 2006 absolute Spitzenweine produziert, vielleicht mit die besten seit Jahrzehnten.


Champagne Pol Roger
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Auch der Pol Roger 2002 ist ein intensiver, in sich harmonischer Champagner mit der verführerischen Cremigkeit, die so typisch ist für diesen großen Jahrgang. Wenn man die strenge Selektion, den großen Aufwand der Herstellung und die lange Lagerzeit auf der Hefe von rund 10 Jahren betrachtet, dann ist der Preis sensationell, der Unterschied zu den Prestige Cuvées nur noch in Nuancen zu messen. Einer der besten Jahrgangs-Champagner dieses großartigen Hauses.

84,00 €

0,750 l (112,00 €/l)


Domaine Amiot-Servelle
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Der warme Jahrgang 2015 zeigt sich im Les Charmes sehr deutlich. Intensive schwarze Kirschen mit viel Gewicht und Dichte dominieren diesen Wein. Die intensive Frucht wird von der Säure gut eingebunden. Ein großer Jahrgang, aber völlig anders als der Finesse-Jahrgang 2014.

89,00 €

0,750 l (118,67 €/l)


Tenuta San Guido
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Der Guidalberto 2018 ist ein Wein von fast burgundischem Format. Nur in der Nase zeigt sich der Cabernet-Charakter mit kraftvoller Johannisbeere, Kirsche und einem Hauch Waldboden. Am Gaumen ist alles Finesse, Frische und Präzision, eben burgundische Leichtigkeit. Mit diesem mittlerweile perfektionierten Stil der Tenuta San Guido spielt man hier in Bolgheri in einer eigenen Liga.

36,90 €

0,750 l (49,20 €/l)