Dirk van der Niepoort: von Fabelhaft zu Rätselhaft

10. Juni 2016



Dirk van der Niepoort ist heute eine der profiliertesten Winzerpersönlichkeiten in Portugal. Sein international vielleicht bekanntester Wein trägt den schönen Namen "Fabelhaft" und ein Etikett mit Zeichnungen aus "Max und Moritz". Der trockene Rotwein zu massentauglichen Preisen bei exzellenter Qualität und ausreichender Verfügbarkeit wurde auch in Deutschland ein Renner. Jetzt wurde aus dem Umfeld von Dirk van der Niepoort bekannt, dass er sich aus dem Familienbetrieb und berühmten Portweinhaus komplett zurückzieht.

Sein Blick richtet sich jetzt weit nach Norden an die Mosel. Seit einigen Jahren pflegt er eine sehr gute Bekanntschaft mit dem noch wesentlich jüngeren Winzer Philipp Kettern aus Piesport. Jetzt gründen die beiden gemeinsam mit Dirk van der Niepoorts Sohn Daniel ein neues Weingut mit dem Namen "FIO" an der Mosel. Dieses aus dem Portugiesischen stammende Wort bedeutet "Faden". Das neue Weingut bedient sich zunächst aus dem Rebbestand des Weinguts Lothar Kettern, sucht aber bereits aktiv eigene Rebflächen und eigene Wirtschaftsgebäude. Daniel van der Niepoort wohnt und arbeitet übrigens schon einige Zeit in dem Betrieb der Familie Kettern an der Mosel.

Zur Weinmesse "veritable 16" Anfang Juli 2016 im pfälzischen St. Martin werden die ersten vier Weine von FIO der Öffentlichkeit präsentiert, drei Rieslinge und eine Rebsorten-Cuvée mit dem schönen Namen "Rätselhaft". Gar nicht rätselhaft ist die Motivation von Dirk van der Niepoort für die Hinwendung zum Riesling, der schon immer eine große Leidenschaft für diese noble Rebsorte pflegte und jetzt aus einer nicht ganz glücklichen Familienkonstellation heraus der Absprung aus dem Familiengut wagte.

Und wie dieser Riesling aussehen soll, davon gibt es auch schon sehr konkrete Vorstellungen der Neuwinzer an der Mosel:der alte Moselstil soll wiederbelebt werden, so wie man in den 1920er Jahren gearbeitet hat: Spitzenqualitäten mit mindestens zwei Jahren Hefelagerung, ohne Schwefelzusätze und Ausbau über 18 Monate im Holz. Der Wein soll leicht sein und unter 12% Alkohol haben.

Ein neues Weinprojekt mitten in Deutschland mit so hochkarätiger Besetzung, das sind doch mal richtig gute Nachrichten.

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Ja, man kann alles übertreiben und bei dieser Flasche trifft das auch irgendwie zu. Der 82er Krug aus der Collection Serie und auch noch in der Magnum ist so legendär, so selten und so teuer, dass es kaum noch Steigerungen gibt. Ob diese Flasche jemals ausgetrunken wird?
Der Jahrgang 1982 gehört auch in der Champagne zu den legendären, ganz großen Jahrgängen. Ein sehr heißes Jahr bis über die Ernteperiode mit gerade ausreichendem Regen sorgte für die bis dato größte Erntemenge und praktisch perfekt ausgereifte Trauben bei allen drei Rebsorten. Reife, Säure und Extrakte am Limit, auch nach mehr als 30 Jahren ist dieser Jahrgang immer noch der Maßstab.

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1,500 l (2.466,00 €/l)

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Nur noch acht Lagen sind seit 1937 als Chambertin Grand Cru klassifiziert und alle diese Weine sind von Liebhabern kräftiger Burgunder gesucht wie Edelsteine. Nicht einmal einen halben Hektar bewirtschaftet Amiot-Servelle im Charmes-Chambertin und macht hier große Weine mit intensiven, süßen Kirsch-Aromen und Tanninen aus Samt und Seide. Großer Stoff - in einigen Jahren.

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Der Jahrgang 1971 war in der Champagne herausragend und sicherlich der beste zwischen 1964 und 1982. Frost im Frühjahr und Hagel im Juni dezimierten die Ernte. Die Trauben, die dies gesund überlebten profitierten von einem phantastischen September, heiß und trocken. Michael Broadbent bezeichnet diesen Jahrgang als "Inbegriff von Eleganz" und den 71er Dom Pérignon als "perfekt". In der extrem seltenen Œnothèque-Version wird dieser Geschmack nochmal verstärkt und verfeinert. Dieser Champagner ist ein echtes Sammlerstück, das nie in nennenswerten Mengen verfügbar sein wird. Nur selten finden einzelne Flaschen den Weg in den Markt.

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