Champagne Krug Vintage 2003 vorgestellt

10. Mai 2014




Im Hause Krug gilt die ganze Aufmerksamkeit der jahrgangslosen Grande Cuvée. Doch in ganz besonders guten Jahren produziert man auch kleine Mengen eines Jahrgangs-Champagners. Der Wetterverlauf im Jahr 2003 war in vieler Hinsicht außergewöhnlich in der Champagne und auch weiten Teilen Europas. Ein scharfer Aprilfrost traf vor allem den Chardonnay, die folgende Hitzeperiode im Sommer brach alle Rekorde mit wochenlangen Temperaturen weit über 30 Grad. Kämpft man in der Champagne sonst eher mit mangelnder Reife, so konnte man die wenigen Trauben, die diese Tortur gesund überlebt hatten, so früh wie selten zuvor ernten. Andere Trauben schützten sich vor der Hitze, indem sie das Wachstum einstellten und überhaupt nicht reiften. Am besten noch gerieten die Pinottrauben aus den kühleren Nordhängen der Montagne de Reims. Krug verwendete für den Vintage 2003 dann auch nur die besten Plots und reduzierte den Chardonnay-Anteil auf sehr niedrige 29%. Die Cuvée enthält sogar Trauben aus der berühmten Lage Clos d`Ambonnay, der in 2003 nicht deklariert wurde. Bemerkenswert ist auch der hohe Pinot Meunier Anteil von 25%, der den fehlenden Chardonnay ausgleicht. Dennoch verblieb nur eine sehr kleine Ernte, die lediglich zwischen einem Drittel und der Hälfte der üblichen Vintage-Menge liegt.



Sofort nach dem Öffnen der Flasche breitet sich das intensive Bukett nach frischen Früchten und Blumen aus, das sich beim Einschenken des tief goldgelben Champagners noch verstärkt. Auch am Gaumen zeigt sich ein mächtiger und konzentrierter Champagner, dessen markante Säure einen überaus frischen und langen Abgang hinterlässt. Vom Stil zu Beginn fast ein Cristal, im Mund eher ein Dom Pérignon und schließlich doch ein ganz großer Krug mit Kraft, Fülle und faszinierender Balance. Leise Töne kennt dieser Champagner nicht.

Wenig erstaunlich also, dass man den Jahrgang unter das Motto "Viracité Solaire - Lebendige Leuchtkraft / Lebendiges Strahlen" gestellt hat. Erst kurz vor dem Degorgieren nach rund 10 Jahren der Lagerung auf der Hefe entschied man sich, den Jahrgang zu deklarieren. Ein mutiger Schritt, den nur sehr wenige Champagnerhäuser gewagt haben, das Schwesterhaus Dom Pérignon zum Beispiel. Krugs Kellermeister Eric Lebel hebt die besondere Spannung des 2003er Jahrgangs aus intensiver Sonne und Hitze, lebhafter Energie und Aromenintensität sowie unendlicher Finesse, Frische und Balance heraus. Das Geheimnis dieses großen Champagners liegt in der individuellen Lese jeder einzelnen Parzelle, je nach Reifegrad und das über einen Zeitraum vom 23. August bis in den Oktober hinein. Ein enormer Aufwand, den sich nur ein so großes Haus leisten kann.

Durch den Wetterverlauf bedingt sind die Mengen sehr klein ausgefallen. Die Presse berichtet, dass der Champagner auf dem britischen Markt zum Release im März 2014 binnen eines einzigen Tages komplett ausverkauft war. Dies liegt an der Qualität und dem großen Potenzial, aber auch an dem deutlichen Trend hin zu Prestigeabfüllungen und Jahrgangschampagnern. Und dies, obwohl sich das Haus Krug bemüht den Hype dieser Abfüllungen zu dämpfen, wohl wissend, dass letztlich die reine Spekulation der Marke eher schadet. Die derzeitige Schwäche des Bordeaux mit sehr schwachen Jahren ist die Stärke von Burgund und Champagne.

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Selten sind sich alle Kritiker so einig: der Barbaresco 2010 von Angelo Gaja gehört zu den besten Weinen, die dieser legendäre Winzer produziert hat. Wären da nicht die Lagen-Barbaresci, die in diesem Ausnahmejahrgang bis 98 Punkte bekommen haben, der klassische Barbaresco aus 14 Einzellagen komponiert, hätte die 94 Punkte wohl leicht noch überschritten. Ein Meisterwerk aus explodierender Fruchtaromatik, Dichte und Intensität, verpackt in seidenweichen Tanninen mit perfekter Balance. Dieser Barbaresco aus dem Traumjahrgang im Piemont hat das Potenzial, sogar den berühmten 1989er zu überflügeln. Das Lagerpotenzial dieses großen Weines bemisst sich in mehreren Dekaden.

199,00 €

0,750 l (265,33 €/l)

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Eigentlich wollte man auf der Tenuta San Guido keine Weine vom Format "Blockbuster" machen. 2009 aber waren die Trauben so konzentriert und reif, dass dieser tiefviolette Sassicaia von Fruchtfülle, Opulenz und Dichte dominiert wird. Faszinierend, wie der Wein die Wärme und mediterrane Aromatik eines der schönsten Flecken der Toskana einfängt. Seit 2006 wird der Sassicaia seinem legendären Status in Italien wieder voll gerecht, der prächtige 2009er wurde vom Gambero Rosso zum Rotwein des Jahres gewählt.

299,00 €

0,750 l (398,67 €/l)

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Erst 2010 konnte Christian Amiot nach auslaufender Pacht die nur 0,47 ha große Fläche im Mazoyères, also im berühmten Chambertin, von seinem Bruder zurücknehmen. Und schon zaubert er feinste Burgunder in die Flaschen und nutzt das volle Potenzial dieser Prachtlage. Seidenweiche Tannine, süße schwarze Kirschen und ein kristallklares Profil mit spürbarer mineralischer Salzigkeit charakterisieren diesen Charmes-Chambertin. In zehn Jahren ist das ein ganz großer Burgunder! Mit dem Kaufen nicht zu lange warten, es gibt nicht einmal 1.000 Flaschen und nur wenige davon befinden sich in unserem Lager.

189,00 €

0,750 l (252,00 €/l)