Stéphane Derenoncourt - Wine Consultant

10. Oktober 2013



Die Geschichte des 1963 geborenen Stéphane Derenoncourt beginnt unspektakulär und ohne Bezug zum Wein in Nordfrankreich - fern ab von Reben. Mit 19 Jahren brach er per Anhalter auf nach Bordeaux, auf der Suche nach Arbeit. Die fand er auch: in den Weinbergen der Region. Und er blieb den Weinbergen viele Jahre treu. Ein Treffen mit Michel Rolland weckte in ihm den Wunsch, auch große Weine herzustellen. 1990 begann er für Pavie-Macquin zu arbeiten - ein neuerlicher Wendepunkt für Stéphane Derenoncourt. 1996 folgte dann der Wechsel zu Château Canon-La-Gaffelière, das dem Grafen Stephan von Neipperg gehört. Unter seiner Regie wurde das Weingut La Mondotte gestartet, das sofort ein großartiger Erfolg war und auch den "Winemaker" Stéphane Derenoncourt berühmt machte. Sein Rat wurde mehr und mehr gefragt.


Stéphane Derenoncourt präsentiert während der Primeurs-Woche "seine" Châteaus traditionell auf Château Canon-La-Gaffelière.

1999 war es dann soweit, Stéphane Derenoncourt machte sich unter "Vignerons Consultants" als Berater selbständig, seine ersten Kunden waren seine ehemaligen Arbeitgeber La Mondotte, Pavie Macquin und Château Canon-La-Gaffelière. Gleich hinzu kam das ebenso berühmte Château Prieuré Lichine. Die Liste der Kunden wuchs schnell und quasi von alleine auf 50, 60, 70 Weingüter. Sein Aktionsradius erweiterte sich über das Bordelais und Frankreich hinaus nach Italien, Österreich bis hin nach Syrien. 2005 reiste er erstmals in das Napa Valley nach Kalifornien und war sofort fasziniert von der Schönheit der Region. Die vor Frucht, Kraft und Barriqueeinsatz strotzenden Weine waren nicht so sein Geschmack. Seine Antwort darauf war 2006 die Gründung seines eigenen Weinguts in den USA, Derenoncourt California. Hier konnte er seine Vorstellung von großen kalifornischen Weinen mit Terroirbezug und Eleganz umsetzen. Später kam das Mandat für Inglenook durch Francis Ford Coppola hinzu, ein weiterer Meilenstein im Weg von Stéphane Derenoncourt.


Pavie-Macquin ist bis heute eines seiner Beratungsmandate und Beauséjour Duffau-Lagarrosse vielleicht das derzeit erfolgreichste.

Stéphane Derenoncourt ist ein bodenständiger Mensch, im wahrsten Sinne des Wortes. Er liebt die Weinberge und die Arbeit im Weinberg und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Terroircharakter der ihm übertragenen Projekte heraus zu arbeiten. Er ist kein Winemaker im Anzug und hat Weinbau auch nicht studiert, eher hat er die Rebschere in der Jackentasche stecken. Er gibt sich auch nicht als Star, sondern als Gesprächspartner zum Anfassen. Ganz billig sind seine Einsätze aber auch nicht: es beginnt wohl so um die 15.000 Euro und kann bei umfangreichen Projekten bis zu 200.000 Euro gehen - pro Jahr. In des Côtes de Castillion besitzt er zusammen mit seiner Frau ein eigenes Weingut, die Domaine de l`A. Das Portfolio seiner Beratungstätigkeit ist heute ebenfalls beeindruckend. Mit den Weingütern Domaine de Chevalier, Clos Fourtet, Clos de l`Oratoire, Pavie-Macquin, Canon-la-Gaffelière, Rol Valentin und Smith Haut Lafitte konnte er jüngst sehr hohe Bewertungen erzielen.

Dennoch ist Promotion immer nötig und so lädt er unter dem Titel "La Grappe" im Rahmen der En Primeurs Woche traditionell in ein Zelt auf Château la-Gaffelière am Ortsrand von Saint Émilion ein. Mit La Grappe geht Stéphane Derenoncourt auch auf Reisen, im November 2013 bietet er in Genf eine Verkostungsmöglichkeit für seine Weingüter.

zu den Produktdetails...

Ein in jeder Hinsicht herausragender Jahrgang für Castello di Bolgheri und sogar noch besser als der legendäre 2015er. Ein eindrucksvolles Bukett von schwarzen Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren mischen sich mit Lakritz, Waldboden und etwas Schokolade. Unglaubliche Eleganz treffen am Gaumen auf einen mächtigen Wein mit perfekter Frucht und seidenweichen Tanninen. Spektakulärer, endloser Abgang mit saftiger Frucht und einer betörenden Säure. Ein herausragender Castello di Bolgheri.

59,90 €

0,750 l (79,87 €/l)

zu den Produktdetails...

Wir haben uns in diesen wunderbaren Wein schon bei der ersten Fassprobe im Sommer 2014 verliebt. Und jedes Jahr legte er weiter zu. Er verströmt eine betörende Aromatik vor allem nach Schokolade, bezaubert mit feinster, süßer Frucht und begeistert mit einem seidenweichen, eindrucksvollen Abgang. Ein Meisterwerk aus Bolgheri, das Bordeaux nicht einfach kopiert, sondern mit seiner faszinierenden mediterranen Aromatik den Sassicaia unverwechselbar macht.

289,00 €

0,750 l (385,33 €/l)

zu den Produktdetails...

Wenn es um die besten Weingüter Frankreichs geht, fällt der Name Chateau Leoville Las Cases immer sehr schnell. Die Qualität der Weine liegt regelmäßig auf dem Niveau der Premier Crus und die Konstanz über die Jahrgänge ist beispiellos. Es ist eines der ganz wenigen Châteaus ohne Schwächen, in großen wie in kleinen Jahren. Das Ergebnis sind stets ganz große Bordeaux von eher maskulinem Stil mit einem Jahrzehnte langen Lagerpotenzial. Dieser 1990er gehört zu den größten Erfolgen von Las Cases mit aller höchsten Bewertungen, ein kompletter und legendärer Wein, gewachsen direkt am Ufer der Gironde. Nach mehr als 20 Jahren Lagerung ist dieser high-end Bordeaux auf dem Höhepunkt.

349,00 €

0,750 l (465,33 €/l)