Die Gene sind (wie immer) schuld

14. März 2008



Ein Prosit dem Wein-Genom

Die Sequenzierungstechnik für vollständige Genome (Summe aller Gene eines Lebewesens) ist weit fortgeschritten. Eine Sequenzierung der Pinot Noir Rebe konnte trotz erheblicher Schwierigkeiten im vergangenen Jahr durch französische und italienische Wissenschaftler abgeschlossen werden. Zuerst musste auf konventionellem Weg eine genetisch einheitliche Variante erzeugt werden. Diese ließ sich dann sequenzieren.

Ein Vergleich mit anderen, bereits entschlüsselten Genomen zeigt die hohe Komplexität der Weinrebe. Während bei bisher sequenzierten Pflanzen nur 30 - 40 Terpensynthasen gefunden wurden, verfügt der Pinot Noir über deren 89. Weitere 43 Gene zeichnen für Synthasen verantwortlich, die Polyphenole erzeugen. Während die Terpene für die Geschmacksvielfalt sorgen, schützen die Polyphenole als Radikalfänger vor Krankheiten.

Damit erweist sich die Weinrebe als ein hochkomplexes Gebilde, die vielen Terpene waren von der Natur als Schutz gegen Schädlinge vorgesehen und bilden heute die geschätzte Aromatik der Weine aus. Die seit Jahrhunderten betriebene Selektion von Generationen von Weinbauern hat das System weiter verfeinert, auch ohne Unterstützung der Biotechnologie. Künftig wird man auch durch die Genanalyse die gezüchteten Varianten besser verstehen. Dies eröffnet natürlich auch für Züchtungen ein weites Feld. Dennoch wird die Erfahrung der Winzer sicherlich noch lange Zeit unabdingbar sein.

Literaturhinweis: Chemie in Unserer Zeit, 2008, 42, 6-11


zu den Produktdetails...

Der Scrio 2011, der zu 100% aus Syrah besteht ist, ein tief dunkelroter Wein mit ausgeprägter Fruchtcharakteristik. Die Aromen dieses jungen Scrio liegen noch tief im Glas, entwickeln sich aber mit Luftzufuhr unmittelbar. Am Gaumen zeigt er sofort eine markante, würzig-pfeffrige Säure, die seine enorme Komplexität und Vielschichtigkeit fein herausarbeitet. Ein Wein mit großer Finesse und geschliffenen Tanninen. Ein großer Erfolg.

129,00 €

0,750 l (172,00 €/l)

zu den Produktdetails...

Nur wenige Meter vom Les Charmes entfernt zeigt der Les Amoureuses das ganze Profil des Les Charmes, nur eben noch intensiver und fokussierter. Die kraftvollen, intensiven Kirscharomen verbinden sich mit einer oft als ätherisch bezeichneten Leichtigkeit, die fasziniert. Es ist ein ganz eigener Weinstil, aber wer solche feinen, verführerischen Weine mag, findet hier den ultimativen Ausdruck ohne Vergleich in der Welt - wäre da nicht der wenige Meter weiter oben liegende Musigny, der mit noch mehr Muskeln bepackte Bruder des Les Amoureuses. Wären doch nur die Mengen in diesem schwierigen, aber sehr guten Jahrgang etwas größer gewesen!

259,00 €

0,750 l (345,33 €/l)

zu den Produktdetails...

Den Jahrgang 2011 im Piemont zeichnet eine ungewöhnlich komplexe und verführerische Aromatik in den Weinen aus. Ursache ist vor allem der kühlere Sommer, der dafür sorgte, dass die feinen Duftnoten nicht von einer überladenen Fruchtkonzentration überdeckt wurden. Mit mangelnder Dichte und Konzentration haben Angelo Gajas Weine sowieso nie zu kämpfen und so reiht sich der Barbaresco 2011 in den Reigen toller Jahrgänge ein, nur eben mit einer noch verführerischeren, feineren Komponente.

179,00 €

0,750 l (238,67 €/l)