Anton Gröll realisiert Weinkeller-Träume

04. Januar 2012



Wenn es um Weinkeller geht, dann ist Waging am See in der Nähe des Chiemsees das ultimative Ziel aller Wein-Freaks. Denn hier im Gewerbegebiet West liegt der Scharlingerhof von Anton Gröll, einem der wenigen Gewölbemaurermeister in Deutschland. Der Gewölbebau bewegt sich an der Grenze zwischen einem techischen Baugewerk und Kunsthandwerk und ist wegen mangelnder Nachfrage in ganz Deutschland so gut wie nicht mehr anzufinden. Aber Anton Gröll hat sich schon während seiner Lehrzeit für historische Maurertechniken und Gewölbe begeistert. Und sein Ausbildungsbetrieb hat ihm ermöglicht, dieser Neigung nachzugehen. Bereits 1994 errang er den Titel des 2. Kammersiegers im Maurerhandwerk und schloss die Ausbildung zum Maurermeister an. Historische Handwerkstechniken interessieren ihn besonders und die kann man am besten bei der Sanierung antiker Gebäude studieren. Die Gewölbe in den verschiedensten Ausprägungen ändern das Raumgefühl ganz wesentlich. Werden dann auch noch historische Materialien verwendet, fühlt man sich in andere Zeiten zurückversetzt. Materialien, Farben und Gewölbeformen werden nicht nur in Sakralbauten in unterschiedlichster Form eingesetzt, sondern waren früher auch in privaten Häusern durchaus üblich, wurden von der rationellen Bauweise jedoch verdrängt.


Die antiken Backsteine sind über 100 Jahre alt und stammen zumeist aus dem Abriß alter Bauernhöfe.

Denn der Gewölbebau ist sehr zeitaufwändig: so müssen für größere Gewölbe Schablonen erstellt und alle Steine einzeln aufgemauert werden. Anton Gröll verwendet neben antiken Mauerziegeln auch Tuffsteine und alles, was sich an historischem Material noch finden lässt. Und hier wird der Nachschub immer knapper. In aller Regel sind die Mauerziegel über 100 Jahre alt und stammen aus alten Bauernhäusern aus der Region. Die Steine werden vom Schutt befreit, sortiert und in Gitterboxen gelagert. Diese arbeitsintensiven Schritte kann er heute aber nicht mehr alleine leisten und überlässt dies Vorlieferanten. Wegen der großen Nachfrage und dem geringen Angebot hat er sich ein erhebliches Lager angelegt. Für den Kunden bedeutet dies den nicht geringen Kostenaufwand von etwa 1.- € pro Ziegelstein. Jedes Projekt beginnt mit einer intensiven Vorplanungsphase, einer CAD-Zeichnung und dem Anfertigen der Schablonen, die Anton Gröll über das CAD-System ausplottet. Zusammen mit befreundeten Partnern geht es dann an die Maurerarbeiten, 500 oder gar 1.000 Stunden Aufwand sind keine Seltenheit. Für die Maurerarbeiten wird ein spezieller Kalk-/Sandmörtel verwendet, auch das eine historische Bauweise, denn früher gab es kaum Zement und die Fugen werden ohne Zementanteil auch viel schöner. Das Ergebnis ist ein atmungsaktives und Feuchtigkeit speicherndes Mauerwerk, das praktisch ewig hält.


Anton Gröll realisiert selbst hochkomplexe Ausbauten mit größter Hingabe zum Detail.

Bereits sehr früh hat Anton Gröll realisiert, dass Weinkeller ein idealer Markt für seine Fachkenntnisse sind. Gerade diese Klientel schätzt die liebevolle und technisch sowie optisch perfekte Ausführung besonders, ist der Weinkeller doch der größte Stolz jedes Weinliebhabers. Nachteilig ist aber, dass die Kunden zumeist oft fern der Heimat sind, Anton Gröll ist buchstäblich in ganz Europa unterwegs und oft wochenlang auf den Baustellen tätig. Seine Kunstfertigkeit spricht sich in den entsprechenden Kreisen herum, um seine Auslastung muß er sich keine Sorgen mehr machen - die Kunden kommen von selbst auf ihn zu. Bei Preisen ab 20.000.- € aufwärts - je nach Größe des Projekts und Ausstattung - kümmert er sich aber um alle Aspekte des Kellerbaus, von der Klimatisierung, Lüftung bis zur stimmungsvollen Beleuchtung. Holzelemente und Schmiedeeisen-Arbeiten für Türen und Lagerflächen sind kein Problem. Hier bedient er sich auch wieder befreundeten Partnerunternehmen. Der verfügbare Platz ist dabei kaum ein Hindernis: selbst kleinste Räume und Deckenhöhen nicht über 2,20 m kann er perfekt gestalten - wer hat schon eine ideale Raumhöhe von 3,50 m im Keller?


Selbst die größten Weine finden hier einen angemessenen und perfekten Lagerplatz.

Wer sich von den Fertigkeiten des jungen Maurermeisters überzeugen möchte ist immer im Scharlingerhof in Waging willkommen. Hier hat sich Anton Gröll 2008 seinen eigenen Traum, einen perfekten Vierseithof mit Wohnhaus, Ausstellung und Werkstatt realisiert. Im Keller der Ausstellungsgebäudes befindet sich der Demo-Weinkeller, der auf den hier gezeigten Bildern zu sehen ist. In aller Regel nehmen selbst Kunden mit langer Anreise den Weg auf sich, schließlich stellt ein Weinkeller von Anton Gröll ja ein größeres Investment dar. Enttäuscht wird dabei niemand. Der traumhafte Keller, in dem eigentlich nur die Weinflaschen fehlen, kann auch als Eventlocation gemietet werden.

Unser Tipp: lassen Sie einfach in der kommenden Subskription je eine OHK der fünf Premiers weg und investieren Sie das Geld in einen Gewölbekeller. Dann steigert sich zwar nicht der Wert Ihrer Weine, aber der Ihres Hauses!

Kontakt:
Anton Gröll
Scharlinger Feld 7
D-83329 Waging am See

www.anton-groell.de
info@anton-groell.de
Tel. +49 (0)8681 - 471165
Fax +49 (0)8681 - 471167
Mobil +49 (0)179 - 2993274

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