Hong Kong Wine Future 2011

10. November 2011



Seit der Abschaffung der Einfuhrzölle auf Wein in Hong Kong im Jahre 2009 hat sich die Stadt auch für den Weinhandel zum Tor nach Asien entwickelt. In nur wenigen Jahren hat Hong Kong durch die enorme Nachfrage in Asien die wichtigen Handelszentren London und New York abgelöst. Schon seit geraumer Zeit finden die größten und erlesensten Auktionen in Hong Kong statt. Dass sich dabei auch sehr hohe Preise für die europäischen Edelgewächse durchsetzen lassen, hat sich herum gesprochen. Mit dem Fallen der Handelsschranken etablierte sich auch sofort eine entsprechende Messe-Szene, bereits im November 2009 fand die neu etablierte Wine and Spirits Fair statt.

Fast mit gleichem Tagesdatum fand vom 6.-8. November 2011 die "Wine Future Hong Kong 11" statt, ein Ereignis, das sich niemand mit Rang und Namen in der Weinszene entgehen lassen konnte. Unter den Teilnehmern waren praktisch alle relevanten Kritiker, von Robert Parker bis Jancis Robinson. Vertreten waren die großen französischen Châteaus ebenso wie die wichtigsten Erzeuger aus den anderen großen Anbaugebieten. Auffallend das Interesse aus den kalifornischen Anbaugebieten. Das Programm war gefüllt mit Verkostungen, Themenpräsentationen und Podiumsdiskussionen. Dabei wurden vor allem auch Themen des Weinhandels in den Vordergrund gerückt. Der britische Liv-Ex referierte über die Zukunft des Weininvestments.

Das größte Interesse aber galt nach Presseberichten Robert Parker, der vor großem Publikum nicht nur den Bordeaux Jahrgang 2009 in den Himmel hob, sondern auch seine "magischen 20" Weine vorstellte, die gerade in diesem Jahr zwar nicht mit Premier Cru Prestige, wohl aber mit Premier Cru Weinen aufwarten können. Auffallend war dabei wohl die Hervorhebung von Las Cases, Angelus, Pontet Canet und Cos d`Estournel. Jetzt warten alle auf die 100 Punkte in der Flaschenbewertung im Frühjahr.

Ohne jeden Zweifel ist Hong Kong derzeit das Zentrum der gehobenen Weinwelt. Dabei interessieren sich Asiaten grundsätzlich nur für die absolute Qualitäts- und Prestige-Spitze. Dennoch bemüht sich die Branche, neben Lafite und DRC auch noch die zweite und dritte Reihe an Brands in Asien zu etablieren. Dass dies zunehmenden Erfolg zeigt belegen Aussagen von Weinproduzenten, die sich über das große Interesse an ihren Produkten gefreut haben. Parker versucht mit den "magischen 20" das Interesse über die Premiers hinaus zu verbreitern. Auch diese Botschaft ist wohl angekommen. Es gibt noch ein starkes weiteres Argument für diese Verbreiterung der Wahrnehmung. Und das liefern die Chinesen selbst, die zunehmend mit großem Kapitaleinsatz in die Weingüter direkt investieren. Doch da kommt man an die ganz großen Namen noch nicht heran. Typischerweise wird nach dem Kauf die gesamte Ernte nach China verschifft und für einen vielfachen Preis in den lokalen Markt verkauft. Der chinesische Weinboom 2.0 hat gerade erst begonnen...

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2006 und 2007 waren zwei aufeinander folgende Top-Jahrgänge. Die Parzelle Pajana in der Grand Cru Lage Ginestra liegt etwas tiefer als die Parzelle des Ciabot Mentin. Welcher Pajana nun das größere Potenzial hat wird erst die Zeit zeigen. Während der 2006er von großer Statur ist, gefällt der fruchtbetontere, rundere 2007 zunächst einen Tick besser. Clerico`s Lagenbaroli gehören in jedem Fall zum Besten, was diese Top-Region hervorbringt und der 2007er verkörpert die Quintessenz des Meisters Domenico Clerico.

109,00 €

0,750 l (145,33 €/l)

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Der Guidalberto ist zwar als Zweitwein des Sassicaia positioniert, jedoch sehr eigenständig. Während im Sassicaia kein Merlot verwendet wird, besteht die Cuvée des Guidalberto je zur Hälfte aus Merlot und Cabernet Sauvignon ergänzt durch einen kleinen Anteil Sangiovese. Entsprechend zugänglich und fruchtbetont ist dieser Wein, der immer beliebter wird, ein Sassicaia eben zu einem Bruchteil des Preises des großen Bruders.

64,90 €

0,750 l (86,53 €/l)

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Der Guidalberto 2016 ist ein von Finesse und Eleganz geprägter Wein mit präziser, feiner und durchaus intensiver Sauerkirsch-Frucht. Ein großer Schmeichler ohne jegliche Aggressivität mit Schmelz und ganz sanftem Druck. Der Stilwechsel beim Guidalberto manifestiert sich immer mehr. Ein ganz neuer Bolgheri-Stil, der sich von vielen anderen Produzenten absetzt - und den Zeitgeist exakt trifft.

59,00 €

0,750 l (78,67 €/l)