Welt Wein Festival 2011

21. Mai 2011




Das Kurhaus in Bad Ragaz bildete gemeinsam mit dem benachbarten Grand Hotel den perfekten Rahmen der Veranstaltung über drei Tage

Schon zum 8. Mal ist das weitläufige Grand Resort Bad Ragaz Gastgeber für das Welt Wein Festival, das alternierend hier und in Wien stattfindet. Das Festival hat sich heute einen festen Platz im Kalender der Top-Winzer und Spitzenköche erkämpft. So stehen der Genuß mit einem umfangreichen kulinarischen Rahmenprogramm sowie der Meinungsaustausch und die Kontaktpflege während der Degustationsforen im Vordergrund. Hierfür konnte man in diesem Jahr 43 führende Weingüter aus acht Ländern gewinnen, die USA waren trotz Ankündigung nicht vertreten (Stag`s Leap, J. Christopher Wines). Deutschland war sehr gut repräsentiert mit Peter Jakob Kühn, Rudolf Fürst, Fritz Haag, Dr. Loosen, Geltz-Zilliken, Dönnhoff und von Winning. Alleine 14 Betriebe vertraten Frankreich (u.a. Montrose, Compte Georges de Vogüé, Leflaive, Laurent Perrier, Augsute Clape, Mas Amiel). Hochkarätig war auch die Besetzung aus Österreich (u.a. Kracher, Heinrich, Achs und Hämmerle).

Alle Güter kamen prominent besetzt nach Graubünden, zumeist waren die Besitzer oder verantwortlichen Betriebsdirektoren anwesend. Zur Verkostung angeboten wurden in der Regel bis in die Spitze der Produktpalette alle Weine, sehr oft aus unterschiedlichen Jahrgängen. Wo kann man schon einen 2002er Monfortino von Conterno, 2005er Montrose, einen Premier Cru von Leflaive oder einen 2009er Clos de Vougeot mit einem gereiften Centgrafenberg R aus dem Jahr 2003 hintereinander vergleichend verkosten? Praktisch an jedem Stand gab es vinologische Highlights, die den recht hohen Tageseintritt von 55.- Franken (man nimmt auch gerne Euro!) schnell vergessen liessen.


Das Weltweinfestival in Bad Ragaz war sehr gut besucht, Gedränge hier in der Frankreich-Sektion

Für die Aussteller waren die drei Tage sicherlich sehr anstrengend, wie jedoch alle Befragten übereinstimmend sagten, sehr wichtig und nützlich. Die Einladungen der Winzer laufen im Wesentlichen über die Importeure in der Schweiz, die auch für die richtigen Kontakte während der Messe sorgen. Der Weinmarkt Schweiz ist für alle Spitzenhersteller überaus bedeutend, da nicht so preissensitiv und versehen mit einer traditionellen Affinität zu Top-Weinen und entsprechender Gastronomie. Zudem ist die Schweiz geografisch nicht weit entfernt vom Burgund, Südbaden oder dem Piemont und verfügt heute selbst über eine sehr aktive und qualitativ hoch stehende Weinbauszene. Vom Veranstaltungsort sieht man nicht ohne Grund das Weingut Gantenbein, das Mitorganisator ist ...

Seine besondere Attraktivität erhält das Welt Wein Festival durch das erlesene Rahmenprogramm, das entweder im Grand Hotel Bad Ragaz oder in benachbarten Restaurants stattfindet. Für das Festival konnten fast 20 Spitzenköche aus mehreren Ländern gewonnen werden, sechs von Ihnen tragen einen oder sogar zwei Michelin-Sterne. Zu den Top-Events gehörten in diesem Jahr zwei Verkostungen mit Essensbegleitung der Domaine de le Romanée-Conti unter Anwesenheit von Aubert de Villaine, das Dîner de Champagne des Maison Salon und das Walking Dinner "Festival der Sterne" mit Stationen bei den Spitzenköchen und zahlreichen Weingütern des Festivals mit 300 Teilnehmern!

Die Möglichkeit, sich über mehrere Tage direkt mit so vielen wichtigen Persönlichkeiten der Wein- und Gastrobranche austauschen zu können ist die große Stärke der Veranstaltung. Hier findet man nicht die Dimensionen anderer Messen, alles ist überschaubarer, ja fast intim. Sicherlich muß man zugestehen, das der Grund wohl auch in der gehobenen Exklusivität der Veranstaltung liegt, die Latte liegt hier schon sehr hoch. Highlight der Veranstaltung dürfte das Walking-Dinner gewesen sein. Rund 20 Top-Winzer boten Ihre Produkte an, man konnte beliebig vergleichen und entspannt geniessen. Acht Michelin-Sterne und zahllose Gault-Millaut Punkte ergänzten mit Ihren kulinarischen Kreationen. Nicht ganz verständlich war, dass einige Winzer darauf verzichteten, ihre Spitzengewächse anzubieten. Wenn 300 begeisterte Weinfans im Saal sind, dann kommt es doch auf 10 Flaschen nicht mehr wirklich an. Eigentlich eine vergebene Marketing-Chance. Es wäre dem Festival zu wünschen, dass noch mehr Teilnehmer aus anderen Ländern kämen, der Anteil der Schweizer war ausgesprochen hoch. Die Reise ist es wert.

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