Jean-Michel Wilmotte, Mann des Jahres 2011

14. Januar 2011




Die berühmte Fassade von Cos erstrahlt seit 2010 in neuem Glanz. Innen herrscht funktionaler Luxus pur.

Jean-Michel Wilmotte ist einer der berühmtesten Architekten Frankreichs, der weltweit zahlreiche prestigeträchtige Bauten entworfen hat (u.a. den Flughafen von Seoul). Nachdem er vor Jahren schon einmal in der Region Cognac tätig war, übernahm er 2006 den Komplettneubau des Wirtschaftsgebäudes des berühmten Château Cos d`Estournel in Saint Estèphe. Mit einem Aufwand von ca. 35 Mio. Euro ist hier eine Luxus-Kathedrale des Weins entstanden, die weit über die Region hinaus Furore gemacht hat.

Das Gebäude, dessen bereits seit Jahrzehnten berühmte, pagodenähnliche Fassade renoviert und originalgetreu wieder aufgebaut wurde vereint Prestige und Funktionalität auf einmalige Weise. Durch die Förderung des Mostes ausschließlich durch Gravitation wird Pumpstress vermieden und die Qualität bei der Vinifizierung weiter gesteigert. Hierfür wurde das Gebäude extra tief in den Kies des Médoc gegraben. Die Traubenanlieferung erfolgt im 1. Stock des Gebäudes, wo auch die Sortierung vorgenommen wird. Die konischen Fermentationstanks aus Edelstahl befinden sich im Erdgeschoss und die Barriques im Keller. Erst wenn der Wein fertig ist, wird er mithilfe großer Aufzüge wieder nach oben befördert.


Ein "Skywalk" aus Glas führt über hunderte von Barriquefässern, die hier bei 12°C gelagert werden.

Bei aller Funktionalität nach modernsten Erkenntnissen strahlt das Gebäude die Eleganz und das Prestige eines 6-Sterne Hotels aus, das man eher in Dubai als im Médoc vermuten würde. Wenn man bei hellem Sonnenlicht in das weitgehend abgedunkelte Innere tritt, benötigen die Augen mehrere Minuten, bis man die Details der spektakulären Halle richtig erkennt, die an eine Hotelempfangshalle erinnert. Der Elefant, das Symbol von Cos aus der Zeit, als der Besitzer viel in Indien unterwegs war, ist in allen Formen und Materialien allgegenwärtig. Die Besichtigungstour durch den Keller ist vom Laufweg her zwar stark eingeschränkt, aber dennoch absolut spektaluär und unglaublich beeindruckend. Leider ist es nicht ganz einfach, hier einen Besichtigungstermin zu bekommen.

Man muß der Revue du Vin de France Recht geben: diese Architektur hat über das Château hinaus eine große Bedeutung für den französischen Wein. Jean-Michel Wilmotte ist ein weiteres, bedeutendes Bauwerk gelungen, dessen Realisierung erst nach der Preisexplosion der Top-Bordeauxweine in den vergangenen Jahren möglich wurde. Hier pilgern nicht nur Wein- sondern auch Architekturfans hin - und das war genau das, was man erreichen wollte.

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Das Wetter in Bolgheri war zu Beginn des Sommers typisch heiß und trocken, kühlte später aber ab. Gelegentlicher Regen war für die Reben günstig, aber der Lichteinfall verzögerte das Ausreifen. Durch die konstanten Winde vom Meer war eine eher späte Ernte aber kein Problem, ein Luxus in dieser Region im Vergleich z.B. mit Bordeaux. Im Fass noch ein feiner, zurückhaltend-eleganter Wein , doch bereits ein Jahr der Flaschenreife hat genügt, um diese schlafende Schönheit zu wecken. Großartige Frucht und Statur mit perfekten Tanninen und feinster Säure.

229,00 €

0,750 l (305,33 €/l)

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19/20 bzw 96 Punkte vom Decanter Magazin! Boom, das war ein Hammer für das Castello di Bolgheri. Mit dieser Spitzenbewertung des großen 2011er landete man direkt in der Gruppe der vier besten Bolgheri-Weine dieses Jahrgangs, erstmals auf Augenhöhe mit Ornellaia und Sassicaia. Ein Ritterschlag, denn der Decanter ist nicht für eine besonders inflationäre Bewertung bekannt. Was dann passierte? Das Castello di Bolgheri verkaufte in nur drei Tagen 10.000 Flaschen von diesem Wein. Nur wenige Wochen nach dem Release war damit die gesamte Ernte komplett ausverkauft.

49,00 €

0,750 l (65,33 €/l)

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Der 2011er Vigna Chiniera ist ein großer Wein, der aber im Vergleich zum Casa Matè leiser, zurückhaltender auftritt. Auch er verströmt ein verführerisches Bukett von roten Früchten und Rosenduft und bleibt am Gaumen aber noch stärker auf der eleganten, weichen Linie. Faszinierend, wie hier die Terroir-Charakteristik hervortritt. Der druckvolle, intensive Wein spielt förmlich mit seiner enormen Fruchtkonzentration und gleichzeitig mit Leichtigkeit, Balance und Eleganz.

89,00 €

0,750 l (118,67 €/l)