Der Masseto 2017

Der Masseto 2017 ist ein wunderbar integrierter Wein mit unerwarteter Frische und Eleganz, den man leicht unterschätzt.
Der heißeste und vor allem trockenste Jahrgang in weiten Teilen Italiens seit Menschengedenken sorgte auch in Bolgheri für große Sorgen bei den Winzern. Die Reben schützten sich selbst und stellten frühzeitig das Wachstum ein. Die Beeren blieben daher klein und bildeten in den langen Sonnenstunden eine hohe Aromen Konzentration und hohe Zuckerwerte aus. Entsprechend war zwar die Erntemenge gering, der Most jedoch von allerbester Qualität. Unglaubliche Konzentration, vollreife Tannine und wunderbare Frucht kennzeichnen die besten Weine, wenn es gelang, Überextraktion zu vermeiden. Und viele beherrschten diese Disziplin perfekt, auch das Team des Masseto.
Der Masseto 2017 ist ein Wein, dem man Zeit lassen und auf den man sich einlassen muss. Der Süße und Reife der mächtigen Frucht setzt dieser Jahrgang vor allem Frische und Eleganz entgegen. i
Typisch ist die dichte, tief rubinrote Farbe des Masseto 2017 mit leuchtendem Rand im Glas. Das Bouquet dominieren süße, reife Pflaumenaromen mit einer dezenten toskanischen Kräuterwürze von Rosmarin und Lakritz. Am Gaumen viel Druck, aber mit unerwarteter Eleganz, Balance und Finesse. Tolle Säure, die der Fruchtfülle Frische und Lebendigkeit verleiht. Der Masseto 2017 zeigt keine Ecken und Kanten, dafür bestens integrierte, voll ausgereifte Tannine. Der Wein hat merklich zu sich gefunden und wirkt trotz der sehr hohen 15,5% Alkohol erstaunlich leicht. Ein Kunststück in diesem heißen Jahrgang.
Der Abgang beeindruckt mit toller Länge und Persistenz. Die reifen Pflaumen und schwarzen Johannisbeeren sind sehr kompakt und dicht verwoben. Wieder hebt die Säure die Fruchtaromen mit viel Druck und zieht vertikal. Feine Süße am Schluss mit jetzt etwas präsenteren Tanninen, ein klarer Hinweis auf das weitere Lagerpotenzial.
Der Masseto 2017 ist ein Wein, dem man Zeit lassen und auf den man sich einlassen muss. Die Süße und Reife der mächtigen Frucht ist hier nicht so vordergründig wie in anderen Jahrgängen. Dafür zeigt der Wein, den man leicht unterschätzt, eine sehr angenehme Balance mit unerwarteter Frische und Eleganz. Der Versuchung, einen super monumentalen Wein zu machen ist man nicht erlegen. Dafür konnte man das Spektrum der Masseto-Weine um einen eindrucksvollen Finessewein erweitern.
Das Weingut Masseto

Der Masseto wächst auf einer Teilfläche der Tenuta dell'Ornellaia, ist aber ein völlig eigenständiger Wein und seit 2019 wird er als eigenes Weingut konsequent von Ornellaia getrennt. Er ist ein reiner Merlot und wächst auf einer 7 ha großen Parzelle in der Höhenlage der DOC Bolgheri auf Lehmboden.
Immer wieder wird er als "der Pétrus Italiens" bezeichnet, was sich nicht nur auf seine Qualitäten, sondern auch auf die nicht existierende Verfügbarkeit und den Preis bezieht Genauso wie den Pétrus kann man ihn nicht einfach so kaufen, er wird strengstens zugeteilt und nur an diejenigen, die jede Menge anderen Wein einkaufen. Ein freier Markt existiert so gut wie nicht und wenn, dann zu horrenden Preisen. Die besten Chancen auf eine Flasche Masseto hat der Weintourist in dem kleinen Dorf Bolgheri in einer der zahlreichen Vinotheken kurz nach der Auslieferung eines Jahrgangs im Frühjahr. Mittlerweile hat der Masseto die 1.000 Euro-Linie überschritten. Er gehört ohne Zweifel in die Riege der Top 5 Investmentgrade Weine Italiens, so wie etwa der Barolo Monfortino.
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Der Jahrgang 2017 in Bolgheri
Das alles bestimmende Thema des Wetterverlaufs in 2017 war die extreme Hitze und extreme Trockenheit. Der Sommer 2017 geht in Mitteleuropa als einer der trockensten in die Geschichtsbücher ein. Italien wurde hart getroffen, auch - etwas abgemildert - in der Küstenregion der Toskana. Waren die Ernteausfälle schon schlimm genug, wurden die Menschen in einigen Regionen durch verheerende Waldbrände sogar mit dem Leben bedroht. Wochenlang lagen die Temperaturen über 40°C, monatelang regnete es nicht einen einzigen Tropfen. Insgesamt dürfte in Italien der Ernteausfall zwischen 30% und 50% betragen. Neben dem Wein wurde auch die Olivenernte dezimiert.
Waren Schädlinge und Fäulnis in 2017 so gut wie unbekannt, kämpften die Weinberg-Teams mit der Hitze. Die Trauben bildeten zunächst dicke Schalen, reduzierten das physiologische Wachstum und warfen teilweise sogar die Blätter ab. Pure Notwehr der Natur. Dort, wo die Trauben überlebten, bildeten die kleinen Beeren eine enorme Konzentration an Extrakt und natürlichem Zucker aus. Die phenolische Reife konnte in Perfektion erreicht werden. Die kleine Erntemenge wurde durch eine herausragende Qualität teilweise wieder kompensiert.
Es sieht ganz so aus, als ob dieser Jahrgang deutlich unterschätzt wird. Hitze-Jahrgänge sind bei Weinkritikern nicht sonderlich beliebt. Dennoch bleiben wir dabei: mancher Produzent konnte Weine präsentieren, die noch besser als die 2016er waren. Unglaubliche Konzentration, super reife Tannine und wunderbare Frucht kennzeichnen die besten Weine, wenn, ja wenn, man Überextraktion vermeiden konnte. Und viele beherrschten diese Disziplin perfekt. Ach ja, sehr heiße Jahrgänge halten auf der Flasche nicht lange durch? Abwarten!
zum Jahrgangsbericht 2017
Weinbeschreibung

Der Masseto 2017 ist ein wunderbar integrierter Wein mit unerwarteter Frische und Eleganz, den man leicht unterschätzt.
Der heißeste und vor allem trockenste Jahrgang in weiten Teilen Italiens seit Menschengedenken sorgte auch in Bolgheri für große Sorgen bei den Winzern. Die Reben schützten sich selbst und stellten frühzeitig das Wachstum ein. Die Beeren blieben daher klein und bildeten in den langen Sonnenstunden eine hohe Aromen Konzentration und hohe Zuckerwerte aus. Entsprechend war zwar die Erntemenge gering, der Most jedoch von allerbester Qualität. Unglaubliche Konzentration, vollreife Tannine und wunderbare Frucht kennzeichnen die besten Weine, wenn es gelang, Überextraktion zu vermeiden. Und viele beherrschten diese Disziplin perfekt, auch das Team des Masseto.
Der Masseto 2017 ist ein Wein, dem man Zeit lassen und auf den man sich einlassen muss. Der Süße und Reife der mächtigen Frucht setzt dieser Jahrgang vor allem Frische und Eleganz entgegen. i
Typisch ist die dichte, tief rubinrote Farbe des Masseto 2017 mit leuchtendem Rand im Glas. Das Bouquet dominieren süße, reife Pflaumenaromen mit einer dezenten toskanischen Kräuterwürze von Rosmarin und Lakritz. Am Gaumen viel Druck, aber mit unerwarteter Eleganz, Balance und Finesse. Tolle Säure, die der Fruchtfülle Frische und Lebendigkeit verleiht. Der Masseto 2017 zeigt keine Ecken und Kanten, dafür bestens integrierte, voll ausgereifte Tannine. Der Wein hat merklich zu sich gefunden und wirkt trotz der sehr hohen 15,5% Alkohol erstaunlich leicht. Ein Kunststück in diesem heißen Jahrgang.
Der Abgang beeindruckt mit toller Länge und Persistenz. Die reifen Pflaumen und schwarzen Johannisbeeren sind sehr kompakt und dicht verwoben. Wieder hebt die Säure die Fruchtaromen mit viel Druck und zieht vertikal. Feine Süße am Schluss mit jetzt etwas präsenteren Tanninen, ein klarer Hinweis auf das weitere Lagerpotenzial.
Der Masseto 2017 ist ein Wein, dem man Zeit lassen und auf den man sich einlassen muss. Die Süße und Reife der mächtigen Frucht ist hier nicht so vordergründig wie in anderen Jahrgängen. Dafür zeigt der Wein, den man leicht unterschätzt, eine sehr angenehme Balance mit unerwarteter Frische und Eleganz. Der Versuchung, einen super monumentalen Wein zu machen ist man nicht erlegen. Dafür konnte man das Spektrum der Masseto-Weine um einen eindrucksvollen Finessewein erweitern.
Über das Weingut

Das Weingut Masseto
Der Masseto wächst auf einer Teilfläche der Tenuta dell'Ornellaia, ist aber ein völlig eigenständiger Wein und seit 2019 wird er als eigenes Weingut konsequent von Ornellaia getrennt. Er ist ein reiner Merlot und wächst auf einer 7 ha großen Parzelle in der Höhenlage der DOC Bolgheri auf Lehmboden.
Immer wieder wird er als "der Pétrus Italiens" bezeichnet, was sich nicht nur auf seine Qualitäten, sondern auch auf die nicht existierende Verfügbarkeit und den Preis bezieht Genauso wie den Pétrus kann man ihn nicht einfach so kaufen, er wird strengstens zugeteilt und nur an diejenigen, die jede Menge anderen Wein einkaufen. Ein freier Markt existiert so gut wie nicht und wenn, dann zu horrenden Preisen. Die besten Chancen auf eine Flasche Masseto hat der Weintourist in dem kleinen Dorf Bolgheri in einer der zahlreichen Vinotheken kurz nach der Auslieferung eines Jahrgangs im Frühjahr. Mittlerweile hat der Masseto die 1.000 Euro-Linie überschritten. Er gehört ohne Zweifel in die Riege der Top 5 Investmentgrade Weine Italiens, so wie etwa der Barolo Monfortino.
Jahrgangsbeschreibung
Der Jahrgang 2017 in Bolgheri
Das alles bestimmende Thema des Wetterverlaufs in 2017 war die extreme Hitze und extreme Trockenheit. Der Sommer 2017 geht in Mitteleuropa als einer der trockensten in die Geschichtsbücher ein. Italien wurde hart getroffen, auch - etwas abgemildert - in der Küstenregion der Toskana. Waren die Ernteausfälle schon schlimm genug, wurden die Menschen in einigen Regionen durch verheerende Waldbrände sogar mit dem Leben bedroht. Wochenlang lagen die Temperaturen über 40°C, monatelang regnete es nicht einen einzigen Tropfen. Insgesamt dürfte in Italien der Ernteausfall zwischen 30% und 50% betragen. Neben dem Wein wurde auch die Olivenernte dezimiert.
Waren Schädlinge und Fäulnis in 2017 so gut wie unbekannt, kämpften die Weinberg-Teams mit der Hitze. Die Trauben bildeten zunächst dicke Schalen, reduzierten das physiologische Wachstum und warfen teilweise sogar die Blätter ab. Pure Notwehr der Natur. Dort, wo die Trauben überlebten, bildeten die kleinen Beeren eine enorme Konzentration an Extrakt und natürlichem Zucker aus. Die phenolische Reife konnte in Perfektion erreicht werden. Die kleine Erntemenge wurde durch eine herausragende Qualität teilweise wieder kompensiert.
Es sieht ganz so aus, als ob dieser Jahrgang deutlich unterschätzt wird. Hitze-Jahrgänge sind bei Weinkritikern nicht sonderlich beliebt. Dennoch bleiben wir dabei: mancher Produzent konnte Weine präsentieren, die noch besser als die 2016er waren. Unglaubliche Konzentration, super reife Tannine und wunderbare Frucht kennzeichnen die besten Weine, wenn, ja wenn, man Überextraktion vermeiden konnte. Und viele beherrschten diese Disziplin perfekt. Ach ja, sehr heiße Jahrgänge halten auf der Flasche nicht lange durch? Abwarten!
Datenblatt
Rotwein
15,5% Alkohol
15,5% Alkohol
100% Merlot
24 Monate
Erzeuger / Abfüller
Masseto | Località Ornellaia, 191 | Fraz. Bolgheri | 57022 Castagneto Carducci (LI) | Italien |
Masseto | Località Ornellaia, 191 | Fraz. Bolgheri | 57022 Castagneto Carducci (LI) | Italien |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
enthält Sulfite und Eiweiße
Datenblatt
Rotwein
15,5% Alkohol
15,5% Alkohol
100% Merlot
24 Monate
Erzeuger / Abfüller
Masseto | Località Ornellaia, 191 | Fraz. Bolgheri | 57022 Castagneto Carducci (LI) | Italien |
Masseto | Località Ornellaia, 191 | Fraz. Bolgheri | 57022 Castagneto Carducci (LI) | Italien |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
enthält Sulfite und Eiweiße
Masseto 2017
1.095,00 €
0,75 l (1.460,00 €/l)
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