Die Château Pichon Comtesse Lalande 2016


Weinbewertung 5 Sterne von 5

Château Pichon Lalande 2016
Ein weiterer herausragender 2016er aus Pauillac. Zeigt alle Eigenschaften eines großen Pichon Lalande in kristallklarer Form.

Seit 2007 gehört das traditionsreiche und geschichtsträchtige Château Pichon Lalande zum Haus Roederer, das in der Folge viele Millionen Euro in den Komplettneubau des Weinguts gesteckt hat. Seit Nicolas Glumineau das Château leitet und auf die neue Kellerei zugreifen kann ist die Präzision, mit der das einmalige Terroir in den Wein übertragen wird, nochmals gestiegen. Der stets als "feminin" beschriebene, samtig-weiche Charakter des Weins ist nicht nur dem Terroir, sondern insbesondere dem relativ hohen Merlot-Anteil geschuldet. Hier möchte man etwas gegensteuern zugunsten des Cabernets, auch um mit der steigenden Qualität des Nachbarn Pichon Baron wieder gleichzuziehen.

Der Wein ist tief Dunkelviolett gefärbt, fast schwarz und überrascht sofort mit einer feinen, eleganten und floralen Nase sowie einer markanten, ganz leicht pfeffrigen Würze. Am Gaumen verblüffende, seidenweiche Textur, die mit der enormen Kraft des Weins perfekt spielt. Herrliche Frucht mit feiner Süße, optimal dosiert. Nichts an diesem Wein ist zu viel, nichts fehlt. Die pure Finesse bleibt bis in den Abgang erhalten. Eine faszinierende Cuvée aus Pauillac 2016 und einem ultra-typischen Pichon Lalande.

Ein großer Erfolg für Pichon Lalande und sicher unter dem besten des Jahrgangs. Früher hatte man ja die großen Jahrgänge gerne auch einmal "ausgelassen". Ob es ein Konkurrent für den 82er ist, darf man (noch) bezweifeln, aber ganz sicher gehört der 16er zu den besten Jahrgängen dieses Châteaus. 15 oder 16, die Frage, die alle Weinfreunde sicher noch viele Jahre beschäftigen wird, hat im Moment der 16er für sich entschieden.

Das Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande




Es ist nicht schwierig, ein treuer Fan dieses Ausnahmeweinguts zu sein: als direkter Nachbar von Château Latour und Château Leoville Las Cases verfügt man über die besten Böden im Médoc. Der meist höhere Merlot-Anteil macht die Weine verführerisch weich und elegant. In der großartigen Geschichte des 2ème Cru Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande wurden einige der besten Bordeaux-Weine erzeugt, z.B. in 1982. In Abgrenzung zum ebenfalls berühmten Nachbarn Pichon Baron nennen die vielen Fans das Weingut schlicht "die Comtesse". Erst vor wenigen Jahren wurde "die Comtesse" an das Champagnerhaus Roederer verkauft, das sich sofort daran machte, die Qualitäten noch weiter in Richtung Premier Cru zu steigern und dafür den Stil der Weine mit höheren Cabernet Sauvignon Anteilen zu verändern.

Pichon Lalande zeigte in der Vergangenheit innerhalb der Spitzengruppe der Bordelaiser Weinproduzenten einige markante Schwankungen. In schwächeren Jahrgängen brillierte man hier, während große Jahrgänge oft nicht voll genutzt werden konnten. Allerdings werden die zugänglichen und verführerischen Weine oft in ihrer Jugend unterschätzt. Legende ist der Qualitätswettbewerb mit dem Schwester-Weingut auf der anderen Strassenseite, Pichon Baron. Am Ende haben beide Weingüter diesen Wettbewerb gewonnen und machen heute grandiose Bordeaux-Weine.

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Der Jahrgang 2016 in Bordeaux


Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Nicht nur in Zentraleuropa waren Frühjahr und Frühsommer verregnet, auch im Bordelais war der Feuchtedruck sehr hoch. In den ersten Monaten fiel der gesamte durchschnittliche Niederschlag eines ganzen Jahres. Die damit verbundenen großen Befürchtungen lösten sich aber am 23. Juni auf, dem Tag des letzten Regenfalls in der Region. Es setzte eine lange Periode extrem trockenen Wetters ein, die bis zum 23. September dauerte. So trocken war es im Bordelais seit Menschengedenken nicht mehr, der Niederschlag fiel auf nicht einmal ein Zehntel der üblichen Menge. Der stürmische Regen an diesem Tag drohte mit Hagel, glücklicherweise aber wurde kaum Schaden angerichtet. Die Trockenperiode schadete den Reben aber nicht, da die Wasserreservoirs sehr gut gefüllt waren. Die Ernte konnte dann wieder bei sehr guten Wetterbedingungen erfolgen ohne die gefürchtete Fäulnisproblematik - die Hoffnungen auf einen sehr guten Jahrgang sind berechtigt. Und auch mit den Ernteerträgen zeigen sich die Winzer zufrieden, besonders der Merlot zeigte eine sehr reichhaltige Ernte bis über 5000 l/ha.

2016 wird sicherlich ein Terroir-Jahrgang, denn es zeichnet die besten Terroirs eben aus, dass sie die Wetterextreme sehr gut puffern können. So sorgt eine perfekte Drainage der Kiesböden dafür, auch bei viel Regen den Feuchtedruck zu reduzieren, gleichzeitig helfen Lehmanteile, das Wasser für die Trockenperioden zu speichern.

Durch die große Trockenheit blieben die Beeren klein, die Tanninwerte erreichten teilweise Rekordhöhen. Im Gegensatz zu 2010 aber lag der Alkoholgehalt etwas niedriger, dazu kommt eine feine Säure. Im Ansatz ist dieser Jahrgang kein "hedonistischer" wie 2009, eher klassisch, aromatisch. Man wird sehen, welche Böden am besten mit der Trockenheit zurechtkamen. Dort, wo dies der Fall war, werden große Weine erwartet. Erste Stimmen sprechen von einem Finesse-Jahrgang, 2010 nicht unähnlich. Setzt sich die Parallele zu den 1990er Jahrgängen fort mit drei schlechten (1991, 1992, 1993), einem sehr ordentlichen (1994) und einem großen Jahrgang (1995)? 1996 war dann bei vielen Weingütern sogar noch besser als 1995. Alles eben nur 20 Jahre zeitversetzt. Das Bordelais ist ja so zahlenverliebt...

zum Jahrgangsbericht 2016

Weinbeschreibung


Weinbewertung 5 Sterne von 5

Château Pichon Lalande 2016
Ein weiterer herausragender 2016er aus Pauillac. Zeigt alle Eigenschaften eines großen Pichon Lalande in kristallklarer Form.

Seit 2007 gehört das traditionsreiche und geschichtsträchtige Château Pichon Lalande zum Haus Roederer, das in der Folge viele Millionen Euro in den Komplettneubau des Weinguts gesteckt hat. Seit Nicolas Glumineau das Château leitet und auf die neue Kellerei zugreifen kann ist die Präzision, mit der das einmalige Terroir in den Wein übertragen wird, nochmals gestiegen. Der stets als "feminin" beschriebene, samtig-weiche Charakter des Weins ist nicht nur dem Terroir, sondern insbesondere dem relativ hohen Merlot-Anteil geschuldet. Hier möchte man etwas gegensteuern zugunsten des Cabernets, auch um mit der steigenden Qualität des Nachbarn Pichon Baron wieder gleichzuziehen.

Der Wein ist tief Dunkelviolett gefärbt, fast schwarz und überrascht sofort mit einer feinen, eleganten und floralen Nase sowie einer markanten, ganz leicht pfeffrigen Würze. Am Gaumen verblüffende, seidenweiche Textur, die mit der enormen Kraft des Weins perfekt spielt. Herrliche Frucht mit feiner Süße, optimal dosiert. Nichts an diesem Wein ist zu viel, nichts fehlt. Die pure Finesse bleibt bis in den Abgang erhalten. Eine faszinierende Cuvée aus Pauillac 2016 und einem ultra-typischen Pichon Lalande.

Ein großer Erfolg für Pichon Lalande und sicher unter dem besten des Jahrgangs. Früher hatte man ja die großen Jahrgänge gerne auch einmal "ausgelassen". Ob es ein Konkurrent für den 82er ist, darf man (noch) bezweifeln, aber ganz sicher gehört der 16er zu den besten Jahrgängen dieses Châteaus. 15 oder 16, die Frage, die alle Weinfreunde sicher noch viele Jahre beschäftigen wird, hat im Moment der 16er für sich entschieden.

Über das Weingut




Das Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande

Es ist nicht schwierig, ein treuer Fan dieses Ausnahmeweinguts zu sein: als direkter Nachbar von Château Latour und Château Leoville Las Cases verfügt man über die besten Böden im Médoc. Der meist höhere Merlot-Anteil macht die Weine verführerisch weich und elegant. In der großartigen Geschichte des 2ème Cru Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande wurden einige der besten Bordeaux-Weine erzeugt, z.B. in 1982. In Abgrenzung zum ebenfalls berühmten Nachbarn Pichon Baron nennen die vielen Fans das Weingut schlicht "die Comtesse". Erst vor wenigen Jahren wurde "die Comtesse" an das Champagnerhaus Roederer verkauft, das sich sofort daran machte, die Qualitäten noch weiter in Richtung Premier Cru zu steigern und dafür den Stil der Weine mit höheren Cabernet Sauvignon Anteilen zu verändern.

Pichon Lalande zeigte in der Vergangenheit innerhalb der Spitzengruppe der Bordelaiser Weinproduzenten einige markante Schwankungen. In schwächeren Jahrgängen brillierte man hier, während große Jahrgänge oft nicht voll genutzt werden konnten. Allerdings werden die zugänglichen und verführerischen Weine oft in ihrer Jugend unterschätzt. Legende ist der Qualitätswettbewerb mit dem Schwester-Weingut auf der anderen Strassenseite, Pichon Baron. Am Ende haben beide Weingüter diesen Wettbewerb gewonnen und machen heute grandiose Bordeaux-Weine.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2016 in Bordeaux

Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Nicht nur in Zentraleuropa waren Frühjahr und Frühsommer verregnet, auch im Bordelais war der Feuchtedruck sehr hoch. In den ersten Monaten fiel der gesamte durchschnittliche Niederschlag eines ganzen Jahres. Die damit verbundenen großen Befürchtungen lösten sich aber am 23. Juni auf, dem Tag des letzten Regenfalls in der Region. Es setzte eine lange Periode extrem trockenen Wetters ein, die bis zum 23. September dauerte. So trocken war es im Bordelais seit Menschengedenken nicht mehr, der Niederschlag fiel auf nicht einmal ein Zehntel der üblichen Menge. Der stürmische Regen an diesem Tag drohte mit Hagel, glücklicherweise aber wurde kaum Schaden angerichtet. Die Trockenperiode schadete den Reben aber nicht, da die Wasserreservoirs sehr gut gefüllt waren. Die Ernte konnte dann wieder bei sehr guten Wetterbedingungen erfolgen ohne die gefürchtete Fäulnisproblematik - die Hoffnungen auf einen sehr guten Jahrgang sind berechtigt. Und auch mit den Ernteerträgen zeigen sich die Winzer zufrieden, besonders der Merlot zeigte eine sehr reichhaltige Ernte bis über 5000 l/ha.

2016 wird sicherlich ein Terroir-Jahrgang, denn es zeichnet die besten Terroirs eben aus, dass sie die Wetterextreme sehr gut puffern können. So sorgt eine perfekte Drainage der Kiesböden dafür, auch bei viel Regen den Feuchtedruck zu reduzieren, gleichzeitig helfen Lehmanteile, das Wasser für die Trockenperioden zu speichern.

Durch die große Trockenheit blieben die Beeren klein, die Tanninwerte erreichten teilweise Rekordhöhen. Im Gegensatz zu 2010 aber lag der Alkoholgehalt etwas niedriger, dazu kommt eine feine Säure. Im Ansatz ist dieser Jahrgang kein "hedonistischer" wie 2009, eher klassisch, aromatisch. Man wird sehen, welche Böden am besten mit der Trockenheit zurechtkamen. Dort, wo dies der Fall war, werden große Weine erwartet. Erste Stimmen sprechen von einem Finesse-Jahrgang, 2010 nicht unähnlich. Setzt sich die Parallele zu den 1990er Jahrgängen fort mit drei schlechten (1991, 1992, 1993), einem sehr ordentlichen (1994) und einem großen Jahrgang (1995)? 1996 war dann bei vielen Weingütern sogar noch besser als 1995. Alles eben nur 20 Jahre zeitversetzt. Das Bordelais ist ja so zahlenverliebt...

Datenblatt


Rotwein
13,3% Alkohol
75% Cabernet Sauvignon
21% Merlot
4% Cabernet Franc
Die Weinlese fand zwischen dem 20. September und dem 20. Oktober einen ganzen Monat lang statt.
18 Monate
Erzeuger / Abfüller
Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande | F-33250 Pauillac | Frankreich |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße

Datenblatt


Rotwein
13,3% Alkohol
75% Cabernet Sauvignon
21% Merlot
4% Cabernet Franc
Die Weinlese fand zwischen dem 20. September und dem 20. Oktober einen ganzen Monat lang statt.
18 Monate
Erzeuger / Abfüller
Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande | F-33250 Pauillac | Frankreich |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
Château Pichon Comtesse de Lalande 2016

299,00 €
0,75 l (398,67 €/l)
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2 Jahrgänge / Weine



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329,00 €
(438,67 €/l)
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