Die Flasche bitte einmal voll machen


Die berühmte Bordeaux-Flasche hat einen langen, gerade verlaufenden Flaschenkörper und eine relativ enge Schulter, die wieder in einen gerade laufenden Flaschenhals mündet. Neben der optimalen Stapelfähigkeit zeichnet diese weit verbreitete Flaschenform auch eine gute Charakterisierung des Füllstandes aus, der sich international etabliert hat.

Maß aller Dinge ist der Halsbereich. Der Knick, an dem der Hals aus der Schulter ragt wird als "into neck" oder kurz "in" bezeichnet. Liegt der Füllstand bei "in" oder noch höher, so handelt es sich um einen ausgezeichneten Füllstand. Je höher im Hals, desto besser, bis zu dem Punkt, an dem man den Füllstand mit "hf" ("high fill") bezeichnet. Ältere, große Bordeaux-Weine mit in, hf-in oder sogar hf Füllständen erzielen wesentlich höhere Preise als Flaschen, bei denen der Füllstand durch den normalen Schwund unter die top-shoulder ("ts") gerutscht ist. Ein hoher Füllstand verspricht eine über lange Zeiträume optimale Lagerung der Flasche. Eine mehr als 30 Jahre alte Pétrus-Flasche mit hf-Stand sollte allerdings schon ein Alarmzeichen sein. Nur allzu gerne bieten Fälscher solche "Super-Flaschen" an. Ein gewisser Schwund des Weines ist völlig normal, auch bei bester Lagerung.

Grundlage dieses Bewertungssystems ist die bisherige Praxis der Erzeuger, bei der Neuabfüllung die Flasche bis knapp unter die Kapsel zu füllen (also "hf"). Zum Leidwesen für alle Sammler und Weinfans beträgt das Flaschenvolumen aber bis zur in-Markierung exakt 750 ml. Und da heute die Weinpreise in astronomische Höhen schießen, füllen die Erzeuger auch nur noch 750 ml ab! Bei einsetzendem Flüssigkeitsverlust rutscht damit der Füllstand sofort unter die in-Marke. Es ist verständlich, dass bei 200.000 Flaschen auch wenige Milliliter des teuren Traubensaftes einen erheblichen Betrag ausmachen, allerdings auf Kosten des Risikos bei der Lagerung. Sobald nämlich der Füllstand unter den Hals fällt erhöht sich das Luftvolumen zwischen Wein und Korken erheblich und die Gefahr der Oxidation des Weins nimmt zu.

Daher unser Appell an alle Erzeuger: bitte füllt den Wein wieder auf hf-Niveau ab! Bei den heute üblichen Preisen müßte der eine oder andere Milliliter doch drin sein...


Tenuta San Guido
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Ein grandioser Erfolg für den Guidalberto 2019 mit dem wohl bislang besten Jahrgang. Tolles Bukett von frischen, duftenden roten und schwarzen Waldbeeren, Unterholz und feuchtem Waldboden. Unglaublich delikat am Gaumen mit sich herrlich öffnender Frucht, Frische und begeisternder Eleganz. Betörend ist die ganz dezente Kräuteraromatik der toskanischen Macchia. Mit einem Tick mehr Tiefe, Komplexität und Länge durchaus auf dem Niveau eines Sassicaia.

34,90 €

0,750 l (46,53 €/l)


Champagne Pol Roger
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Ein ganz großer Champagner aus dem besten Jahrgang der ersten Dekade. Durch die 15% Pinot-Noir-Zugabe erhält er seine typische hellrote Farbe. In der Nase und am Gaumen eine Bombe von reifer und knackiger Erdbeere, eingepackt in eine herrliche Säure, die dem Champagner Finesse und Spannung verleiht. Ein großer Pol Roger mit sehr großem Lagerpotenzial.

118,00 €

0,750 l (157,33 €/l)


Paolo Scavino
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Kein großer Barolo-Jahrgang aber ein großer Bric dël Fiasc! Tiefrot, fast schwarz im Glas mit feiner Fruchtnase zeigt dieser Barolo am Gaumen, wie viel Kraft, Frucht und Finesse in ihm steckt. Ein erstklassiger Barolo mit Dichte, roten Beeren, Rauch, Tabak und den obligatorischen floralen Noten. Unglaubliche Finesse und super-samtige Tannine runden diesen eindrucksvollen und höchst delikaten Wein ab.

104,00 €

0,750 l (138,67 €/l)