Der Dom Pérignon 2003 Rosé


Weinbewertung 4 Sterne von 5



Die Erwartungen der Champagner-Freunde an den Rosé waren entsprechend groß und wurden keineswegs enttäuscht. Schon das intensive Ziegelrot dieses Champagners - oder sollte man sagen "Burgunders mit Perlen"? - erinnert eher an einen Rotwein. Großartig ist auch das Bukett nach frischen Erdbeeren, das aus Glas und Flasche strömt. Dieses Erlebnis sollte unbedingt aus einem großen Burgunderglas genossen werden, aus einem engen Champagnerkelch entwickelt sich die enorme Komplexität nicht. Zudem gewinnt der Rosé 2003 an der Luft und entwickelt weitere Geschmacksnoten. Am Gaumen zeigt sich die Intensität und Kraft dieses Sonnenjahrgangs, eingebunden in feinste Säure und von einer samtigen Struktur, die einen überraschenden Gegensatz zu der vordergründigen Opulenz und Fülle bildet. Im Abgang wandelt sich der Champagner abermals und verblüfft mit einer mineralischen, ja salzig/bitteren Note, die sich gegen die dominierende Fruchtsüße stellt.

Der Dom Pérignon Rosé 2003 wird als ganz eigenständiges Produkt in die Geschichte des Hauses eingehen, eigentlich passt er gar nicht zum Stil des Hauses mit seiner auf Klarheit, Eleganz und Balance ausgerichteten Charakteristik. Das aber ist wiederum das Programm von Richard Geoffroy, der die Grenzen des Dom Pérignon bewusst immer weiter verschieben möchte. Und so erhält er dieser Traditionsmarke die Spannung und macht sie gleichzeitig modern. War der 2002er Rosé binnen weniger Stunden ausverkauft, so dürfte es diesmal beim 2003er ähnlich sein. Die Mengen sind viel kleiner als beim Blanc, da die besten Pinot Noir Trauben rar sind. Ein faszinierender Champagner.

Die Maison Dom Pérignon




Dom Pérignon ist heute vermutlich die stärkste Champagner-Marke im gesamten Markt. Früher wurde sie als Untermarke des Hauses Moët & Chandon geführt, heute betont man die Eigenständigkeit der Marke stark. Dom Pérignon steht heute für extreme Exklusivität, obwohl vermutlich über 5 Mio. Flaschen produziert werden, wenn denn ein Jahrgang deklariert wird. Natürlich ist die Qualität schwankend, aber dennoch angesichts der großen Menge sehr, sehr gut. Die Trauben stammen nur aus den besten Lagen des Moët Imperiums, der Champagner besteht in etwa aus gleichen Teilen Chardonnay und Pinot Noir (kein Pinot Meunier) und Dom Pérignon ist immer ein Jahrgangs-Champagner. Der lange Ausbau auf der Hefe ist Legende und die Flaschen werden in 3 Reifestufen (Plénitudes) vermarktet, die 1. Reifestufe nach 6-8 Jahren. Seit den 1960er Jahren gibt es auch eine Rosé-Variante und immer wieder werden Releases älterer Jahrgänge herausgebracht - je nach Alter zu teils sehr hohen Preisen.

Das Prestige eines Dom Pérignon ist unangefochten und in den allermeisten Fällen auch gerechtfertigt. Sehr gesucht sind die seit dem Jahrgang 2000 erstmals vorgestellten Künstleretiketten, die in kleineren Auflagen vermarktet werden. Sammler, Genießer, Club-Besucher und Freunde exklusiver Veranstaltungen lieben Dom Pérignon. Und jeder Champagner-Liebhaber sollte zumindest einmal eine Flasche getrunken haben.

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Der Jahrgang 2003 in der Champagne


Jahrgangsbewertung 3 Sterne von 5

2003 geht in die Geschichte als das Jahr mit dem heißesten Sommer seit langer Zeit ein. Die Hitzeperiode im Sommer brach alle Rekorde mit wochenlangen Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Extremer Trockenstress und Hitze haben auch den Trauben in der Champagne stark zugesetzt. Kämpft man in der Champagne sonst eher mit mangelnder Reife, so konnte man die wenigen Trauben, die diese Tortur gesund überlebt hatten, so früh wie selten zuvor ernten. Viele Trauben schützten sich vor der Hitze, indem sie das Wachstum einstellten und überhaupt nicht reiften. War der Klimaverlauf schwierig genug für den Chardonnay, so spielte er dem Pinot Noir in die Hände. Auch im nahen Burgund wurden hervorragende Pinot Noir Rotweine gekeltert. Im Vorteil waren besonders geschützte Weinbergslagen, z.B. an den Nordhängen der Montagne de Reims. Eine besonders harte Selektion war allerdings Voraussetzung für große Champagner, die verwertbare Ernte lag weit unter dem normalen Durchschnitt, teilweise nur bei etwa einem Drittel.

Außer Frage ist allerdings, dass dieses extreme Wetter die Diskussion um den Klimawandel und die Erderwärmung wieder angefacht hat. Die Champagner-Produzenten werden sich wohl öfters auf sehr warme Jahrgänge einstellen müssen. Dabei ist das Geheimnis großer Champagner die intensive Mineralität und frische Säure der Grundweine, nicht die überbordende Fruchtigkeit mit hohen Zucker- und Alkoholwerten. Dennoch zählen gerade sehr warme Jahrgänge oft zu den legendären Champagner Jahrgängen, wie z.B. 1959, der zweiwärmste Jahrgang vor 2003. Diskutiert wird auch immer wieder das Reifepotenzial, das Champagnern aus warmen Jahrgängen mangels Säure abgesprochen wird. Gegenbeweise gibt es allerdings viele. Eine endlose Diskussion, die in den kommenden Jahren sicher noch intensiver geführt werden wird.

Nur sehr wenige Champagnerhäuser deklarierten den Jahrgang, sie verwendeten das Traubenmaterial lieber für ihre Cuvées. So war es eine große Überraschung, als Dom Pérignon den Jahrgang 2003 ankündigte und ein Jahr später noch den Rosé 2003 vorstellte. Auch das Haus Krug, wahrlich für höchste Maßstäbe bei der Qualität bekannt, deklarierte einen Vintage 2003 und zudem noch den Clos du Mesnil 2003, immerhin ein reiner Chardonnay-Champagner. Tatsächlich waren alle drei Champagner im Markt sehr erfolgreich und binnen kürzester Zeit ausverkauft, sicherlich auch ein Effekt der geringen Mengen.

zum Jahrgangsbericht 2003

Weinbeschreibung


Weinbewertung 4 Sterne von 5



Die Erwartungen der Champagner-Freunde an den Rosé waren entsprechend groß und wurden keineswegs enttäuscht. Schon das intensive Ziegelrot dieses Champagners - oder sollte man sagen "Burgunders mit Perlen"? - erinnert eher an einen Rotwein. Großartig ist auch das Bukett nach frischen Erdbeeren, das aus Glas und Flasche strömt. Dieses Erlebnis sollte unbedingt aus einem großen Burgunderglas genossen werden, aus einem engen Champagnerkelch entwickelt sich die enorme Komplexität nicht. Zudem gewinnt der Rosé 2003 an der Luft und entwickelt weitere Geschmacksnoten. Am Gaumen zeigt sich die Intensität und Kraft dieses Sonnenjahrgangs, eingebunden in feinste Säure und von einer samtigen Struktur, die einen überraschenden Gegensatz zu der vordergründigen Opulenz und Fülle bildet. Im Abgang wandelt sich der Champagner abermals und verblüfft mit einer mineralischen, ja salzig/bitteren Note, die sich gegen die dominierende Fruchtsüße stellt.

Der Dom Pérignon Rosé 2003 wird als ganz eigenständiges Produkt in die Geschichte des Hauses eingehen, eigentlich passt er gar nicht zum Stil des Hauses mit seiner auf Klarheit, Eleganz und Balance ausgerichteten Charakteristik. Das aber ist wiederum das Programm von Richard Geoffroy, der die Grenzen des Dom Pérignon bewusst immer weiter verschieben möchte. Und so erhält er dieser Traditionsmarke die Spannung und macht sie gleichzeitig modern. War der 2002er Rosé binnen weniger Stunden ausverkauft, so dürfte es diesmal beim 2003er ähnlich sein. Die Mengen sind viel kleiner als beim Blanc, da die besten Pinot Noir Trauben rar sind. Ein faszinierender Champagner.

Über das Weingut




Die Maison Dom Pérignon

Dom Pérignon ist heute vermutlich die stärkste Champagner-Marke im gesamten Markt. Früher wurde sie als Untermarke des Hauses Moët & Chandon geführt, heute betont man die Eigenständigkeit der Marke stark. Dom Pérignon steht heute für extreme Exklusivität, obwohl vermutlich über 5 Mio. Flaschen produziert werden, wenn denn ein Jahrgang deklariert wird. Natürlich ist die Qualität schwankend, aber dennoch angesichts der großen Menge sehr, sehr gut. Die Trauben stammen nur aus den besten Lagen des Moët Imperiums, der Champagner besteht in etwa aus gleichen Teilen Chardonnay und Pinot Noir (kein Pinot Meunier) und Dom Pérignon ist immer ein Jahrgangs-Champagner. Der lange Ausbau auf der Hefe ist Legende und die Flaschen werden in 3 Reifestufen (Plénitudes) vermarktet, die 1. Reifestufe nach 6-8 Jahren. Seit den 1960er Jahren gibt es auch eine Rosé-Variante und immer wieder werden Releases älterer Jahrgänge herausgebracht - je nach Alter zu teils sehr hohen Preisen.

Das Prestige eines Dom Pérignon ist unangefochten und in den allermeisten Fällen auch gerechtfertigt. Sehr gesucht sind die seit dem Jahrgang 2000 erstmals vorgestellten Künstleretiketten, die in kleineren Auflagen vermarktet werden. Sammler, Genießer, Club-Besucher und Freunde exklusiver Veranstaltungen lieben Dom Pérignon. Und jeder Champagner-Liebhaber sollte zumindest einmal eine Flasche getrunken haben.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2003 in der Champagne

Jahrgangsbewertung 3 Sterne von 5

2003 geht in die Geschichte als das Jahr mit dem heißesten Sommer seit langer Zeit ein. Die Hitzeperiode im Sommer brach alle Rekorde mit wochenlangen Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Extremer Trockenstress und Hitze haben auch den Trauben in der Champagne stark zugesetzt. Kämpft man in der Champagne sonst eher mit mangelnder Reife, so konnte man die wenigen Trauben, die diese Tortur gesund überlebt hatten, so früh wie selten zuvor ernten. Viele Trauben schützten sich vor der Hitze, indem sie das Wachstum einstellten und überhaupt nicht reiften. War der Klimaverlauf schwierig genug für den Chardonnay, so spielte er dem Pinot Noir in die Hände. Auch im nahen Burgund wurden hervorragende Pinot Noir Rotweine gekeltert. Im Vorteil waren besonders geschützte Weinbergslagen, z.B. an den Nordhängen der Montagne de Reims. Eine besonders harte Selektion war allerdings Voraussetzung für große Champagner, die verwertbare Ernte lag weit unter dem normalen Durchschnitt, teilweise nur bei etwa einem Drittel.

Außer Frage ist allerdings, dass dieses extreme Wetter die Diskussion um den Klimawandel und die Erderwärmung wieder angefacht hat. Die Champagner-Produzenten werden sich wohl öfters auf sehr warme Jahrgänge einstellen müssen. Dabei ist das Geheimnis großer Champagner die intensive Mineralität und frische Säure der Grundweine, nicht die überbordende Fruchtigkeit mit hohen Zucker- und Alkoholwerten. Dennoch zählen gerade sehr warme Jahrgänge oft zu den legendären Champagner Jahrgängen, wie z.B. 1959, der zweiwärmste Jahrgang vor 2003. Diskutiert wird auch immer wieder das Reifepotenzial, das Champagnern aus warmen Jahrgängen mangels Säure abgesprochen wird. Gegenbeweise gibt es allerdings viele. Eine endlose Diskussion, die in den kommenden Jahren sicher noch intensiver geführt werden wird.

Nur sehr wenige Champagnerhäuser deklarierten den Jahrgang, sie verwendeten das Traubenmaterial lieber für ihre Cuvées. So war es eine große Überraschung, als Dom Pérignon den Jahrgang 2003 ankündigte und ein Jahr später noch den Rosé 2003 vorstellte. Auch das Haus Krug, wahrlich für höchste Maßstäbe bei der Qualität bekannt, deklarierte einen Vintage 2003 und zudem noch den Clos du Mesnil 2003, immerhin ein reiner Chardonnay-Champagner. Tatsächlich waren alle drei Champagner im Markt sehr erfolgreich und binnen kürzester Zeit ausverkauft, sicherlich auch ein Effekt der geringen Mengen.

Datenblatt


Champagner
12,5% Alkohol
Pinot Noir
Chardonnay
Erzeuger / Abfüller
Moët & Chandon | 20, Avenue de Champagne | F-51200 Epernay | Frankreich
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße

Datenblatt


Champagner
12,5% Alkohol
Pinot Noir
Chardonnay
Erzeuger / Abfüller
Moët & Chandon | 20, Avenue de Champagne | F-51200 Epernay | Frankreich
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
Dom Pérignon Rosé 2003


Moët & Chandon

13 Jahrgänge / Weine



559,00 €
(372,67 €/l)
Dom Pérignon - MAGNUM
1,50 l
559,00 €

(372,67 €/l)
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(3.986,67 €/l)

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