Die Grande Sendrée Rosé 2008


Weinbewertung 4 Sterne von 5

Der Name Grande Sendrée kommt von einer Parzelle, die 1838, beim großen Brand von Urville, von Asche (Französisch "cendreé") bedeckt wurde. Beim Abschreiben des Katasters schlich sich ein Schreibfehler ein, so dass Ort und Cuvée heute mit "S" geschrieben wird. Das Geheimnis dieser wohl besten Parzelle von Drappier mit sehr alten Rebstöcken ist ihr außergewöhnlich kalkhaltiger Boden "crayot", ideal für einen charaktervollen, eleganten Chardonnay, der in der Cuvée typischerweise zu 45% verwendet wird. Wie bei Prestige Cuvées üblich wird auch die Grande Sendrée nur in sehr guten Jahren produziert. Seit einigen Jahren gibt es auch die Rosé Variante mit etwa 90% Pinot Noir.

Die Vinifikation ist ebenso aufwändig wie schonend und steht der intensiven Weinbergspflege in Handarbeit nicht nach. Die Trauben werden extrem sanft gepresst, der Most nur durch Schwerkraft ohne Pumpen bewegt. Die Fermentation bei niedrigen Temperaturen erfolgt über etwa zwei Wochen, der Wein wird - wie bei Drappier üblich - nur mit minimalen Mengen Schwefel versetzt. Der biologische Säureabbau (Malolaktische Gärung) wird bis zum Ende geführt., danach ohne Filtration assembliert. Nach 9 Monaten Fassreifung wird abgefüllt und wieder fermentiert. Die Grande Sendrée bleibt mindestens sechs Jahre auf der Hefe liegen, bevor degorgiert wird. Dass die Flaschen von Hand gerüttelt werden, versteht sich von selbst. Die Dosage mit im Holz ausgebauten Likören ist mit rund 5 g/l ebenfalls sehr gering.

Die Maison Champagne Drappier kann ihren Stolz über diesen fabelhaften Jahrgang nicht verbergen. Bei den beiden 2008er Versionen dreht sich buchstäblich alles um optimale Eleganz und intensive, aromatische Komplexität. Der Rosé liegt mit heller Kupferfarbe im Glas, eine unwiderstehliche Farbe. Das Bukett verströmt dezente florale Aromen, dazu reife Orangen und deutlich Honig.

Am Gaumen entwickeln sich vollmundige, reife Fruchtschichten, süß und mit enormem Volumen. Ein Kraftpaket, das sofort von einer knackigen Säure eingefangen wird. Jetzt wirkt der Champagner gradlinig, fokussiert und mit einer stark mineralischen Komponente, der Chardonnay scheint das Kommando zu übernehmen. Bei aller Süße ist der Grande Sendrée sehr trocken ausgebaut und wird in den Abgang hinein immer säurebetonter. Im Finale zeigen sich nochmal Grapefruit-Aromen, delikat süß/sauer. Der Champagner wird im Glas mit ein paar Minuten Reifezeit immer ausdrucksstärker.

Angesichts des herausragenden Jahrgangs dürfte die Lagerfähigkeit immens sein.

Die Maison Drappier




Das Traditionshaus Drappier liegt ganz im Süden der Champagne in der Côte des Bars und setzt hier die Messlatte für die Qualität der Region. Das Terroir rund um Urville ist Pinot Noir geprägt, der hier einen ganz besonderen Ausdruck findet, denn eigentlich würde man auf den kalkhaltigen Böden eher ein Übergewicht an Chardonnay erwarten. Drappier hat vor allem bei Sommeliers einen herausragenden Ruf, sind seine Champagner doch perfekte Begleiter der Haute Cuisine. Dazu kommt der minimale Einsatz von Schwefel und die sehr geringe Dosage, die den ursprünglichen Charakter des großartigen Terroirs so wenig wie möglich verdecken. Die Champagner wirken kraftvoll und füllig und gleichzeitig sehr fein und elegant. Durch die sehr überschaubare Produktionsmenge umgibt die Drappier Champagner auch ein unübersehbarer Hauch von Exklusivität bei sehr moderaten Preisen.

Das Spitzenprodukt des Hauses Drappier ist der Lagen-Champagner Grande Sendrée, einer der legendären Champagner der gesamten Region und regelmäßig auf den Karten der Sternegastronomie zu finden.

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Der Jahrgang 2008 in der Champagne


Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Große Champagner-Jahrgänge leben von einer großartigen Balance von Reife, Frucht und Säure. Diese Kombination ist so selten, da im Herbst oft Mehltau die gesunden Trauben bedroht. Die Champagner-Winzer wünschen sich daher im September und Oktober stets trockene Winde und sonniges Wetter. War in früheren Jahren mangelnde Reife oft ein Problem, so gibt mit der allgemeinen Klimaerwärmung hier nur noch selten Grund zur Klage. Wärme in Verbindung mit feuchtem Wetter vor und während der Ernte ist aber fast immer ein Problem, denn dann können die Winzer die Erntezeitpunkte nicht nach der Ausreifung optimal bestimmen und werden zu früh zum Ernten gezwungen.

Der Wetterverlauf in 2008 entsprach ab Anfang September so ziemlich genau dem Ideal der Champagner-Winzer. Es war durchgehend schönes Wetter, tagsüber warm genug für die perfekte Ausreifung und nachts kühl genug, um die frische Säure zu konservieren. Das stabile Wetter nahm den Druck von den Erntezeitpunkten, jede Parzelle konnte zum optimalen Zeitpunkt abgeerntet werden. In dem eher ungünstigen Wetterverlauf die Monate vorher wuchsen die Beeren zu einer überschaubaren Größe mit dicken Schalen heran, was für die aromatische Intensität von großem Vorteil war. Lange Zeit hatte es nach einem schwachen Jahrgang ausgesehen. Es war zuerst zu feucht, später trocken, aber fast immer zu kühl. Ein kühler März verzögerte die Knospung und eisige Temperaturen beeinträchtigten die Blüte. Der Juli war noch heiß und stürmisch, doch im August kühlte es merklich ab. Zudem fehlte im August zunächst die Sonne, die Reifung verlief sehr langsam. Später aber drehte das Wetter doch noch zum Guten und die Sonne blieb ebenso wie die frischen Winde bis über den gesamten Erntezeitraum.

Die Champagner aus dem Jahrgang 2008 zeichnen sich durch eine ausgeprägte Terroir-Charakteristik aus. Da keine spezielle Region in der Champagne im Vor- oder Nachteil war, gerieten alle drei Rebsorten gleichermaßen gut. Als eher kühler Jahrgang sind die Champagner stahlig mineralisch, elegant und säurebetont. Jahrgangsvergleiche sind immer sehr schwierig, aber 1988 war einigermaßen ähnlich.

zum Jahrgangsbericht 2008

Weinbeschreibung


Weinbewertung 4 Sterne von 5

Der Name Grande Sendrée kommt von einer Parzelle, die 1838, beim großen Brand von Urville, von Asche (Französisch "cendreé") bedeckt wurde. Beim Abschreiben des Katasters schlich sich ein Schreibfehler ein, so dass Ort und Cuvée heute mit "S" geschrieben wird. Das Geheimnis dieser wohl besten Parzelle von Drappier mit sehr alten Rebstöcken ist ihr außergewöhnlich kalkhaltiger Boden "crayot", ideal für einen charaktervollen, eleganten Chardonnay, der in der Cuvée typischerweise zu 45% verwendet wird. Wie bei Prestige Cuvées üblich wird auch die Grande Sendrée nur in sehr guten Jahren produziert. Seit einigen Jahren gibt es auch die Rosé Variante mit etwa 90% Pinot Noir.

Die Vinifikation ist ebenso aufwändig wie schonend und steht der intensiven Weinbergspflege in Handarbeit nicht nach. Die Trauben werden extrem sanft gepresst, der Most nur durch Schwerkraft ohne Pumpen bewegt. Die Fermentation bei niedrigen Temperaturen erfolgt über etwa zwei Wochen, der Wein wird - wie bei Drappier üblich - nur mit minimalen Mengen Schwefel versetzt. Der biologische Säureabbau (Malolaktische Gärung) wird bis zum Ende geführt., danach ohne Filtration assembliert. Nach 9 Monaten Fassreifung wird abgefüllt und wieder fermentiert. Die Grande Sendrée bleibt mindestens sechs Jahre auf der Hefe liegen, bevor degorgiert wird. Dass die Flaschen von Hand gerüttelt werden, versteht sich von selbst. Die Dosage mit im Holz ausgebauten Likören ist mit rund 5 g/l ebenfalls sehr gering.

Die Maison Champagne Drappier kann ihren Stolz über diesen fabelhaften Jahrgang nicht verbergen. Bei den beiden 2008er Versionen dreht sich buchstäblich alles um optimale Eleganz und intensive, aromatische Komplexität. Der Rosé liegt mit heller Kupferfarbe im Glas, eine unwiderstehliche Farbe. Das Bukett verströmt dezente florale Aromen, dazu reife Orangen und deutlich Honig.

Am Gaumen entwickeln sich vollmundige, reife Fruchtschichten, süß und mit enormem Volumen. Ein Kraftpaket, das sofort von einer knackigen Säure eingefangen wird. Jetzt wirkt der Champagner gradlinig, fokussiert und mit einer stark mineralischen Komponente, der Chardonnay scheint das Kommando zu übernehmen. Bei aller Süße ist der Grande Sendrée sehr trocken ausgebaut und wird in den Abgang hinein immer säurebetonter. Im Finale zeigen sich nochmal Grapefruit-Aromen, delikat süß/sauer. Der Champagner wird im Glas mit ein paar Minuten Reifezeit immer ausdrucksstärker.

Angesichts des herausragenden Jahrgangs dürfte die Lagerfähigkeit immens sein.

Über das Weingut




Die Maison Drappier

Das Traditionshaus Drappier liegt ganz im Süden der Champagne in der Côte des Bars und setzt hier die Messlatte für die Qualität der Region. Das Terroir rund um Urville ist Pinot Noir geprägt, der hier einen ganz besonderen Ausdruck findet, denn eigentlich würde man auf den kalkhaltigen Böden eher ein Übergewicht an Chardonnay erwarten. Drappier hat vor allem bei Sommeliers einen herausragenden Ruf, sind seine Champagner doch perfekte Begleiter der Haute Cuisine. Dazu kommt der minimale Einsatz von Schwefel und die sehr geringe Dosage, die den ursprünglichen Charakter des großartigen Terroirs so wenig wie möglich verdecken. Die Champagner wirken kraftvoll und füllig und gleichzeitig sehr fein und elegant. Durch die sehr überschaubare Produktionsmenge umgibt die Drappier Champagner auch ein unübersehbarer Hauch von Exklusivität bei sehr moderaten Preisen.

Das Spitzenprodukt des Hauses Drappier ist der Lagen-Champagner Grande Sendrée, einer der legendären Champagner der gesamten Region und regelmäßig auf den Karten der Sternegastronomie zu finden.

Jahrgangsbeschreibung


Der Jahrgang 2008 in der Champagne

Jahrgangsbewertung 5 Sterne von 5

Große Champagner-Jahrgänge leben von einer großartigen Balance von Reife, Frucht und Säure. Diese Kombination ist so selten, da im Herbst oft Mehltau die gesunden Trauben bedroht. Die Champagner-Winzer wünschen sich daher im September und Oktober stets trockene Winde und sonniges Wetter. War in früheren Jahren mangelnde Reife oft ein Problem, so gibt mit der allgemeinen Klimaerwärmung hier nur noch selten Grund zur Klage. Wärme in Verbindung mit feuchtem Wetter vor und während der Ernte ist aber fast immer ein Problem, denn dann können die Winzer die Erntezeitpunkte nicht nach der Ausreifung optimal bestimmen und werden zu früh zum Ernten gezwungen.

Der Wetterverlauf in 2008 entsprach ab Anfang September so ziemlich genau dem Ideal der Champagner-Winzer. Es war durchgehend schönes Wetter, tagsüber warm genug für die perfekte Ausreifung und nachts kühl genug, um die frische Säure zu konservieren. Das stabile Wetter nahm den Druck von den Erntezeitpunkten, jede Parzelle konnte zum optimalen Zeitpunkt abgeerntet werden. In dem eher ungünstigen Wetterverlauf die Monate vorher wuchsen die Beeren zu einer überschaubaren Größe mit dicken Schalen heran, was für die aromatische Intensität von großem Vorteil war. Lange Zeit hatte es nach einem schwachen Jahrgang ausgesehen. Es war zuerst zu feucht, später trocken, aber fast immer zu kühl. Ein kühler März verzögerte die Knospung und eisige Temperaturen beeinträchtigten die Blüte. Der Juli war noch heiß und stürmisch, doch im August kühlte es merklich ab. Zudem fehlte im August zunächst die Sonne, die Reifung verlief sehr langsam. Später aber drehte das Wetter doch noch zum Guten und die Sonne blieb ebenso wie die frischen Winde bis über den gesamten Erntezeitraum.

Die Champagner aus dem Jahrgang 2008 zeichnen sich durch eine ausgeprägte Terroir-Charakteristik aus. Da keine spezielle Region in der Champagne im Vor- oder Nachteil war, gerieten alle drei Rebsorten gleichermaßen gut. Als eher kühler Jahrgang sind die Champagner stahlig mineralisch, elegant und säurebetont. Jahrgangsvergleiche sind immer sehr schwierig, aber 1988 war einigermaßen ähnlich.

Datenblatt


Champagner
12,0% Alkohol
Pinot Noir 90%
Chardonnay 10%
Verwendet werden ausschließlich Moste aus der ersten Pressung („cuvée“). Mechanische Pressen mit niedrigem Druck. Der Most fließt durch Schwerkraft, Pumpen wird über üssig, was die Oxydierung verhindert. Minimaler Einsatz von Schwefel, natürliche Klärung. Alkoholische Gärung zwei Woche bei niedriger Temperatur. Danach natürliche und vollständige malolaktische Gärung (biologischer Säureabbau). Kein Filtrieren. Assemblage.
32 % der Weine reifen 9 Monate im Fass, nach dem Abfüllen reift die Cuvée über mindestens 6 Jahre in der Flasche. Dosage bei 5 g/l
Erzeuger / Abfüller
Champagne Drappier | Rue des Vignes | F-10200 Urville | Frankreich |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße

Datenblatt


Champagner
12,0% Alkohol
Pinot Noir 90%
Chardonnay 10%
Verwendet werden ausschließlich Moste aus der ersten Pressung („cuvée“). Mechanische Pressen mit niedrigem Druck. Der Most fließt durch Schwerkraft, Pumpen wird über üssig, was die Oxydierung verhindert. Minimaler Einsatz von Schwefel, natürliche Klärung. Alkoholische Gärung zwei Woche bei niedriger Temperatur. Danach natürliche und vollständige malolaktische Gärung (biologischer Säureabbau). Kein Filtrieren. Assemblage.
32 % der Weine reifen 9 Monate im Fass, nach dem Abfüllen reift die Cuvée über mindestens 6 Jahre in der Flasche. Dosage bei 5 g/l
Erzeuger / Abfüller
Champagne Drappier | Rue des Vignes | F-10200 Urville | Frankreich |
Allergene
enthält Sulfite und Eiweiße
Drappier Grande Sendrée Rosé 2008


Champagne Drappier

3 Jahrgänge / Weine



44,90 €
(59,87 €/l)
Drappier Millésime Exception
0,75 l
44,90 €

(59,87 €/l)
139,00 €
(92,67 €/l)
Drappier Millésime Exception - MAGNUM
1,50 l
139,00 €

(92,67 €/l)
219,00 €
(146,00 €/l)
Drappier Grande Sendrée - MAGNUM
1,50 l
219,00 €

(146,00 €/l)

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