Parker bewertet den 2006er hoch

01. März 2009



In den Beginn der Auslieferung des Bordeaux-Jahrgangs 2006 fällt die Nachbewertung der in Flaschen abgefüllten Weine von Robert Parker. Allerdings hatte sich schon abgezeichnet, dass der Jahrgang, etwas im Schatten des glorreichen Jahrgangs 2005, besser zu sehen ist als zunächst angenommen. Dabei hilft sicherlich ein anerkanntermaßen schwacher Jahrgang 2007 und auch 2008 erhält bestenfalls das Prädikat "klassischer Jahrgang", folglich höchstens Mittelmaß. Also hält man sich an den bezahlbaren 2006er und teilweise auch an den vergleichsweise regelrecht preiswerten 2004er Jahrgang, der auch nicht so schlecht war.

Wein des Jahres 2006 ist ohne Zweifel Mouton Rothschild, der von Parker in der Faßprobe mit 96-100 P und jetzt auf der Flasche mit 98+ P bewertet wurde. Damit bleiben die 100 P weiter möglich und der Preis für den sowieso teuren Wein hoch. Gleichzeitig zeigt Mouton eine im langjährigen Vergleich mit den anderen Premiers unbekannte Qualitätsexplosion. Noch in 2005 konnte Mouton den sehr hohen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Und dann der 2006er, der laut Parker an die phänomenalen Weine aus 1982 und 1986 anknüpft. Grundlage dieser Entwicklung ist die extrem strenge - und bei Gütern dieser Klasse übliche - Selektion der Trauben. Seit Jahrzehnten hat Mouton mit 44% keine so geringe Quote der Trauben mehr für den "Grand Vin" verwendet, sicherlich auch die Handschrift von Philippe Dalhuin, der seit 2004 bei Mouton das Sagen hat.

Weitere Top-Weine aus 2006 sind Ausone, La Mondotte und Lafite. Haut-Brion liegt mit 96 P über der Bandbreite der Faßmuster. Erstaunlich ist auch die Breite der guten Bewertungen. Vergleicht man diese, stellt man fest, daß nach Parker 2006 schon fast ein großes Jahr war. Insgesamt zeigt sich damit, dass die Kellermeister heute auch in klimatisch nicht optimalen Jahren noch eine ganze Menge herausholen können. Vielleicht werden 2006 und auch 2004 später einmal als ausgezeichnete Kaufgelegenheiten angesehen werden. Bis auf Mouton, der wird sicherlich noch teurer werden ...


GAJA CA'MARCANDA
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Finesse-Wein trifft auf Finesse-Jahrgang. Seit 2015 ist der Camarcanda eine Cuvée aus 80% Cabernet Sauvginon und 20% Cabernet Franc. Die Trauben stammen ausschließlich aus den Zonen mit weißem Kalkstein. Schon die Nase ist Finesse pur mit Amarenakirsche und einem Schuss Lakritz. Am Gaumen legt der Wein enorm an Dichte, Tiefe und Kraft zu. Was für eine Power, seidenweich verpackt! Ein toller Bolgheri-Wein, der sicherlich von einer langen Lagerung sehr profitieren wird.

129,00 €

0,750 l (172,00 €/l)


Domaine Amiot-Servelle
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Kaum zu glauben, dass man den 1er Cru Les Charmes noch steigern kann. Der Les Amoureuses beweist eindrucksvoll, dass dies möglich ist. Perfekte Harmonie, eine markant würzige Säure und ein unglaublich intensives und reines Bukett nach reifen, frischen Kirschen markieren die Eckpunkte dieses Meisterwerks an Finesse ohne jegliche Schwere.

259,00 €

0,750 l (345,33 €/l)


Champagne Krug
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Wie bei der Jahrgangs-Cuvée hat das Haus Krug den Clos du Mesnil Jahrgang 2002 über 13 Jahre auf der Hefe gelassen. Angemessen, angesichts dieses so großen und bedeutenden Jahrgangs. Der im Mai 2016 vorgestellte Jahrgang 2002 reiht sich ein in die Legenden wie 1990 und 1996. Ein ebenso extrem rares wie exquisites Champagner-Vergnügen auf höchstem Niveau für die nächsten 30 Jahre.

1.399,00 €

0,750 l (1.865,33 €/l)