Bordeaux 2007 Primeurkampagne

10. Juni 2008



Deutliche Worte von den Weinkritikern: der Bordeaux-Jahrgang 2007 ist (zumindest bei den Rotweinen) relativ schlecht ausgefallen. Kühles und regnerisches Wetter über lange Perioden ließ die Trauben nicht ausreifen, nur ein sehr großer Einsatz im Weinberg konnte da noch etwas retten. Trotzdem: gnadenlos wollten die Kritiker dann doch nicht bewerten. Das heißt dann "fruchtig", "elegant", "früh trinkreif" und gibt so zwischen 86 und 91 Punkte.

Während der Wine Spectator deutliche Abschläge machte, gab Parker in der Tendenz mehr Punkte. Doch Spitzenbewertungen blieben gänzlich aus, kein Premier Cru kam über 96 RP. Dabei kam das linke Ufer besser weg als das Médoc, aber auch hier nur ein mittelmäßiger Jahrgang. Viel besser sind die Süßweine aus Sauternes gelungen, das Wetter war für edelfaule Weine genau richtig. Hier konnte man wohl an den Spitzenjahrgang 2001 anknüpfen.

Bleibt die Frage nach der Preisentwicklung. Natürlich beklagt alle Welt jedes Jahr erneut die "völlig überzogenen Preise". Allerlei Gründe werden angefügt: die Nachfrage der Asiaten (Chinesen!), der Russen und der Amerikaner. Ach ja, die fallen in diesem Jahr wohl aus (Subprime-Krise, schwacher Dollar, uninteressanter Jahrgang). Obwohl die Top-Châteaus die Preise noch nicht bekannt gegeben haben, kann man absehen, dass der 2007er Jahrgang zum Vorjahr 20% günstiger wird, gegenüber dem Jahrhundertjahrgang 2005 beträgt der Abschlag bis zu 50%. In Dollar gerechnet also in etwa der gleiche Preis wie 2006, was angesichts der Qualitäten kaum gerechtfertigt ist.

Also: kaufen, oder lieber nicht? Das ist die Frage, die in den Foren heiß diskutiert wird. Kaufen kann man sicher die Süßweine und einige der besser gelungen roten Bordeaux. Beeilen muß man sich aber nicht, die Primeurkampagne läuft wohl nicht gut - kein Wunder eigentlich.

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Der 2016er ist tatsächlich noch besser als der große 2015er. Eleganz, Finesse, Balance und mit der Präzision eines Lasers geschnittene Fruchtaromen durch eine schier perfekte Säure. Der Sassicaia 2016 ist von mittlerem Körper, aber zeigt eine delikate, fruchtsüße Saftigkeit bis in den Abgang mit erstaunlicher Komplexität und Persistenz. Ein echter 2016er also und ein in jeder Hinsicht bedeutender Jahrgang für die Tenuta San Guido, die zum Zeitpunkt der Abfüllung das 50-jährige Jubiläum des Sassicaia feiert.

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Wir haben uns in diesen wunderbaren Wein schon bei der ersten Fassprobe im Sommer 2014 verliebt. Und jedes Jahr legte er weiter zu. Er verströmt eine betörende Aromatik vor allem nach Schokolade, bezaubert mit feinster, süßer Frucht und begeistert mit einem seidenweichen, eindrucksvollen Abgang. Ein Meisterwerk aus Bolgheri, das Bordeaux nicht einfach kopiert, sondern mit seiner faszinierenden mediterranen Aromatik den Sassicaia unverwechselbar macht.

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Der 2001er Gaja Barbaresco zählt zu den großen Jahrgängen, das Decanter-Magazin nahm ihn sogar in die Liste der Wein-Legenden auf. Der warme und trockene Jahrgang ohne Wetterextreme manifestiert sich in einem kraftvollen, dichten und trotzdem eleganten Wein mit einer samtigen und leicht cremigen Textur und mächtiger Frucht. Auch nach über 15 Jahren noch relativ jung. Dieser große Wein nähert sich langsam dem Höhepunkt.

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