Urteil: Weinsammlung ist kein Haushaltsgegenstand

10. September 2012



Ob der Ehemann auch Champagner gesammelt hat? Behalten dürfte er sie nach dem Urteil...

Das Amtsgericht München veröffentlicht in seiner Pressemitteilung 45/12 vom 03.09.12 eine Entscheidung in einem Scheidungsfall, in dem über den Wertausgleich einer wertvollen Weinsammlung entschieden wurde. Während die Ehefrau die Hälfte des Weinschatzes beanspruchte - wahlweise einen Schadensersatz von 250.000 € - urteilten die Richter, dass die Weinsammlung kein Haushaltsgegenstand und damit nicht zu teilen sei.

Offensichtlich handelte es sich um einen passionierten Sammler, der über viele Jahre wertvolle Flaschen, genannt werden Pétrus und Lafleur, zusammen getragen und minutiös verwaltet hatte. Die Ehefrau hingegen interessierte sich für das Hobby des Mannes wenig, trank nur gelegentlich etwas Wein mit. In einem Scheidungsfall zu teilen seien alle Haushaltsgegenstände, also Gegenstände, die der "gemeinsamen Lebensführung" dienen. Obwohl dazu regelmäßig Lebensmittel zählten, wäre dies jedoch nicht auf die Weinsammlung anzuwenden. Diese diente legidlich dem Bedarf des Ehegatten und gehörte somit ihm alleine. "Entscheidend sei dabei die Zweckbestimmung und Nutzung im Einzelfall", so die Begründung des Amtsgerichts. Der Weinfreund hatte zudem den Keller selbst verwaltet und den Zugriff zum Schlüssel. Der Vorrat war nicht als Lager für die gemeinsame Lebenführung gedacht, der Ehemann wählte die Flaschen selbst nach optimalem Trinkzeitpunkt aus.

Wieder einmal ein eindrucksvoller Beleg, dass man in Bayern nicht nur vom Bier etwas versteht. Dem königlich Bayerischen Amtsgericht wäre da aber sicher eine salomonischere Lösung eingefallen...

Urteil des Amtsgerichts München vom 3.12.10, AZ 566 F 881/08

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