Warum spricht die Weinkritik eigentlich immer nur Englisch?

26. Juni 2007



Schon erstaunlich: die weltweit berühmtesten Weinkritiker und Weinjournalisten kommen aus England und den USA.

Beispiel Robert M. Parker:
Der Weinkritiker Robert Parker aus Maryland, USA, bestimmt mit seiner 100 Punkte Skala die Preise für feine Weine praktisch weltweit. Ganz Bordeaux wartet auf seine Beurteilung und setzt dann die Primeurpreise fest. Parkerpunkte bestimmen in weitem Umfang den wirtschaftlichen Erfolg der Winzer, seinem Geschmack, der inzwischen gut bekannt ist, zu folgen heißt gute Gewinne zu machen. Parker ist zudem als Herausgeber wichtiger Bücher und der Zeitschrift "The Wine Advocat" in großem Stil publizistisch tätig.

Beispiel Michael Broadbent:
Mit 80 Jahren ist Michael Broadbent der Grandseigneur der großen Weinkritiker. Über mehrere Jahrzehnte war er Senior Director der 1966 von ihm wieder gegründeten Weinabteilung des angesehenen Auktionshauses Christie’s in London. Als Buchautor und Mitarbeiter wichtiger Weinzeitschriften (z.B. Dekanter) wurde Broadbent weltberühmt. Seine Spezialität ist vor allem die Beurteilung besonders alter und seltener Weine, seine Degustationsnotizen sind in Buchform erhältlich.

Beispiel Jancis Robinson:
Jancis Robinson ist als Weinjournalistin vor allem Spezialistin für Rebsorten. Dieses Wissen ist in mehrere Buchproduktionen eingeflossen. Zudem gibt sie das "Oxford Weinlexikon" heraus und schreibt in zahlreichen Zeitschriften, u.a. dem deutschen "Wein Gourmet". Von Hugh Johnson übernahm Sie zudem die Überarbeitung des Standardwerks "Der Weinatlas", eine Arbeit, die sie fortführen dürfte. Heute konzentriert sie sich insbesondere auf ihre eigene Website.

Beispiel Hugh Johnson:
Hugh Johnson ist einer weltweit wichtigsten Weinkritiker und Weinjournalisten und wurde für seine Standardwerke der Weinliteratur vielfach ausgezeichnet. Als Autor des "Weinatlas" und des "Großen Johnson" und des "Kleinen Johnson" sowie seiner "Weingeschichte" hat er für eine ganze Literaturgattung die Maßstäbe gesetzt.

Beispiel Serena Sutcliffe:
Serena Sutcliffe, die seit 1976 den Titel eines "Master of Wine" trägt leitet seit 1991 als Direktorin die Weinabteilung von Sotheby`s, die seit dieser Zeit stark wuchs und auch in die USA expandierte. Auch als Buchautorin hat sie sich ebenfalls einen Namen gemacht, bekannt sind ihre Werke über burgundische Weine und "Große Champagner".

Vielleicht alles nur Zufälle und sicherlich gibt es sehr bekannte Weinexperten aus zahlreichen anderen Ländern. Dennoch fällt auf, dass insbesondere die Weinkritik dem angelsächsischen Sprachraum entstammt. So wie auch das Auktionsgeschehen traditionell auf England und die USA konzentriert ist. So konzentrieren sich die Kontinentaleuropäer also eher auf`s Weinmachen und das ist angesichts der Ergebnisse dann auch vielleicht sinnvoller ...

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Wie bei der Jahrgangs-Cuvée hat das Haus Krug den Clos du Mesnil Jahrgang 2002 über 13 Jahre auf der Hefe gelassen. Angemessen, angesichts dieses so großen und bedeutenden Jahrgangs. Der im Mai 2016 vorgestellte Jahrgang 2002 reiht sich ein in die Legenden wie 1990 und 1996. Ein ebenso extrem rares wie exquisites Champagner-Vergnügen auf höchstem Niveau für die nächsten 30 Jahre.

1.399,00 €

0,750 l (1.865,33 €/l)

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Der Guidalberto positioniert sich immer erfolgreicher als ein eigenständiger Wein der Tenuta San Guido. Der tiefrote, undurchdringliche 2012er zeigt viel reife Frucht, Pflaumen und Cassis. Der hohe Merlot-Anteil macht ihn rund und weich, die gute Säurestruktur verleiht im Charakter und fängt die reife Frucht perfekt ein. Ein klassischer Guidalberto und ein klassischer Wein von der Küste der Toskana mit sehr gutem Reifepotenzial.

59,00 €

0,750 l (78,67 €/l)

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Im intensiven Wettbewerb der Chamapgnerhäuser setzt sich das Haus Krug immer weiter in Richtung Exklusivität ab. Der im Februar 2016 nach 13 Jahren Kellerreife vorgestellte Vintage 2002 ist dafür ein guter Beleg. Der Champagner ist derart herausragend, dass man offensichtlich nur winzige Mengen in den Markt gibt. Selten war bei einem Champagner die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot derart groß. Sogar so groß, dass dieser Jahrgang faktisch nicht zu kaufen ist. Wir haben uns aber entschlossen, ein paar Flaschen anzubieten. Streng limitiert, dafür aber wirklich lieferbar! Sie können die Flasche in Ruhe selbst genießen, denn dass Sie eine im Keller haben glaubt Ihnen sowieso niemand.

459,00 €

0,750 l (612,00 €/l)