Boomender Weinmarkt Asien

04. Januar 2011





Die ungebremste Entwicklung in China, die boomende Wirtschaft Asiens, fallende Zollschranken, stetiges Wachstum und der damit rapide zunehmende Wohlstand vor allem in den Ballungszentren Asiens entwickeln sich zu den wichtigsten Wachstumstreibern für Bordeaux-Weine.

"China und Wein" - eine in 2010 viel diskutierte Kontroverse für sich. Ähnlich wie Kaffee ist Weinkonsum in typischen chinesischen Restaurants sowohl im Norden als auch im Süden der Volksrepublik kaum oder teilweise gar nicht vorzufinden. Immer abhängig von der Restaurantkategorie lassen sich Spitzen- und auch Durchschnittsweine nur in westlichen Restaurant- oder Hotelketten konsumieren. Entsprechend der chinesischen Tradition spielt Wein eigentlich eine unwichtige Rolle, da der leicht säuerliche, tanninhaltige Geschmack für traditionelle Chinesen eher befremdend wirkt.

Warum also wird China als einer der größten Weinmärkte der Welt gesehen und warum steigen die Preise mancher Chateaus aus dem Médoc in schier unglaubliche Höhen obwohl sich die Weinkultur in China erst in ihrer Entstehungsphase befindet?

Auf diese Fragen gibt es mehrere Antworten. Vor allem die spielfreudige chinesische Oberschicht in Südchina trägt dazu bei, dass sich die Sonderverwaltungszone Hong Kong zum zweitgrößten Weinmarkt der Welt entwickelte, insbesondere nachdem die Zollschranken gefallen waren. Das Glücksspiel in Macau oder der Kauf von Premier Cru Flaschen bei einem der großen Hong Konger Auktionshäuser hat sich zu einer Form von Unterhaltung für wohlhabende Chinesen entwickelt. Die jüngere aufstrebende Generation passt sich zudem mit wachsendem Wohlstand mehr und mehr der westlichen Lebenskultur an, so auch beim Essen. Einer der wichtigsten Aspekte sind Statussymbole. Während jeder Taxifahrer in Peking durch einen langen Fingernagel ausdrückt, dass er in seinem Leben nicht mehr körperlich arbeiten muss, versucht die chinesische Oberschicht durch den Kauf von westlichen Luxusmarken ihren Erfolg für Außenstehende sichtbar zu machen.

Ein besonderes Phänomen ist dabei die Entwicklung der Nachfrage nach Lafite-Weinen, die die Preise dieser sowieso schon teuren Weine fast explodieren ließ. In der Dezember-Auktion von Sothebys in Hong Kong wurden für gesuchte Jahrgänge bis zu 30.000.- € pro 12er OHK bezahlt. Ausgelöst dadurch, dass chinesische Käufer vor allem aus Shenzhen, Peking, Hong Kong und Shanghai Lafite Rothschild als "das Statussymbol" überhaupt ansehen, haben andere Châteaus nun reagiert, um wieder Marktanteile in China zu gewinnen. Mouton Rothschild hat sein jährliches Künstleretikett des Jahrgangs 2008 von einem Pekinger Künstler, dem Direktor des Today Art Museums entwerfen lassen. Die Preise für diesen eher mittelmäßigen Jahrgang sind daraufhin sofort stark gestiegen.

Keine Frage: ungeachtet der Risiken in Bezug auf die chinesische Wirtschaft, der Aufwertung des Yuans oder einer drohenden Immobilienkrise wird sich China auch zukünftig als Preistreiber für die großen Bordeaux-Marken etablieren. Solange immer höhere Preise für die Spitzenweine auch deren Prestige immer weiter erhöht, bleibt die Frage nach dem Preis-/Leistungsverhältnis weiter irrelevant.

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Mit vielen Vorschusslorbeeren wurde der Jahrgang 2011 überschüttet - und der Sassicaia hat diese Erwartungen noch übertroffen. Nach dem extrem fruchtbetonten 2009er, dem feinen und unglaublich eleganten 2010er nun der dritte Spitzenjahrgang in Folge. Der 2011er vermittelt schon heute ein fast unwirkliches Mundgefühl, da ist nur Samt und Seide in Vollendung. Wie ist es möglich, einen solchen Cabernet Sauvignon herzustellen? Da gibt es keine Ecken und Kanten, alles löst sich in Harmonie auf. Das feine Aroma und die betörende Frucht breiten sich Schicht um Schicht bis zu einem langen Finale aus. Ein in jeder Hinsicht faszinierender Wein und einer der historisch besten Jahrgänge dieser Ikone Italiens.

629,00 €

1,500 l (419,33 €/l)

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Dieser grandiose Wein macht einfach sprachlos. Die massive Frucht explodiert förmlich im Mund, der Abgang ist schlicht endlos. Ein Kraftpaket mit unfassbarer Dichte, Intensität und großartiger Balance. Das dürfte wohl der bislang größte Tetre Roteboeuf sein, den François Mitjavile gekeltert hat. Ein Hagel im Frühjahr reduzierte den Ertrag auf ganze 14.000 Flaschen. Einige wenige Exemplare dieses großen Bordeaux können wir noch anbieten.

399,00 €

0,750 l (532,00 €/l)

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Der Hype um diesen Jahrgang war so groß, dass niemand gefragt hat, wie diese Prestige-Cuvée aus dem Hause Pol Roger gelungen sei, man wollte nur wissen, wann man die Flaschen endlich kaufen kann: seit Juli 2014 ist es soweit! Das sich in britischem Understatement übende Champagnerhaus konstatiert lediglich, dass es sich um einen großen Jahrgang handelt. Und das ist wirklich eine glatte Untertreibung, denn schlicht perfekte, warme Wetterbedingungen wie in 2002 ohne Extreme sieht man in der Champagne sehr selten. Wer diesen Champagner verpasst, muss zumindest noch sechs Jahre auf den 2008er warten, um eine ähnliche Qualität zu bekommen. Wir bieten Ihnen diesen Ausnahmechampagner hier sogar in der Magnumflasche an. Exklusiver geht es nicht!

689,00 €

1,500 l (459,33 €/l)